DAX +0,44 % 25.818,21 Pkt 18:00:00 MDAX +0,15 % 30.472,32 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -1,22 % 6.131,31 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,34 % 51.770,31 Pkt 21:47:53 S&P 500 -2,12 % 7.580,07 Pkt 21:47:43 Nasdaq -4,19 % 25.437,00 Pkt 22:15:59 Nikkei -2,12 % 63.290,11 Pkt 07:45:03 Gold 0,00 % 3.898,90 USD 21:59:59 Silber +0,36 % 49,28 USD 21:59:59 Brent -3,58 % 113,43 USD 21:59:57 WTI 0,00 % 104,12 USD 21:59:59 Bitcoin +0,60 % 77.902,28 USD 15:35:53 EUR/USD +0,09 % 1,11660 USD 22:29:29 EUR/GBP -0,44 % 0,83320 GBP 22:27:29 EUR/CHF -0,32 % 0,92060 CHF 06:21:10 EUR/JPY -0,23 % 175,650 JPY 06:21:10

Wettkampf: Gastkämpfer des JC Leipzig prügelt Timo Cavelius krankenhausreif

Sport

Die Judo-Bundesliga ist von einer Prügelattacke überschattet worden. Der Leipziger Gastkämpfer Akaki Japaridze aus Georgien prügelte den deutschen Olympia-Starter Timo Cavelius vom TSV Abensberg krankenhausreif.

Der Kämpfer des JC Leipzig ging am Samstagabend in der Leipziger Sporthalle Brüderstraße unmittelbar nach Kampfende auf seinen Gegner los. Der unterlegene Georgier schlug dreimal mit der Faust auf den völlig überraschten Cavelius ein. Der Attacke des 24-jährigen Georgiers ging eine provozierende Jubelgeste des fünf Jahre älteren Siegers aus Bayern voraus.

Cavelius verlor nach Informationen der „Leipziger Volkszeitung“ zwei Zähne und kam mit Kieferbruch in die Universitätsklinik, wo er noch am Abend operiert wurde. Der 29-Jährige bereitet sich auf die Olympischen Spiele 2028 vor und kann vorerst keine Ranglistenpunkte sammeln. Im Juni hatte er in einem Gastbeitrag des Tagesspiegels über sein Coming-out berichtet.

Der Gegner verschwand nach dem Vorfall im Hotel. „Dem Georgier sind die Sicherungen durchgebrannt. Das ist ein schrecklicher Einzelfall und hat nichts mit Leipzig und Abensberg zu tun – unsere Vereine verstehen sich gut. Wir finden es auch richtig, dass der Teamkampf nicht abgebrochen, sondern zu Ende geführt wurde“, sagte der Abensberger Trainer Manuel Scheibel der LVZ.

Die Leipziger entschuldigten sich umgehend und veröffentlichten eine Stellungnahme per Instagram: „Gewalt hat in unserem Sport keinen Platz. Als Judoka stehen wir für Respekt, Toleranz, Fairness und gegenseitige Achtung.“ Leipzigs Coach Olaf Schmidt bringt 50 Jahre internationale Erfahrung mit. Aber solche Szenen hatte er im Wettkampf noch nie gesehen.

Dabei hatte der 8:6-Sieg des Gastgebers gegen den bayerischen Serienmeister TSV Abensberg längst festgestanden. Beide Kontrahenten standen sich innerhalb einer Stunde zum zweiten Mal gegenüber. Im ersten Duell des 90-Kilo-Limits hatte der Leipziger gewonnen.

Die Sachsen müssen den Vorfall nun aufarbeiten. Dem Verein droht womöglich eine Geldstrafe, Gastkämpfer Japaridze vielleicht eine lebenslange Strafe durch den Weltverband. Er gehört erst seit dieser Saison zum Bundesliga-Team, kam erst zweimal zum Einsatz.

Nach dem Kampf-Wochenende reist er wieder in seine Heimat zurück. „Er hat sich bisher total ruhig und unauffällig verhalten. Jetzt sind wir natürlich schockiert“, sagte JCL-Kapitän Hannes Conrad der LVZ. (Tsp/dpa)

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren