Wie Luftverschmutzung unseren Augen zusetzen kann
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Die Luftverschmutzung erhöht laut einer Studie das Risiko für Grünen und Grauen Star.
Hitzewellen, Waldbrände und Abgase können die Luftqualität deutlich verschlechtern und damit auch unsere Gesundheit belasten. Neue Forschungen zeigen: Schadstoffe in der Luft können auch den Augen zusetzen und das Risiko für Sehstörungen erhöhen.
Die Luft, die wir täglich einatmen, kann mehr als nur unsere Atemwege belasten: Zunehmend zeigt sich, dass sie auch unseren Augen zusetzt. Besonders Feinstaub aus Abgasen und Industrie steht im Verdacht, das Risiko für Augenerkrankungen zu erhöhen. Und die Belastung wächst, denn auch Hitzewellen und Waldbrände tragen zunehmend zur Luftverschmutzung bei.
Winzige Partikel, große Wirkung
Saubere Luft ist längst keine Selbstverständlichkeit mehr. In weiten Teilen der Welt liegt die Luftverschmutzung deutlich über den von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Grenzwerten – mit erheblichen Folgen, wie "Bild der Wissenschaft" berichtet.
Als besonders problematisch gilt Feinstaub mit einer Partikelgröße von weniger als 2,5 Mikrometern (PM2.5). Die winzigen Partikel sind so klein, dass sie tief in die Atemwege eindringen und dort nicht nur die Lunge, sondern auch das Herz-Kreislauf-System schädigen können.
Auch die Augen sind betroffen
Doch damit leider nicht genug: Wie Ahmed Alnabihi vom King Khaled Eye Specialist Hospital and Research Center in Riad, Saudi-Arabien, gemeinsam mit seinem Team in mehreren Studien zeigte, sind auch unsere Augen betroffen. Die Forscher:innen werteten dafür Daten von Millionen Menschen aus Ostasien und Großbritannien aus und suchten nach Zusammenhängen zwischen verschmutzter Luft und Augenkrankheiten.
Das Ergebnis war eindeutig: Die Luftverschmutzung erhöht das Risiko für einen Grünen und einen Grauen Star. Menschen, die in besonders stark verschmutzten Gebieten leben, haben im Vergleich zu jenen in sauberer Luft zum Beispiel ein um bis zu 70 Prozent höheres Risiko, einen Grünen Star zu entwickeln.
Besonders der bereits genannte Feinstaub begünstigt diese negativen Folgen. Die winzigen Partikel aus Rauch, Fahrzeugabgasen und Industrieemissionen sind laut Alnabihi klein genug, um tief in unsere Körper einzudringen. Tun sie dies, können sie Entzündungen und oxidativen Stress auslösen. Bei jahrelanger Belastung können diese Prozesse dann unseren Sehnerv schädigen, ein zentraler Faktor beim Grünen Star, oder unsere Augenlinse angreifen, was wiederum den Grauen Star begünstigt.
Auch Hitzewellen und Waldbrände beteiligt
Die Belastung durch Luftschadstoffe nimmt jedoch nicht nur durch Verkehr und Industrie zu. Auch der Klimawandel selbst trägt zunehmend zur Luftverschmutzung bei: So verschlechtern zusätzlich Waldbrände sowie deren toxischer Rauch die Luftqualität. Die feinen Partikel aus dem Rauch gelangen dann tief in unsere Lunge und unseren Blutkreislauf und erhöhen dadurch unter anderem das Risiko für Herzinfarkte, Herzrhythmusstörungen, Schlaganfälle und Lungenembolien.
Mehr Informationen, wieso das für uns gefährlich werden kann, bekommst du hier:
Gesundheitsrisiko Waldbrand: Darum kann der Rauch für Menschen so gefährlich werden
Gleichzeitig fördern hohe Temperaturen die Bildung von bodennahem Ozon, einem Reizgas, das Atemwege, Landwirtschaft und Ökosysteme schädigt, wie "Spektrum.de" berichtet.
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