DAX +1,62 % 25.590,77 Pkt 18:00:00 MDAX +2,07 % 30.495,47 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.164,69 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,33 % 52.386,13 Pkt 20:59:36 S&P 500 +1,30 % 7.722,69 Pkt 20:59:33 Nasdaq +1,99 % 26.471,63 Pkt 20:59:34 Nikkei +1,73 % 63.268,37 Pkt 07:45:03 Gold +0,91 % 4.075,20 USD 20:49:16 Silber +0,73 % 54,51 USD 20:49:16 Brent -5,47 % 109,48 USD 20:49:34 WTI -1,85 % 99,88 USD 20:49:34 Bitcoin +0,88 % 80.713,18 USD 20:59:34 EUR/USD -0,70 % 1,11400 USD 20:58:46 EUR/GBP -0,26 % 0,83630 GBP 20:59:35 EUR/CHF -0,15 % 0,92270 CHF 20:59:35 EUR/JPY -0,03 % 175,866 JPY 20:59:35

Wie KI Bilder aus Gehirnscans rekonstruiert

Wissenschaft

Ein neues KI-Tool kann allein durch die Analyse von Gehirnscans erraten, was man gerade betrachtet. Darauf basierend erzeugt es dann das passende Bild mit bemerkenswerter Präzision. Es funktioniert auch umgekehrt: Das Tool kann die Gehirnaktivität einer Person anhand dessen vorhersagen, was sie gerade betrachtet.

Das Tool stammt von Michal Irani, sie hat es gemeinsam mit ihren Kolleg:innen am Weizmann Institute for Science in Rehovot, Israel, entwickelt. Vorgestellt hat sie das „Universal brain encoder“ genannte Tool im vergangenen Monat auf der „Cognitive Computational Neuroscience“-Konferenz in New York. Der Encoder soll letztendlich mehr Aufschluss über die Funktionsweise des Gehirns geben. Die Hoffnung ist, dass er vielleicht dazu beitragen könnte, Menschen mit Locked-in-Syndrom bei der Kommunikation zu helfen oder es Wissenschaftler:innen zu ermöglichen, den Inhalt von Träumen nachzubilden.

Die Neuroethikerin Judy Illes von der University of British Columbia in Kanada, die nicht an der Forschung beteiligt war, bezeichnet die Arbeit als „großartig“. „Die Idee, [diesen Ansatz] therapeutisch einzusetzen, um Menschen mit neurologischen Erkrankungen zu helfen …, ist unglaublich spannend“, sagt sie.

Andere Wissenschaftler:innen warnen jedoch davor, dass ein ähnlicher Ansatz dazu genutzt werden könnte, die inneren Gedanken und mentalen Bilder von Menschen offenzulegen – möglicherweise ohne deren Einwilligung. „Die Ergebnisse scheinen sehr beeindruckend zu sein“, urteilt der Neurowissenschaftler Tommy Sprague von der University of California in Santa Barbara. „Aber wenn es eine Möglichkeit gibt, heimlich Informationen darüber zu gewinnen, worüber man gerade nachdenkt, dann … könnten 150 Jahre Science-Fiction jederzeit Wirklichkeit werden, und das ist in vielerlei Hinsicht beunruhigend.“

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