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Wetter in Deutschland: „Es wird ein Scheißsommer für weite Teile Mitteleuropas“, sagt Jörg Kachelmann

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Die neuen Monatsprognosen des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF) lassen den Meteorologen Jörg Kachelmann pessimistisch auf die kommenden Sommerwochen blicken. Die Vorhersagen sähen „ziemlich katastrophal aus, auch für den August“, schrieb Kachelmann unter dem Hashtag Hitze und Dürre auf der Plattform X. Es scheine „kaum Hoffnung zu geben – es wird ein Scheißsommer für weite Teile Mitteleuropas“.

Das europäische Wettermodell ECMWF zeige eine blockierende Hochdrucklage über Westeuropa, berichtet auch das Wetter-Portal „Donnerwetter“. Dabei sinken Luftmassen großräumig ab, erwärmen sich durch den steigenden Druck und unterdrücken zugleich die Wolkenbildung. Die ungehinderte Sonneneinstrahlung heize die betroffenen Regionen zusätzlich auf. Nach Angaben der Meteorologen liegt Deutschland damit an der Flanke eines sogenannten Hitzedoms („Heat Dome“) über Frankreich, der für anhaltend hohe Temperaturen sorgt.

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„Die Situation ist eine Katastrophe, wir haben eine historische Trockenlage“, sagte Karsten Brandt von „Donnerwetter“. „Teile des Südens und Westens trocknen aus. So gesehen haben wir 2026 einen echten Scheißsommer. Man könnte ihn auch tödlich nennen.“

Das aktuelle Wetter in Deutschland sei aber herrlich. „Das ist immer eine Frage der Perspektive. Dem einen ist es zu kalt und zu nass, anderen zu warm und zu trocken.“

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„Die Nächte bleiben allgemein angenehm kühl“

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet damit, dass Deutschland eine „ausgeprägte Hitzewelle erspart“ bleibt – auch wenn es wieder wärmer wird, erklärte DWD-Meteorologe Marco Manitta. Das liege daran, dass der Schwerpunkt des Hochs bei den Britischen Inseln liege.

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Heiß könnte es dann vor allem Richtung Wochenende werden. „Von Freitag bis Sonntag zeigt sich das Wetter insgesamt sonniger und auch im Norden steigen die Temperaturen wieder an“, schreibt der Meteorologe. Meist werden demnach 25 bis 30 Grad erreicht, im Westen und Südwesten können die Temperaturen aber auf 32 bis 36 Grad steigen.

Die gute Nachricht: „Die Nächte bleiben allgemein angenehm kühl, sodass gut gelüftet werden kann“, sagte Manitta. „Auch die Wärmebelastung hält sich zunächst noch in Grenzen.“ Lediglich im Südwesten nehme die Belastung am Wochenende etwas zu, „wenn die Tiefstwerte stellenweise nahe der 20-Grad-Marke liegen“.

Bis auf Weiteres sei kein Regen mehr in Sicht. „Die Waldbrandgefahr bleibt daher erhöht und auch die Trockenheit setzt sich in Teilen des Landes fort“, hieß es.

kami mit dpa

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