Wetter: Todesopfer und Verletzte bei schweren Unwettern in Süddeutschland
Hunderte Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk waren in der gesamten Stadt im Einsatz. Die Branddirektion sprach von mehr als 250 witterungsbedingten Einsätzen am Abend und in der Nacht. Laut einem Polizeisprecher des Präsidiums Karlsruhe kam es zu Überflutungen und Überschwemmungen, Ampeln und Autos wurden beschädigt. Zudem wurden Radfahrer und ein Kind von herabfallenden Ästen getroffen und leicht verletzt. Die Stadt hatte wegen der anhaltenden Ausnahmesituation eine sogenannte außergewöhnliche Einsatzlage ausgerufen, um die zahlreichen Einsätze zu koordinieren. Im Gebiet des Polizeipräsidiums Ludwigsburg gab es laut der Polizei rund 70 Einsätze, unter anderem wegen heruntergefallener Dachziegel und vollgelaufener Keller. In Besigheim im Landkreis Ludwigsburg schlug nach ersten Erkenntnissen ein Blitz in ein Dach ein und löste einen Brand aus, dabei wurden Menschen leicht verletzt. Einsätze auch in Bayern und im Saarland Auf der Autobahn 8 in Schwaben kam es zu sechs Unfällen durch Aquaplaning. Ein Mensch wurde dabei am Donnerstagabend schwer verletzt, zwei weitere Menschen leicht, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Unfälle ereigneten sich demnach zwischen den Anschlussstellen Burgau (Landkreis Günzburg) und Günzburg in Fahrtrichtung Stuttgart. Wie viele Fahrzeuge beteiligt waren, war laut dem Sprecher unklar. Auch am Freitag kann es zu Unwettern kommen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Gewittern mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen und Sturmböen im Nordwesten und Westen Deutschlands. Ab dem Nachmittag seien Starkregen, Hagel mit einer Korngröße von zwei Zentimetern und schwere Sturmböen bis 100 Kilometer pro Stunde möglich. Im Südwesten und Süden seien in den kräftigsten Entwicklungen auch größerer Hagel über drei Zentimeter und schwere Sturm- und Orkanböen zwischen 100 und 130 Kilometern pro Stunde lokal eng begrenzt möglich. Wenn Hagel so groß wird wie Tennisbälle: In mehreren Regionen Deutschlands sind riesige Hagelkörner eingeschlagen. Wie solche Eisbrocken im Sommer entstehen und wo das Risiko am höchsten ist, lesen Sie hier .