Wichtig für alle Eltern: Regierung plant fünf Kinderkrankentage weniger ab 2027
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Berlin – Erkrankt das eigene Kind, können Eltern bisher bis zu 15 Kinderkrankentage bei ihrem Arbeitgeber beantragen. Ab dem kommenden Jahr soll damit Schluss sein! Das kündigte Gesundheitsminister Carsten Linnemann (49, CDU) jetzt im Bundestag an. Demnach soll die Zahl der maximal möglichen Kinderkrankentage um fünf sinken – auf dann nur noch zehn. Der Minister beruft sich dabei auf die Vor-Corona-Zeit. In seiner Rede betonte Linnemann : Die Zahl der Kinderkrankentage sei während der Corona-Pandemie erhöht worden. Diese „Sonderregeln“ müssten nun wieder zurückgenommen werden. Im kommenden Jahr werde es daher zehn Krankentage pro Kind und Elternteil geben, sagte Linnemann. „Das hatten wir auch in den ganzen Jahren vor Corona.“ Hintergrund: Arbeitnehmern mit Kind steht derzeit an 15 Arbeitstagen pro Jahr ein Kinderkrankengeld zu, das die gesetzliche Krankenkasse ausbezahlt.
Voraussetzung dafür ist, dass Mutter oder Vater ein erkranktes Kind unter zwölf Jahren betreuen müssen. Bei Alleinerziehenden sind es derzeit sogar bis zu 30 Tage pro Kind. Für Eltern mit mehreren Kindern summieren sich die Tage auf maximal 35 im Jahr, bei Alleinerziehenden auf 70. Die Krankenkassen zahlen dabei regulär 90 Prozent des ausgefallenen Nettogehalts . Der Arbeitgeber muss die Tage entsprechend freigeben.
Alte Regelung gilt bis 31. Dezember
Die aktuelle Regelung gilt bis Jahresende. Wird sie – wie geplant – nicht verlängert, liegt die Zahl der Kinderkrankentage 2027 wie früher bei zehn Tagen im Jahr pro Kind, für Alleinerziehende sind es 20 Tage.
Die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) hat es sich zum Ziel gesetzt, die Zahl der Krankheitstage in Deutschland zu reduzieren. Sie sei im internationalen Vergleich zu hoch. So stand auch bereits die Krankmeldung ohne Attest im Visier. Künftig sollen Arbeitnehmer bereits am ersten Tag eine Krankschreibung vom Arzt vorlegen müssen.