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Wetterbericht macht keine Hoffnung

Nation

Startseite Deutschland Nordrhein-Westfalen Waldbrand tobt in NRW: Wetterbericht macht keine Hoffnung – aber evakuierte Bewohner dürfen zurück Von: Jennifer Lanzinger, Sandra Sporer, Bjarne Kommnick, Nadja Orth, Natalie-Margaux Rahimi Uns auf Google folgen Ein Waldbrand bedroht eine Gemeinde in NRW, im Ortsteil Gey der Gemeinde Hürtgenwald nahe der Eifel mussten 2000 Bewohner evakuiert werden. Alle Infos im News-Ticker. Hürtgenwald Update vom 15. August, 21:30 Uhr: Die Evakuierung von Gey ist aufgehoben. Die Bevölkerung darf in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren – auch noch im Laufe des heutigen Tages. Der Waldbrand stellt für den Ort nach derzeitiger Einschätzung keine unmittelbare Gefahr mehr dar. Einsatzkräfte haben Gey so abgesichert, dass ein Übergreifen der Flammen verhindert werden kann. Das teilte Landrat Dr. Ralf Nolten mit. In Gey kann jedoch weiterhin Brandgeruch wahrnehmbar sein. Update vom 15. August, 19:30 Uhr: Die Lage im Hürtgenwald ist laut Behörden derzeit „statisch“. Die Einsatzkräfte blicken vorsichtig zuversichtlich auf die weitere Entwicklung. Im Mittelpunkt steht weiterhin, die noch vorhandenen Brandherde zu kontrollieren und Schritt für Schritt einzudämmen. Neben Feuerwehr und Polizei waren auch die Bundeswehr sowie das Technische Hilfswerk, die Malteser, die Johanniter und das Deutsche Rote Kreuz im Einsatz. Zusätzlich unterstützen weiterhin zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer die Maßnahmen – darunter insbesondere Landwirte. Update vom 15. August, 17:12 Uhr: Rund um den Großbrand im Hürtgenwald ist derzeit und auch in den kommenden Tagen nicht mit nennenswertem Regen zu rechnen. „Es sieht nicht nach Regen in größeren Mengen aus – auch für die folgenden Tage nicht“, sagte eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Samstag. Am Nachmittag fiel in Hürtgenwald zwar etwas Regen. „Wir haben etwas Getröpfel über NRW. Sehr geringe Niederschlagsmengen, die nicht helfen“, erklärte die DWD-Sprecherin. Bislang bildeten sich über der Eifel jedoch auch keine Gewitter, sodass stärkere Böen ausblieben. Einsatzkräfte hatten befürchtet, dass kräftiger Wind oder Sturmböen die Flammen erneut anfachen könnten. Eine lokale Gewitterzelle könnte das Wetter am Abend möglicherweise noch im Bereich des Brandherds beeinflussen, hieß es vor Ort. 1800 Einsatzkräfte bei Waldbrand in NRW Update vom 15. August, 16:42 Uhr: Beim Waldbrand im Hürtgenwald sind nach Angaben des Landkreises Düren inzwischen rund 1800 Einsatzkräfte tätig. Weiterhin beschäftigt die Einsatzkräfte derzeit eine mögliche Gewitterzelle. Auch der Wind aus nördlicher Richtung bleibt eine Herausforderung. Die Verantwortlichen zeigen sich dennoch „verhalten optimistisch“. Zudem wurde die große und spürbare Dankbarkeit in der Bevölkerung hervorgehoben. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie alles ineinandergreift“, sagte Hendrik Wüst, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Update vom 15. August, 13 Uhr: Am Morgen war noch unklar, ob Rettungskräfte heute mit Regen bei den Löscharbeiten unterstützt werden, nun wurde die Chance auf Hilfe von oben kurzzeitig genährt. Auf der Wetterkarte des DWD hatte sich der Kreis Düren kurzzeitig orange gefärbt. Damit wurde für den Landkreis am Mittwoch für rund 20 Minuten vor schweren Gewittern gewarnt. Kurz darauf wurde die orange Warnung jedoch wieder aufgehoben. Unklar bleibt, welche Rolle aufziehender Wind am Samstag spielen würde. In den benachbarten Landkreisen Rhein-Erft-Kreis und Euskirchen gilt die Gewitterwarnung noch bis 13.30 Uhr. Update vom 15. August, 11:50 Uhr: Noch immer können Einwohner in ihre Häuser nicht zurück, doch die Feuerwehr zeigt sich mit der aktuellen Bekämpfung des Waldbrandes im Hürtgenwald „sehr zufrieden“. Mit dem drohenden Wind gebe es jedoch einen Unsicherheitsfaktor. „Wir haben einen frischen, böigen Wind hier im Hürtgenwald, das könnte nochmal so ein Punkt sein“, sagte Feuerwehrsprecher Peter Berndgen. Im Laufe des Tages würden die Kräfte noch einmal deutlich erhöht werden. Um die Mittagszeit würden voraussichtlich zehn, elf Hubschrauber gleichzeitig im Einsatz sein. Man wolle mit der Brandbekämpfung jetzt immer mehr zur Mitte des Waldbrands vorstoßen, sagte Berndgen. „Was denn möglich ist unter den Rahmenbedingungen: Wir sind auf einer Munitionsverdachtsfläche.“ Im Hürtgenwald liegen noch viele Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg, weil dort Ende 1944 eine große Schlacht im Zuge des Vorrückens der Alliierten stattgefunden hatte. NRW-Innenminister Herbert Reul zeigt sich über Kritik verärgert NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte bei einem Besuch vor Ort, er habe so etwas noch nie gesehen. „Das macht einen schon unheimlich unruhig“, sagte er. Auf Kritik an der Organisation der Maßnahmen und die Forderung nach Löschflugzeugen reagierte Reul verändert. „Diese Mäkeleien – ich habe keine Lust mehr darauf“, wetterte der 73-Jährige. „Bitte Nörgeln nachher. Ende, aus. Die Leute interessiert, ob wir deren Häuser sichern können. Das andere ist denen vollkommen wurscht. Und die Frage von Flugzeugen, die hab‘ ich schon zehnmal diskutiert. Das ist nicht so einfach in unserem Bundesland, da wir keine großen Flächen haben, wo getankt werden kann. Das ist so blauäugig wie noch was.“ Reul appellierte an alle Bürger, sich jetzt von Wäldern fernzuhalten: „Es ist einfach irre, dass man jetzt in Wäldern rumläuft“, kritisierte er. „Jeder weiß, das Feuer ist entstanden durch irgendeinen Idioten. Irgendein Idiot hat das Feuer verursacht. Und darüber muss man nachdenken, wie verantwortungslos die Leute in der Gegend rumrennen, einfach irgendwas wegwerfen. Das ist das eigentliche Problem. Und jetzt müssen die 1400 Leute versuchen, das in den Griff zu kriegen.“ Einsatzkräfte können vermutlich nicht auf Regen hoffen Update vom 15. August, 9.40 Uhr: Bei der weiteren Bekämpfung des Waldbrandes im Hürtgenwald können Einsatzkräfte vermutlich erst einmal nicht auf Regen setzen. Für Nordrhein-Westfalen sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) keinen flächendeckenden Regen voraus. Gegen Nachmittag sollen einer Meteorologin zufolge, vereinzelt Gewitter im Bergland aufziehen. Dabei könnte es dann auch zu Sturmböen kommen, die die Flammen weiter anfachen können. Ob die Gewitter mit den Sturmböen aber in der Eifel entstehen, sei unklar. Möglich sei auch, dass diese nur im Sauerland entstehen. Eine genauere Vorhersage der Gewitter sei nicht möglich, so die Wetterfachfrau. Laut der Expertin soll der Wind im Laufe des Tages zunehmen und in Richtung Nordwest drehen. Dabei bleibt der Wind aber eher schwach bis mäßig bei Geschwindigkeiten zwischen etwa zwölf und 28 Kilometern pro Stunde. Dafür könnte die Hitze den Einsatzkräften einiges abverlangen. Am Samstag steigen die Temperaturen in NRW auf Höchstwerte zwischen 29 und 34 Grad. Sehr gute Fortschritte bei Bekämpfung des Waldbrandes Update vom 15. August, 8.35 Uhr: Noch immer dürfen Anwohner nicht in ihre Häuser zurück, doch beim größten Waldbrand in der NRW-Geschichte steht mittlerweile keine riesige Rauchsäule mehr über dem Hürtgenwald. Landrat Ralf Nolten bestätigte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur am Morgen eine gute Nacht. Es habe sehr gute Fortschritte bei der Bekämpfung des Brandes gegeben. Die Bundeswehr habe in der Nacht weitere breite Schneisen in das Areal geschlagen. Das Hauptbrandgeschehen sollte nicht auf andere Bereiche überschlagen. Die Anzahl der Bergepanzer sei auch von zwei auf vier erhöht worden. Der Landrat geht davon aus, dass heute die gleiche Zahl an Hubschraubern wie am Vortag im Einsatz sein wird. Nolten hofft, dass die Löscharbeiten so weit vorankommen können, dass kein offenes großes Feuer mehr in dem Wald wütet. Das aktuelle Geschehen sei kein Vergleich mit dem des Vortages: „Gestern Morgen war echter Kampf und jetzt ist kontrolliertes Arbeiten“, verdeutlichte der Landrat. Hürtgenwald-Brand hat sich in der Nacht nicht weiter ausgebreitet Update vom 15. August, 6.20 Uhr: Noch immer kämpfen Einsatzkräfte im Hürtgenwald in der Eifel gegen die Flammen. Auch in der Nacht waren Hunderte Feuerwehrkräfte im Einsatz. In der Nacht wurde in besonders gefährdeten Bereichen der Personaleinsatz am Boden fast verdoppelt, wie der Sprecher der Feuerwehren im Kreis Düren, Peter Berndgen, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Viele zusätzliche Löschzüge wurden in diese Bereiche geführt. Und die Hoffnungen scheinen sich bewahrheitet zu haben: Der Waldbrand bei der nordrhein-westfälischen Gemeinde Hürtgenwald hat sich in der Nacht nicht weiter ausgebreitet. „Unsere Strategie für die Nacht ist aufgegangen“, sagte Kreisbrandmeister Karlheinz Eisnar am frühen Morgen. „Wir konnten die Flanken halten.“ Dies sei auch nur dank des Wetters möglich gewesen, führte der Kreisbrandmeister weiter aus. Es sei kaum ein Wind gegangen. Zeitweise soll es sogar komplett windstill gewesen sein. Die Flammen haben demnach noch immer einen Abstand von 150 bis 200 Metern zum Ortsteil Gey. Auch in der Nacht schlugen zwei Bergepanzer der Bundeswehr nach Angaben Berndgens Schneisen im Bereich des Ortsteils der Ortschaft Gey. Damit sollte ein Übergreifen des Feuers möglichst verhindert werden. Alle zwölf Stunden machten sich rund 500 Einsatzkräfte aus NRW auf den Weg zum Schichtwechsel ins Brandgebiet. Der Einsatz der Löschhubschrauber soll bei Tageslicht wieder aufgenommen werden. Mit Einbruch der Dunkelheit mussten die Helikopter am Boden bleiben. Update vom 14. August, 23:00 Uhr: Die Löscharbeiten werden die Nacht über weitergehen. Hunderte Feuerwehrkräfte sind im Einsatz gegen die Flammen und der Einsatz wird nach aktuellem Stand wohl noch mehrere Tage dauern. Die derzeitige Einsatzplanung reicht bis Montag. Zwei Bergepanzer der Bundeswehr schlagen nach Angaben von Peter Berndgen, Sprecher der Feuerwehren im Kreis Düren, auch in der Nacht Schneisen im Bereich der evakuierten Ortschaft Gey. Das soll ein Übergreifen des Feuers möglichst verhindern. In besonders gefährdeten Bereichen sei der Personaleinsatz am Boden fast verdoppelt worden. Ziel ist es, die Lage über Nacht stabil zu halten. Aktuell gebe es „eine leichte Tendenz zu einer statischen, heißt also einer stabilen Lage“, so Berndgen. Update vom 14. August, 21:37 Uhr: Etwa 200 frische Einsatzkräfte sind am Abend im Hürtgenwald eingetroffen. Sie sollen die Feuerwehrleute im Waldbrandgebiet nach einem 24-Stunden-Einsatz ablösen. Nach Angaben des Kreises Düren sind aktuell rund 400 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, THW und dem Landesbetrieb Wald und Holz im Einsatz. Je nachdem, wie sich die Wetterlage und der Wind entwickelten, würden die Einheiten „an den unterschiedlichen Fronten auch in der Nacht angreifen“, erklärte Landrat Ralf Nolten (CDU). Hubschrauber können erst am Samstag wieder zum Einsatz kommen, da sie bei Dunkelheit nicht fliegen. Gegenfeuer sollen „verheerenden“ Waldbrand in NRW stoppen Update vom 14. August, 20:58 Uhr: Um gegen den Waldbrand anzukämpfen, setzen die Helfer vor Ort selbst Feuer ein. Ein sogenanntes Gegenfeuer. Was zunächst paradox wirkt, ist tatsächlich sehr effektiv. Warum erklärt ein Feuerwehrmann bei der Bild: „Verbrannte Fläche brennt nicht noch einmal.“ Update vom 14. August, 19:56 Uhr: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) lobte den Einsatz der Helfer, die den Waldbrand bekämpfen, den der Minister als „verheerend“ bezeichnete. „Alle Einsatzkräfte leisten unter schwierigsten Bedingungen Herausragendes“, so Dobrindt. Indes wurden insgesamt 37 Fahrzeuge und 165 Einsatzkräfte der Feuerwehren Coesfeld und Gelsenkirchen zur Unterstützung der Waldbrandbekämpfung in Hürtgenwald gerufen. Nach der Zusammenstellung und Einweisung der Einsatzkräfte an der Hauptwache der Feuerwehr Gelsenkirchen erfolgt die geschlossene Verlegung in den Einsatzraum. Vor Ort werden die Kräfte dann durch die dortige Einsatzleitung übernommen und entsprechend der Lage eingesetzt. Update vom 14. August, 18:09 Uhr: Wegen der anhaltenden Trockenheit und der hohen Waldbrandgefahr ruft NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen die Bevölkerung dazu auf, Wälder derzeit nicht zu betreten. „Wichtig ist, dass die Menschen bitte aus den Wäldern rausbleiben, egal, ob es schon brennt oder nicht“, sagte Gorißen dem WDR. Nach Einschätzung der Ministerin kann bereits Unachtsamkeit innerhalb kürzester Zeit ein Feuer auslösen, das sich im Wald rasant ausbreitet. Fast alle Waldbrände würden durch Menschen verursacht. Unterdessen ermittelt die Polizei weiterhin zur Ursache des Brandes im Hürtgenwald und bittet die Bevölkerung um Hinweise. Update vom 14. August, 17:40 Uhr: Der Waldbrand im Hürtgenwald könnte nach Einschätzung der nordrhein-westfälischen Landesregierung der größte seit Bestehen des Bundeslandes sein. Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU) machte sich vor Ort ein Bild von der Lage und besuchte die Einsatzkräfte. „Wir haben hier in Hürtgenwald mit einem Ausmaß zu tun, mit dem wir so nichts zu tun hatten in Jahrzehnten“, sagte Gorißen bei dem Besuch. „Das ist einfach eine andere Hausnummer.“ Nach Angaben der Ministerin sind mindestens 200 Hektar Wald betroffen. Das Ausmaß könnte jedoch noch deutlich größer sein und möglicherweise bis zu 300 Hektar erreichen. „Wir wüssten zumindest nicht, dass es einen Waldbrand gab, der daran herangereicht hat“, sagte Gorißen. „Es könnte gut sein, dass es tatsächlich der größte ist seit Bestehen unseres Bundeslandes, und dann sieht man mal, womit wir hier gerade zu tun haben.“ Update vom 14. August, 16:13 Uhr: Für die Bekämpfung des Waldbrands in Düren wird offenbar eine massive Aufstockung an Einsatzkräften gefordert. Laut Informationen der Aachener Zeitung sollen etwa 450 bis 500 Feuerwehrleute aus NRW anrücken, um die Löscharbeiten zu unterstützen. 400 Einsatzkräfte seien bereits vor Ort. Wie geht es am Abend und in der Nacht weiter? Die Hubschrauber, die beim Einsatz von hoher Bedeutung sind, werden „bis zum Einsatz der Dämmerung fliegen können“, sagte Feuerwehrsprecher Peter Berndgen der Zeitung. Spätestens in der Nacht ist damit aber Schluss. Welche Taktik dann angewandt wird, sei noch nicht abschließend geklärt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bedankte sich angesichts der Waldbrände in vielen Teilen Deutschlands öffentlich bei den Helfern. „Ich danke allen Einsatzkräften für ihren unermüdlichen und oft bis zur Erschöpfung reichenden Einsatz“, schrieb Merz am Freitag im Portal X und sicherte ihnen weiterhin die Unterstützung des Bundes zu. Update vom 14. August, 15:20 Uhr: Der Waldbrand bei Hürtgenwald hat die Gemeinde und Region in einen Ausnahmezustand versetzt. Noch immer stehen rund 300 Hektar Wald in Flammen. Der Kreis Düren hat deshalb eine Anlaufstelle für spontane Hilfsangebote eingerichtet. Bewohner können sich in einem Online-Formular melden, falls sie selbst Hilfe benötigen oder Hilfe anbieten wollen. Es wird betont, sich nicht mehrfach anzumelden und den Sachbearbeitenden etwas Zeit zur Bearbeitung zu geben. Außerdem heißt es: „Hilfsangebote richten Sie bitte nicht an die Leitstelle, damit deren Kapazitäten für Notfälle und dringende Einsätze freigehalten werden können.“ Unterdessen bekämpfen Einsatzkräfte pausenlos den verheerenden Waldbrand bei Hürtgenwald. Inzwischen kommen auch Gegenfeuer zum Einsatz – diese sollen Brandschneisen schlagen und somit eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindern. „Wir haben Expertenteams vor Ort, die genau diese Taktik gerade einsetzen“, sagte Feuerwehrsprecher Peter Berndgen der dpa. Auch Bundeswehr-Panzer und Einsatzkräfte mit Motorsägen würden bei der Errichtung der Schneisen helfen. Löscharbeiten in Düren werden mehrere Tage dauern Update vom 14. August, 14:24 Uhr: Die Wetterbedingungen erschweren die Löscharbeiten der Einsatzkräfte im Kreis Düren auch zur Mittagszeit. Feuerwehrsprecher Peter Berndgen spricht gegenüber der dpa von einem „Red Flag Day“: Hohe Temperaturen, Luftfeuchtigkeit und Wind seien demnach eine ungünstige Kombination. Auch die Wettervorhersage bringt keine Entlastung: Laut dem Deutschen Wetterdienst sind zwar vereinzelt Regenschauer möglich, sicher ist das jedoch nicht. Mit größeren Regenmengen wird nicht gerechnet. Der Löscheinsatz könne laut Berndgen noch einige Tage dauern. Er vermutet, dass die evakuierten Anwohner aus Gey „auf keinen Fall“ am Abend in ihr Zuhause zurückkehren können. Update vom 14. August, 13:04: Die Warnung vor Rauchniederschlag wurde neben Düren nun in weiteren Kreisen ausgerufen. Dem WDR zufolge können in Bonn, dem Rhein-Sieg-Kreis und Teilen von Euskirchen keine gesundheitlichen Schäden mehr ausgeschlossen werden. Bewohnern wird wie in Düren dringend geraten, sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten. Details können in der NINA-Warn-App eingesehen werden. Update vom 14. August, 12:25 Uhr: Der Waldbrand im Kreis Düren ist näher an den Ortsrand der Gemeinde Hürtgenwald herangerückt. Das sagte Landrat Ralf Nolten gegenüber der dpa. Eine Kreissprecherin habe bestätigt, dass das Feuer inzwischen etwa 150 bis 200 Meter entfernt sei. Die nächsten Stunden sind weiterhin entscheidend. Insgesamt wird die Brandbekämpfung mindestens ein paar Tage dauern. Die Meterangaben seien laut Nolten noch nicht entscheidend, da das Feuer bislang nicht in die Baumkronen schlage. „Wir haben unten Löschzüge im Einsatz, die auch versuchen, den nassen Riegel davorzuschieben“, sagte er der Nachrichtenagentur. Im NRW-Landwirtschaftsministerium habe am Vormittag in Düsseldorf eine Krisensitzung mit Fachleuten stattgefunden. Update vom 14. August, 11:55 Uhr: Angesichts des großen Waldbrands bei Hürtgenwald gibt es am Freitagmittag erstmals positive Neuigkeiten: Die Lage stabilisiere sich, berichtete die AFP unter Berufung auf örtliche Behörden. Zusätzliche Evakuierungen seien nach seiner Einschätzung „erstmal“ nicht nötig, sagte der Dürener Landrat Ralf Nolten – zumindest solange der Wind nicht auffrische. Das Brandgeschehen beschränke sich auf den am Vortag betroffenen Bereich. Nolten zufolge liege der Fokus nun darauf, das Feuer entlang der Flanken einzudämmen und heiße Glutnester im Boden zu bekämpfen. Laut Informationen der Aachener Zeitung hat die Feuerwehr unter anderem ein kontrolliertes Gegenfeuer zwischen dem Waldbrand und dem Ortsrand von Gey entfacht, damit das eigentliche Feuer auf die bereits abgebrannte Erde stößt und nicht mehr weiter kann. Dringender Aufruf an Bewohner in Düren Update vom 14. August, 11:30 Uhr: In mehreren Stadtteilen Dürens kann es am Mittag zu Rauchniederschlag kommen. Anwohner werden aufgerufen, sofort geschlossene Räume aufzusuchen. Wie die dpa unter Berufung auf den Kreis Düren berichtete, könnten gesundheitliche Risiken nicht ausgeschlossen werden. Betroffen seien die Stadtteile Gürzenich, Derichsweiler, Rölsdorf, Birgel, Lendersdorf, Konzendorf, Echtz, Mariaweiler, Merken und Berzbuir. „Bitte begeben Sie sich in dem betroffenen Bereich sofort in geschlossene Räume“, so die Aufforderung. Rauchniederschlag besteht meistens aus Ruß und anderen Verbrennungspartikeln, die durch das Ablöschen entstehen und giftige Stoffe enthalten können. Update vom 14. August, 10.50 Uhr: Die Notunterkunft in Hürtgenwald ist für Betroffene nicht länger sicher. Da es am Vormittag anfing, Asche zu regnen, und sich Rauch im Ortsteil Straß entwickelte, wurden die Betreuungsstellen geräumt. Die Grundschule und das Sport- und Schützenheim können nicht mehr als Anlaufstelle genutzt werden. Neue Anlaufstelle sei eine Förderschule in Düren. Unterdessen bedankte sich NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) bei den Einsatzkräften. „Feuerwehr, Polizei & Hilfsorganisationen sind seit gestern Nachmittag im Hürtgenwald im Einsatz, viele von ihnen ohne Pause“, schrieb Wüst am Vormittag in einem Beitrag auf X. „Unser Land hält zusammen!“ Update vom 14. August, 10:45 Uhr: Die Bekämpfung des Waldbrands im Kreis Düren läuft weiter. Laut Ralf Nolten (CDU) vom Landrat sind jetzt vor allem die nächsten Stunden entscheidend: „Wenn wir in Gey gelöscht haben, kommt es auf die nächsten Stunden an, ob wir die Hauptglutnester erkennen und auch ablöschen können“, sagte er der dpa. Da die Temperaturen über den Tag hinweg steigen, sei mit einer Thermik zu rechnen, die das Feuer an mehreren Stellen wieder anfachen könnte. „Die Zeit bis Mittag ist für uns die entscheidende.“ Neue Herausforderungen durch Munitionsfund und Windrichtung Update vom 14. August, 9:55 Uhr: Die Bekämpfung des Waldbrands im nordrheinwestfälischen Hürtgenwald gestaltet sich als äußerst schwierig. Laut Informationen des WDR stehen die Einsatzkräfte vor mehreren Herausforderungen: Im Boden des betroffenen Geländes befinde sich Munition aus dem Zweiten Weltkrieg, die bereits am Donnerstagabend mehrere Explosionen ausgelöst haben soll. Außerdem sei die Windrichtung im Moment sehr ungünstig. Zwischen dem Feuer und dem Ort Gey liegen inzwischen etwa 200 Meter. Am Abend zuvor waren es zunächst 500 Meter gewesen. Derzeit warte man auf größere Hubschrauber, die größere Wassermengen in das betroffene Waldgebiet transportieren können. Panzer der Bundeswehr seien zwar angerückt und stünden einsatzbereit, dürften das Feuer aber aktuell nicht bekämpfen. Löscharbeiten seien laut dem Sender aktuell nur aus der Luft genehmigt. Zudem würden Felder in der Umgebung umgepflügt, um die weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Update vom 14. August, 9:20 Uhr: Während sich der Waldbrand in der NRW-Gemeinde Hürtgenwald weiter dem Ortsteil Gey nähert, ist die erste Evakuierung erfolgreich abgeschlossen. Bürgermeister Stephan Cranen sagte im Gespräch mit der dpa, dass die Bewohner sehr verständnisvoll auf die Maßnahme reagiert hätten. Für Menschen, die ihr Zuhause nicht eigenständig verlassen konnten, seien Rettungswagen im Einsatz gewesen – so unter anderem in einem Haus mit 15 Pflegebedürftigen. „Das ist alles sehr gut organisiert gewesen, und daher hat man das, glaube ich, gut aufgenommen, dass man den Eindruck hatte, man kümmert sich um uns.“ Cranen hoffe, dass keine weiteren Evakuierungen in der Gemeinde nötig seien. Ortsteil Gey in Hürtgenwald evakuiert Update vom 14. August, 8:30 Uhr: Der Ortsteil Gey in der Gemeinde Hürtgenwald ist nach offiziellen Angaben erfolgreich evakuiert worden. Wie eine Sprecherin des Kreises Düren gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitteilte, hätten alle Bewohner ihre Häuser und Wohnungen am Freitagmorgen verlassen. Angaben über weitere geplante Evakuierungen sind bislang nicht bekannt. Nach Angaben des Bürgermeisters, Stephan Cranen (parteilos) haben sich die Flammen über Nacht dem gefährdeten Ortsteil Gey genähert. In der Nacht war das Feuer zunächst etwa 500 Meter vom Ort entfernt gewesen, jedoch habe sich der Wind gedreht. Inzwischen seien die Flammen rund 300 Meter vom Ortsteil entfernt. Insgesamt stünden 300 Hektar Waldfläche in Flammen. Drei Hubschrauber mit Löschwasser sowie Panzer der Bundeswehr seien im Einsatz, teilte der Kreis mit. Update vom 14. August, 07:20 Uhr: Inzwischen ist wegen des Waldbrandes in Gey, Ortsteil der Gemeinde Hürtgenwald, der Krisenstab des Kreises Düren einberufen worden. Dort werde nun das aktuelle Vorgehen besprochen, heißt es. Die Warn-App Nina zeigt inzwischen die höchste Gefahrenstufe „Extreme Gefahr“ für den Ort an. Update vom 14. August. 06:40 Uhr: Die Gemeinde Hürtgenwald in NRW hat inzwischen weitere Informationen zur Evakuierung des Ortsteils Gey herausgegeben. Anwohner müssten „sofort evakuieren“, heißt es dort. In der Grundschule Straß sei eine Anlaufstelle eingerichtet worden. Betroffene Personen sollten nur die persönlichsten Gegenstände, wie Medikamente und Ausweisdokumente mitnehmen. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, sei das Feuer inzwischen nur noch 400 Meter entfernt. Update vom 14. August, 05:35 Uhr: Inzwischen muss der Ortsteil Gey in Hürtgenwald evakuiert werden. Betroffen sind rund 1800 Menschen. Das teilte die Gemeinde am Morgen mit, wie zunächst die Bild berichtete. Waldbrand in NRW Erstmeldung vom 14. 2026, 05:00 Uhr: Nur wenige hundert Meter von Wohnhäusern entfernt wütet bei Hürtgenwald (Kreis Düren) ein Waldbrand. Insgesamt stehen laut der Gemeinde rund 25 Hektar in Flammen. Das entspricht einer Fläche von etwa 35 Fußballfeldern. Die Gemeinde spricht von einer „Großschadenslage“. Wegen des Brandes warnt die Gemeinde die Bevölkerung: Menschen sollen die Bereiche Kleinhau, Gey und die L25 meiden. Die B399, die entlang des betroffenen Waldstücks verläuft, ist zudem für den Verkehr gesperrt. Feuer etwa 500 Meter von Gey entfernt Die Flammen sind nach Angaben einer Polizeisprecherin nur gut 500 Meter vom Ortsteil Gey entfernt. Derzeit würde sich der Brand nicht weiter in Richtung der Häuser ausbreiten. Sollte sich aber der Wind drehen, könnten die Flammen den Bewohnern näher kommen. Nach Angaben der Gemeinde ist auch der Ortsteil Großhau durch die Flammen gefährdet. Zahlreiche Feuerwehrleute kämpfen seit Donnerstagnachmittag gegen die Flammen. Auch ein Hubschrauber warf Löschwasser über dem Wald ab. Dieser konnte mit Beginn der Dunkelheit nicht mehr fliegen. Feuerwehrleute waren auch in der Nacht im Einsatz. Verletzte seien bislang nicht gemeldet worden, erklärte die Sprecherin. Die Brandursache blieb zunächst unklar. Hürtgenwald liegt im Westen Nordrhein-Westfalens, nahe der Grenze zu Belgien. Im Ortsteil Gey leben gut 1.800 Menschen, Großhau hat gut 500 Einwohner. Insgesamt leben in der Gemeinde in der Eifel knapp 9.000 Menschen. (Quelle: dpa) nmr

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