WhatsApp führt Benutzername ein: So schützen Sie Ihre Identität
Wer schon mit WhatsApp kommuniziert, weiß, dass dem Empfänger von Nachrichten immer die Telefonnummer des Senders angezeigt wird. Der WhatsApp-Dienst, der genau wie Facebook und Instagram zum Meta-Konzern gehört, hat bekannt gegeben, dass User nun einen Benutzernamen reservieren können. Wann dieser Benutzername dann aktiviert wird, hat der Betreiber noch nicht exakt verlautbaren lassen. Bislang wird in Aussicht gestellt, dass dieser Ende des Jahres 2026 zum Einsatz kommen kann. WhatsApp-Benutzername reservieren: So funktioniert die Einrichtung Aktuell können User in den WhatsApp-Einstellungen ihren Wunsch-Benutzernamen reservieren. Dieser lässt sich unter "Konto" und "Benutzername" einrichten. Warum Sie nicht überall denselben Benutzernamen verwenden sollten Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät allerdings von identischen Benutzernamen auf mehreren Plattformen ab. Dazu meint Ayten Öksüz, Referentin für Datenschutz und Datensicherheit der Verbraucherzentrale NRW: "Wer ein Pseudonym verwendet, das bereits auf anderen Plattformen genutzt wird, gibt WhatsApp ein wiedererkennbares Kennzeichen an die Hand." Über dieses lassen sich Aktivitäten möglicherweise verschiedenen Diensten zuordnen, selbst wenn der bürgerliche Name nicht auftauche, so Öksüz. Mehr Schutz oder neue Betrugsgefahr? Aus Sicht der Verbraucherschützer hat die WhatsApp-Umstellung von der Telefonnummer hin zu einem Pseudonym in puncto Betrugsrisiko zwei Aspekte. Ayten Öksüz erklärt die Details: "Bislang gelangen Kriminelle vor allem über große WhatsApp-Gruppen an Handynummern." In diesem Punkt könne die Neuerung eine verbreitete Betrugsmasche erschweren, sagt Öksüz. "Auf der anderen Seite entsteht ein neues Täuschungsrisiko." Weil Benutzernamen frei wählbar seien, könnten Kriminelle versuchen, unter dem Namen einer bekannten Person, eines Unternehmens oder einer Behörde aufzutreten, um vertrauenswürdiger zu wirken, erklärt Öksüz. "Sicherheitsfachleute befürchten, die Funktion könne Online-Betrug, Phishing, Erpressung durch falsche Behörden und Identitätsdiebstahl begünstigen." Dies könne passieren, wenn Fremde WhatsApp-Nutzer kontaktieren könnten, ohne ihre eigene Telefonnummer preiszugeben, so die Verbraucherschützerin. Mehr Sicherheit mit dem Username Key Die WhatsApp-Betreiber haben Schutzmaßnahmen angekündigt. Wie diese dann konkret aussehen und sich in der Praxis bewähren, wird sich erst noch zeigen. Um möglichst viel Sicherheit selbst herzustellen, gibt es die Möglichkeit zusätzlich den Benutzernamenschlüssel, auch "Username Key" genannt, zu aktivieren. Ist diese Funktion eingerichtet, reicht der Benutzername allein nicht aus, damit Personen, die bislang noch keinen Kontakt aufgenommen haben, eine Nachricht senden können. Stattdessen wird zusätzlich der Benutzernamenschlüssel benötigt. Diese Sicherheitseinstellung erfolgt nicht automatisch. WhatsApp erklärt auf seiner Webseite, wie sie einzurichten ist. Verbraucherzentrale warnt vor falschen Identitäten Die Verbraucherzentrale NRW rät allgemein zu gesundem Misstrauen. Denn natürlich ist die digitale Social-Media-Welt immer auch ein Hort für Betrüger. Dazu gibt Öksüz an die Hand: Ändere-dein-Passwort-Tag :Sicheres Passwort und Passkey: So schützen Sie Ihre Konten Passwörter sind lästig. Viele nutzen nur ein oder zwei verschiedene für Mail, Banking und Online-Shopping. Welches Risiko damit verbunden ist und wie man sich davor schützen kann. von Sven-Hendrik Hahn mit Video2:48 André Tebbe ist Redakteur der ZDF-Sendung "Volle Kanne - Service täglich". Wichtiger Hinweis in eigener Sache Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt. Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick. → Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.