DAX +0,10 % 25.385,31 Pkt 16:35:29 MDAX +0,86 % 32.239,95 Pkt 16:35:27 Euro Stoxx 50 -0,06 % 6.278,53 Pkt 16:35:15 Dow Jones +0,75 % 52.599,59 Pkt 16:50:20 S&P 500 +0,06 % 7.417,70 Pkt 16:50:28 Nasdaq -0,53 % 24.799,52 Pkt 16:50:26 Nikkei -3,95 % 62.364,92 Pkt 08:45:03 Gold -1,34 % 4.019,80 USD 16:40:24 Silber -2,31 % 57,12 USD 16:40:18 Brent -2,00 % 86,59 USD 16:40:19 WTI -1,54 % 81,34 USD 16:40:28 Bitcoin -0,47 % 63.426,17 USD 16:50:26 EUR/USD -0,13 % 1,13800 USD 16:50:24 EUR/GBP +0,28 % 0,85590 GBP 16:50:27 EUR/CHF +0,15 % 0,93150 CHF 16:50:28 EUR/JPY +0,00 % 186,440 JPY 16:50:28

WHO fordert mehr Einsatz im Kampf gegen Hepatitis B und C

Allgemein

Mehr Forschung und Innovation sowie ein stärkeres politisches Engagement im Kampf gegen Hepatitis fordert die Weltgesundheitsorganisation WHO. Die Hepatitis-Versorgung solle darüber hinaus für alle zugänglich sein und fester Bestandteil der regulären Gesundheitsversorgung werden. 287 Millionen Menschen weltweit lebten mit chronischer Hepatitis B (HBV) oder chronischer Hepatitis C (HCV), teilte die WHO zum heutigen Welt-Hepatitis-Tag mit. Die WHO schätzt, dass 2024 rund 1,3 Millionen Menschen daran starben. Laut europäischem Zentrum für Prävention und Kontrolle von Krankheiten ECDC ist Hepatitis in Europa weiterhin eine „enorme Herausforderung“ für die öffentlichen Gesundheit. Virushepatitis ist weltweit eine der Hauptursachen für vermeidbare Erkrankungen und Todesfälle. Leberentzündungen infolge der Infektion können zu schweren Spätfolgen wie Leberzirrhose und Leberkrebs führen. Realität sei, dass nur etwa jede vierte Person mit HBV ihren Infektionsstatus kenne und weniger als jede zwanzigste eine Behandlung erhalte, kritisierte WHO-Direktorin Tereza Kasaeva, zuständig für den Berich HIV, Tuberkulose, Hepatitis und sexuell übertragbare Infektionen. Dennoch gebe es durchaus „Grund zu Optimismus“. Seit 2015 sei die Zahl der Neuinfektionen mit HBV um fast ein Drittel zurückgegangen. Die Zahl der Todesfälle durch HCV sei um zwölf Prozent gesunken. Schätzungen des ECDC zufolge leben fünf Millionen Menschen in der EU beziehungsweise im europäischen Wirtschaftsraum (EWR) mit chronischer Hepatitis B oder C. Fast 60.000 Menschen sterben demnach jährlich an Lebererkrankungen, die mit diesen Infektionen in Zusammenhang stehen. Eine weitere Herausforderung sind laut ECDC Lücken in der Prävention. Nur eine Minderheit der Länder (neun von 25) in EU und EWR habe das WHO-Ziel erreicht, 95 Prozent der Kinder vollständig gegen HBV zu impfen. Nach Ansicht Kasaevas ist das WHO-Ziel, bis 2030 die Virushepatitis zu eliminieren, weiterhin erreichbar. Dazu müssten die Infektionen um 90 Prozent und die mit HBV und HCV assoziierten Todesfälle um 65 Prozent reduziert werden. Zudem müssten 80 Prozent der therapiebedürftigen Infizierten in Behandlung sein. Deutschland hinkt laut „HCV-Tracker“ der Deutschen Leberstiftung und des Biotechnologie-Unternehmens AbbVie Deutschland schon hinterher. Demnach sind hierzulande aktuell 672 weniger HCV-Patient diagnostiziert und 16.629 weniger therapiert, als zum jetzigen Zeitpunkt zur Zielerreichung notwendig wären (Stand: 1. Quartal 2026). Um unerkannte Infektionen rechtzeitig zu identifizieren, wurde 2021das Hepatitis-Screening als einmaliger Bestandteil des Check-up 35 eingeführt. (bhu) Datenschutzhinweis Ihr Beitrag wird vor der Veröffentlichung von der Redaktion auf anstößige Inhalte überprüft. Wir verarbeiten und nutzen Ihren Namen und Ihren Kommentar ausschließlich für die Anzeige Ihres Beitrags. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht, sondern lediglich für eventuelle Rückfragen an Sie im Rahmen der Freischaltung Ihres Kommentars verwendet. Die E-Mail-Adresse wird nach 60 Tagen gelöscht und maximal vier Wochen später aus dem Backup entfernt. Allgemeine Informationen zur Datenverarbeitung und zu Ihren Betroffenenrechten und Beschwerdemöglichkeiten finden Sie unter https://www.aok.de/pp/datenschutzrechte. Bei Fragen wenden Sie sich an den AOK-Bundesverband, Rosenthaler Str. 31, 10178 Berlin oder an unseren Datenschutzbeauftragten über das Kontaktformular.

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