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Wettlauf gegen die Zeit: Rettungsmission für NASA-Weltraumteleskop mit Problemen

Allgemein

In einem Wettlauf mit der Zeit hat das US-Raumfahrtunternehmen Katalyst ein Software-Update zu seinem robotischen Raumschiff LINK geschickt, das bei der Rettungsmission für ein NASA-Weltraumteleskop selbst in Schwierigkeiten geraten ist. Das hat Katalyst Space Technologies publik gemacht und erklärt, dass das Raumfahrzeug damit seine verbleibenden Aktuatoren so nutzen können soll, dass die Rettungsmission gewagt werden könnte. LINK war nach dem erfolgreichen Start so stark ins Trudeln geraten, dass vorübergehend sogar die Kommunikationsverbindung zur Erde ausgefallen war. In der Folge konnte die Eigenrotation zwar stark abgebremst werden, das Raumfahrzeug dreht sich aber immer noch um sich selbst. Gleichzeitig läuft die Zeit für die eigentliche Rettungsmission ab. Weiterlesen nach der Anzeige Beispiellose Mission mit Schwierigkeiten LINK wurde am 3. Juli nach einer beispiellos kurzen Vorbereitungszeit gestartet. Das „robotische Raumschiff“ sollte sich dann eigentlich zum Neil Gehrels Swift Observatory aufmachen. Das umkreist die Erde seit 2004 und wurde später nach seinem verstorbenen Forschungsleiter benannt. Es untersucht primär Gammastrahlenblitze, von großem Wert ist es dabei vor allem als Frühwarnsystem, das Observatorien auf der Erde rasch Bescheid geben kann, damit diese die stärksten Explosionen im Universum ins Visier nehmen können. Die verstärkte Sonnenaktivität hat zuletzt aber dafür gesorgt, dass die Ausläufer der Erdatmosphäre Swift stärker abbremsen. Ohne Hilfe würde es bald abstürzen. Katalyst hat deshalb in Rekordzeit sein Raumfahrzeug fertiggestellt, das den Orbit von Swift anheben soll. Fast einen Monat nach dem Start hat Katalyst dann aber am 28. Juli mitgeteilt, dass LINK um sich selbst rotiert. Zwei der drei Reaktionsräder waren ausgefallen. Die Drehung konnte dann von 9 Grad pro Sekunde auf 4 Grad abgebremst werden, später folgte eine Verlangsamung auf 1,47 Grad pro Sekunde. Dafür musste aber etwas Treibstoff verwendet werden, noch soll jedoch genug für die eigentliche Mission verbleiben. Anfang dieser Woche wurde dann die verbesserte Software hochgeladen, die nur auf die verbliebene Manövriertechnik zurückgreift. Die Rettungsmission bleibe weiterhin möglich, vorher muss aber eine Reihe von Manövern durchgeführt werden. Swift ist derweil noch 347 km von der Erde entfernt, ab einer Höhe von 300 km würde die Rettung schwierig, erklärt die US-Weltraumagentur NASA noch.

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