Wetter in Deutschland: Hitze-Glocke mit bis zu 35 Grad am Wochenende erwartet
Es wird wieder heiß: »Nach der ungewöhnlich frühen Hitzewelle Ende Mai und der extremen Hitzewelle Ende Juni steht dem Südwesten nun bereits die dritte Hitzewelle dieses Sommers bevor«, teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Verantwortlich ist eine sogenannte Hitzeglocke (»Heat Dome«), wie Meteorologe Christian Herold erklärt. Der Schwerpunkt dieser Glocke befindet sich demnach über Westeuropa, Deutschland liegt zunächst am Ostrand. Die Folge: Anfangs ist laut Vorhersage vor allem der Südwesten von Höchsttemperaturen über 30 Grad Celsius betroffen. Im Nordosten sorge dagegen noch eine nordwestliche Strömung für die Zufuhr vergleichsweise kühler Atlantikluft. »Zu Beginn der neuen Woche werden Höchstwerte unter 30 Grad voraussichtlich nur noch im Norden, Nordosten sowie in den höheren Lagen der Mittelgebirge erreicht«, sagte Meteorologe Herold. »Rekordtemperaturen wie Ende Juni sind nach aktuellem Stand allerdings nicht zu erwarten.« Die Hitzephase kostete nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) rund 5100 Menschen das Leben. Damals wurden mancherorts mehr als 41 Grad gemessen. Nun kommt den Angaben zufolge noch ein weiterer Faktor dazu: Die Luft ist zunächst noch vergleichsweise trocken. Dadurch falle die gefühlte Temperatur trotz hoher Lufttemperaturen etwas geringer aus als während der jüngsten Hitzewelle. Auch in den Nächten könne es anfangs, insbesondere außerhalb der Ballungsräume, noch vergleichsweise abkühlen. »Mit der anhaltenden Hitze verschärft sich jedoch vor allem im Südwesten erneut die Trockenheit«, führte Herold aus. »Die ohnehin bereits trockenen Böden trocknen weiter aus, die Wasserstände vieler Flüsse gehen zurück und die Waldbrandgefahr steigt wieder an.« Wie lange die Hitzewelle andauern wird, ist derzeit noch unklar. Die Wettermodelle deuten zum Ende der kommenden Woche auf zunehmenden Tiefdruckeinfluss hin. Damit würde die Luft feuchter und schwüler werden, sodass das Potenzial für kräftige Gewitter zunimmt. Gleichzeitig zeichne sich ein allmählicher Temperaturrückgang ab, hieß es. Dennoch bleibe es voraussichtlich aber weiterhin sommerlich warm bis heiß. Das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit rief vor der nächsten Hitzewelle dazu auf, sich zu schützen und besonders gefährdete Menschen im Blick zu behalten. Sie sollten Innenräume möglichst kühl halten, körperliche Aktivitäten in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen, möglichst zwei bis drei Liter Flüssigkeit am Tag trinken. Auch gelte es, Hitzebeschwerden wie Schwindel, Schwäche, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Kreislaufprobleme ernst zu nehmen. Betroffene sollten gekühlt, bei starken Beschwerden sollte ein Arzt gerufen werden.