DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -0,12 % 64.534,73 Pkt 06:04:05 Gold +0,55 % 4.093,00 USD 06:09:02 Silber +1,08 % 59,54 USD 06:08:27 Brent -4,57 % 92,36 USD 06:06:41 WTI -4,81 % 85,01 USD 06:09:02 Bitcoin +0,01 % 65.341,01 USD 06:19:01 EUR/USD +0,27 % 1,14080 USD 06:18:23 EUR/GBP -0,07 % 0,85400 GBP 06:19:05 EUR/CHF 0,00 % 0,92930 CHF 06:19:05 EUR/JPY +0,07 % 186,526 JPY 06:19:05

Wie gefährlich ist der "Drip-Spa"-Trend?

Gesundheit

Zusammengefasst Influencer und Prominente bewerben "Drip-Spa"-Infusionen als Wundermittel für Gesundheit und Schönheit, obwohl kein Nachweis für Sicherheit oder Wirksamkeit besteht. Behörden wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte warnen vor gesundheitlichen Risiken wie Hypervitaminosen, allergischen Reaktionen und Kreislaufproblemen. Ärzte und Fachgesellschaften kritisieren "Drip Bars" als teure Wellness-Anwendungen ohne medizinischen Nutzen und raten bei Vitaminmangel zu ärztlicher Abklärung statt Infusionsangeboten. Unser Artikel wurde mit KI für Sie zusammengefasst. → Mehr Infos Mehr anzeigen Weniger anzeigen Inhaltsverzeichnis Was ist unter "Drip-Spa"-Infusionen zu verstehen? Was sollen sie bewirken? Warum wird vor "Drip-Spa"-Infusionen gewarnt? Welche Komplikationen können auftreten? Welche Kritik gibt es außerdem an dem Trend? Was kosten die Anwendungen? Was sollte man beim Verdacht auf einen Vitamin- oder Nährstoffmangel tun? Gesünder, leistungsfähiger, frischer und schöner: Vitamine und Mineralstoffe direkt in die Blutbahn sollen dafür sorgen – so werden sogenannte "Drip-Spa"- oder "Longevity"-Infusionen angepriesen. Ärzte warnen eindringlich vor dem Trend: Neben hohen Kosten bergen sie gesundheitliche Risiken. Was ist unter "Drip-Spa"-Infusionen zu verstehen? Der Begriff leitet sich von "Drip" – englisch für Tropfen beziehungsweise Infusion – und "Spa" für "Wellness" ab. "Dabei werden Infusionslösungen mit hoch dosierten Vitaminen, Mineralstoffen und weiteren Substanzen intravenös verabreicht", erklärt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Vitamin- oder Mineralstoff-Booster werden in sogenannten "Drip Bars" verabreicht, aber auch manche Ärzte oder Heilpraktiker bieten sie an. Was sollen sie bewirken? "Drip-Spa"-Infusionen werden laut dem Bundesinstitut etwa mit Versprechen wie der Stärkung des Immunsystems, einer Verbesserung des Hautbildes, der Leistungsfähigkeit, des Wohlbefindens oder der Unterstützung der Leberfunktion beworben. Wer den Begriff "Drip Spa" in eine Internetsuche eingibt, bekommt zum Beispiel maßgeschneiderte "Vitamin- und Mineralstoff-Booster" angezeigt, die angeblich auch bei Erkrankungen wie Covid-19 die Genesung unterstützen und beschleunigen sollen. Je nachdem, was der Kunde wünscht, entstünden Cocktails aus Vitamin C oder B12, Kochsalzlösung, Elektrolyten oder anderen Nährstoffen – zum Beispiel als "Beauty-Infusionen", beschreibt die Krankenkasse AOK auf ihrer Internetseite. Auch "Detox"-Drips zur Entgiftung oder "Hangover"-Drips, die nach einer durchzechten Nacht wieder fit machen sollen, sind im Angebot. Anbieter greifen zudem den "Longevity"-Trend auf: Der Begriff bedeutet aus dem Englischen übersetzt Langlebigkeit. Es geht darum, den Alterungsprozess zu verlangsamen, vor allem aber darum, möglichst lange fit und gesund zu bleiben. In den vergangenen Jahren sei Longevity zu einem Lifestyle-Schlagwort geworden und habe einen Boom auf dem Markt für Nahrungsergänzungsmittel ausgelöst, betont die AOK. Warum wird vor "Drip-Spa"-Infusionen gewarnt? Laut dem BfArM sind die Infusionslösungen in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen. Und: Ein behördlicher Nachweis, dass sie sicher und unbedenklich sind, fehle. "Während bei Arzneimitteln zur Infusion die Hersteller nachweisbare Qualitätsstandards erfüllen müssen, sind bei Infusionslösungen, die nicht als Arzneimittel zugelassen sind, die Qualität und Sicherheit der Produkte im Sinne des Arzneimittelgesetzes nicht belegt", betont das Bundesinstitut in seiner Warnung. Auch die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) warnte bereits im vergangenen Jahr davor – die Infusionen seien "teure Wellness-Anwendungen unter medizinischem Deckmantel". "Aus medizinischer Perspektive handelt es sich bei den teils sehr hochpreisigen Infusionen um reine Geldmacherei ohne nachgewiesenen gesundheitlichen Nutzen", sagte der Vorsitzende der medizinischen Fachgesellschaft und Direktor der Klinik für Nephrologie und Dialyseverfahren am Klinikum Lüdenscheid, Jan Galle. Welche Komplikationen können auftreten? Besonders für Menschen mit Vorerkrankungen könne das gefährlich werden. Das BfArM warnt unter anderem vor einer Überdosierung von Vitaminen, sogenannten Hypervitaminosen. Auch eine Überlastung des Kreislaufs und Störungen des Elektrolythaushalts seien möglich. "Zusätzlich besteht das Risiko allergischer Reaktionen auf die nicht immer deklarierten verabreichten Substanzen, die in schweren Fällen auch zu einem anaphylaktischen Schock führen können", warnt das Bundesinstitut. Wie bei allen Infusionen kann eine unsachgemäße Handhabung der Drip-Infusionen zu einem Austritt der Infusionslösung ins Gewebe, Luftembolien und Kreislaufproblemen durch zu schnelle Flüssigkeitszufuhr führen. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Menschen mit Nierenschädigungen sollten unbedingt von solchen Lifestyle-Infusionen Abstand nehmen, da es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen könne, warnt Nierenspezialist Galle in der Mitteilung der Fachgesellschaft. Bei einer Überdosierung von Vitamin C produziere der Körper zudem mehr Oxalate, beschreibt die AOK. In hoher Konzentration seien sie giftig und reduzierten die Aufnahme wichtiger Nährstoffe wie Calcium, Eisen und Magnesium. Und: Zu viel Oxalat erhöhe das Risiko für Nierensteine. Weitere Risiken: Eine übermäßige Zufuhr von Kalium könne lebensgefährliche Herzrhythmusstörungen auslösen, zu viel Magnesium eine Muskelschwäche verursachen. Werde der Natriumspiegel durch eine "Drip-Bar"-Infusionstherapie manipuliert, beispielsweise mit isotonischer Kochsalzlösung, könne das zu einer Verschiebung des Hirngewebes weg von seiner normalen Position (Hirnhernie) oder zu einem Schlaganfall führen, warnt die AOK. Und: "Wie bei allen Infusionen kann eine unsachgemäße Handhabung der Drip-Infusionen zu einem Austritt der Infusionslösung ins Gewebe, Luftembolien und Kreislaufproblemen durch zu schnelle Flüssigkeitszufuhr führen", betonen die BfArM-Experten. Welche Kritik gibt es außerdem an dem Trend? "Eine Drip Bar hat nichts mit einem Krankenhaus oder einer Arztpraxis zu tun", warnt die AOK. "Genau das könnte man im ersten Moment allerdings annehmen." Intravenöse Therapien seien grundsätzlich etablierte medizinische Verfahren, etwa zur Behandlung schwerer Erkrankungen, Dehydratation (Austrocknung) oder nachgewiesener Mangelzustände. Der Einsatz erfolge dabei unter ärztlicher Kontrolle und auf Basis klarer Indikationen. "Drip Bars dagegen richten sich häufig an gesunde Menschen, die sich von den Infusionen mehr Wohlbefinden oder einen Anti-Aging-Effekt versprechen", so die DGIM. "Hinzu kommt, dass Drip Bars nicht zwingend von Ärzten betrieben werden müssen." In Deutschland dürfen nicht nur Ärzte, sondern auch Heilpraktiker Vitamin-Infusionen verabreichen – sofern keine apotheken- oder verschreibungspflichtigen Medikamente verwendet werden. Das heißt: "Drip Bars" müssen nicht zwangsläufig unter medizinischer Aufsicht betrieben werden. "Ein Mangel an fachlicher Kompetenz kann das Risiko für Fehldosierungen und unerwünschte Wechselwirkungen mit Medikamenten erhöhen", betont die Krankenkasse BKK firmus. Was kosten die Anwendungen? Das hängt von der Zusammensetzung der Infusion, aber oft auch von dem Ambiente der "Drip Bar" oder dem "Drip Spa" ab. Sie variieren von circa 60 oder 100 Euro bis etwa 160 Euro pro Anwendung, wie eine Internetrecherche zeigt. Für ein ganzes Paket mit mehreren Infusionen können so einige Hundert Euro zusammenkommen, die man selbst bezahlt. Was sollte man beim Verdacht auf einen Vitamin- oder Nährstoffmangel tun? "Für gesunde Menschen ist eine ausgewogene Ernährung in der Regel ausreichend, um den Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen zu decken", betont die medizinische Fachgesellschaft und rät: Ein möglicher Mangel sollte ärztlich abgeklärt werden, statt eigenständig Infusionsangebote aus dem Wellnessbereich zu nutzen. Welche Risikogruppen wird laut Expertinnen und Experten geraten, Nahrungsergänzungsmittel gezielt einzunehmen – und welche Rolle spielt dabei Vitamin B12? Expertinnen und Experten empfehlen Nahrungsergänzungsmittel gezielt für Schwangere (Folsäure), Hochbetagte (Vitamin D) oder Veganer (Vitamin B12), da sonst Mangel auftreten kann. Quellen Im Trend, aber bedenklich Experten warnen vor Nahrungsergänzungsmitteln Vitamine, Mineralstoffe, Mittel für Schönheit von innen - die Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln versprechen oft wohltuende Wirkungen. Doch Verbraucherschützer raten zur Vorsicht. Wie werden unzulässige Gesundheitsversprechen beim Verkauf von Nahrungsergänzungsmitteln im Internet beurteilt und welche Probleme entstehen dabei im Online-Direktvertrieb? Im Internet und Direktvertrieb werden häufig unzulässige Gesundheitsversprechen gemacht. Viele Anbieter sitzen im Ausland, es gibt oft kein Impressum und die Rechtsdurchsetzung ist problematisch. Quellen Verstärkter Boom in Pandemie Vitaminpräparate: „teurer Urin“ oder sogar schädlich? In der Corona-Pandemie ist der ohnehin große Absatz von Vitaminen in Pulver- oder Pillenform nochmals gestiegen. Etwa jeder Dritte in Deutschland nimmt regelmäßig solche Produkte ein. Experten warnen: Die ... Gibt es wissenschaftliche Belege dafür, dass die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten vor einer Corona-Infektion schützt? Das Bundesinstitut für Risikobewertung und das Robert Koch-Institut betonen, dass keine Studien bekannt sind, die einen Schutz vor Corona durch Vitamin-D-Präparate belegen. Quellen Verstärkter Boom in Pandemie Vitaminpräparate: „teurer Urin“ oder sogar schädlich? In der Corona-Pandemie ist der ohnehin große Absatz von Vitaminen in Pulver- oder Pillenform nochmals gestiegen. Etwa jeder Dritte in Deutschland nimmt regelmäßig solche Produkte ein. Experten warnen: Die ... Diese Fragen und Antworten wurden mit KI basierend auf unseren Artikeln erstellt. → Mehr Infos Zur Startseite Foto: Sebastian Gollnow/dpa

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