Wetter im Winter 2026: „Wenn im September viele Spinnen kriechen, ...“
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Wetter im Winter 2026: „Wenn im September viele Spinnen kriechen, ...“
Von: Karolin Stevelmans
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Viele Spinnen im Haus – kündigt sich damit ein harter Winter an? Laut einer alten Bauernregel schon. Dabei liegt der wahre Grund ganz woanders.
Dortmund – Du sitzt abends auf dem Sofa, blickst zur Zimmerdecke – und da hängt sie: eine Spinne, reglos, mit langen Beinen. Viele Verbraucher erleben das gerade wieder häufiger als sonst. Und sofort taucht die alte Frage auf: Bedeutet das etwas fürs Wetter? Eine bekannte Bauernregel behauptet genau das: „Wenn im September viele Spinnen kriechen, sie einen harten Winter riechen.“ Aber stimmt das wirklich – oder ist das nur ein Spruch aus Omas Zeiten?
Warum krabbeln gerade so viele Spinnen herum?
Fakt ist: Aktuell sehen viele Menschen in ganz Deutschland mehr Spinnen als üblich. Das hängt mit dem warmen, trockenen Sommerwetter zusammen, erklärt Alexandra Ickes vom Naturschutzbund BW (NABU) gegenüber dem SWR. Fenster und Türen stehen abends länger offen, Mücken und Fliegen kommen ins Haus – und die Spinnen folgen ihrer Beute einfach hinterher.
Doch Dr. Linda Bunzenthal, Biologin und Leiterin der Fauna Solingen, ordnet das gegenüber dem WDR noch genauer ein: Das Wetter ist gar nicht der Hauptgrund. Entscheidend sei die Paarungszeit. Die Spinnenmännchen verlassen jetzt ihre Verstecke, um Weibchen zu finden – deshalb wirken sie plötzlich überall präsent. Bis in den September hinein werde die Zahl der sichtbaren Spinnen laut Bunzenthal sogar noch steigen.
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Winter-Wetter 2026: Was sagt die Bauernregel wirklich aus?
Hier kommt der spannende Teil für alle, die jetzt schon an Schnee und Glätte denken: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erklärt, dass Bauernregeln zwar oft einen wahren Kern haben, weil sie auf jahrhundertelangen Beobachtungen beruhen – meist aus Klöstern.
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Trotzdem gilt: Eine einzelne Beobachtung, wie viele Spinnen im September krabbeln, lässt sich wissenschaftlich nicht mit der Wetterlage im Winter verknüpfen. Der DWD betont ausdrücklich, dass Bauernregeln „nicht so zuverlässig sind, um damit offizielle Wettervorhersagen machen zu können“.
Zum Vergleich: Selbst die bekannteste aller Bauernregeln, die Siebenschläferregel, trifft laut DWD nur in bis zu 80 Prozent der Fälle zu – und das auch noch regional unterschiedlich. Eine Spinnenregel hat gar keine meteorologische Grundlage, sondern beschreibt schlicht ein biologisches Verhalten: Paarungszeit, nicht Wetterfühligkeit.
Spinnen im Haus: 5 Dinge halten sie fern
Verbraucher können sich also entspannen: Mehr Spinnen im Haus sind kein verlässliches Zeichen für einen harten Winter. Wer trotzdem lieber ohne Mitbewohner auf acht Beinen lebt, findet laut Öko-Test und PETA hier ein paar bewährte Tipps:
Insektengitter anbringen: verhindert, dass Spinnen und ihre Beutetiere überhaupt hereinkommen
Türen und Fenster abdichten: Zugluftstopper schließen kleine Ritzen
Regelmäßig putzen: wer Fruchtfliegen und Spinnennetze schnell entfernt, entzieht Spinnen die Nahrung
Pfefferminzöl einsetzen: als Spray oder Duftkerze eine natürliche Abwehr
Holzstapel vom Haus wegrücken: sonst locken sie Spinnen direkt an die Wand