Wie Kicker ticken: So profitieren die Hertha
B.Z. erklärt, worum es dabei genau geht und wie Herthas Profis und der Coach davon profitieren. Jeder Spieler muss spannende Tests absolvieren Im Vorfeld der Saison muss jeder Kicker spannende Themenfelder bearbeiten. Es geht viel um kognitive Wahrnehmungen, Messungen von Reaktionsschnelligkeit auf optische oder akustische Reize, Entscheidungsfindungen unter Zeitdruck. Der Profi erfährt so selbst mehr über sein Persönlichkeitsprofil, seine Motivationskerne und sein Stressprofil. Welche innere Haltung oder Werte (Fairness, Teamgedanke) hat er? Lässt unter Dauerdruck die Konzentration nach oder behält der Spieler die Kontrolle? Ist er vorsichtig oder risikobereit? Spannende Daten – auch für den Klub. Schwächen erkennen Es geht um die Erstellung von Persönlichkeits-, Motivations- und Stressprofilen. Die Tests dienen dazu, die Kicker besser kennenzulernen. So kann an Schwächen durch individualisierbares Coaching gearbeitet werden. Auch Trainer Leitl können die Daten über seine Spieler helfen. Bei möglichen Problemen oder Kopfblockaden des Profis weiß er, wie der Akteur tickt und wie er ihn am besten anpacken und motivieren kann. Die Tür von Isringhausen steht über die gesamte Saison für alle offen – dazu zählen auch Trainerteam, Mitarbeiter und Bosse. Kognitive Testungen können intensiv in die Trainingssteuerung integriert werden. Isringhausen wurde im Sommer 2022 zu Hertha geholt. Zusammen mit Sportpsychologin Selina Koch (von 2021 bis 2024 bei Hertha) arbeiteten sie zunächst im Berliner Nachwuchs mit dem Wiener Testsystem (WTS). Das ist ein Testsystem für die computergestützte psychologische Diagnostik. Auch der DFB und die TSG Hoffenheim arbeiteten bereits erfolgreich damit.