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"Wie vor der Wende": Bremer CDU-Landeschef kritisiert Friedrich Merz

Nation

"Wie vor der Wende" CDU-Landeschef legt gegen Merz nach Von afp 04.08.2026 - 10:01 UhrLesedauer: 2 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Der Unmut über Friedrich Merz in den eigenen Reihen hält an. Nun legt der Bremer CDU-Chef Strohmann nach und wählt einen gewagten Vergleich. Der Bremer CDU-Landesvorsitzende Heiko Strohmann hat Parteichef Friedrich Merz in scharfen Worten für seinen Umgang mit den ostdeutschen Landesverbänden kritisiert. "Unter Friedrich Merz fühlt sich die CDU manchmal an wie eine Partei vor der Wende", sagte Strohmann dem "Focus". "Friedrich Merz führt die Partei mit der Brille eines Sauerländers und ist in der alten Bundesrepublik verhaftet." Die Union habe aber einen gesamtdeutschen Anspruch. Strohmann kam 1968 in der DDR-Hafenstadt Rostock zur Welt, seit seiner Ausbürgerung durch das SED-Regime lebt er in Bremen. Strohmann hatte sich bereits vor einer Woche in einer internen Sitzung des CDU-Bundesvorstands kritisch gegenüber dem Bundeskanzler geäußert. "Es ging mir nicht darum, Friedrich Merz in den Senkel zu stellen, auch wenn er das vielleicht so verstanden hat", betonte Strohmann nun. "Mich stört, wie wir in der CDU mit den ostdeutschen Landesverbänden umgehen, die vor schwierigen Wahlen stehen und sich regelmäßig onkelhaft erklären lassen müssen, wie es besser geht." Nun legte Strohmann gegen CDU-Chef und Kanzler Merz nach. Dabei habe der durchaus eine historische Chance, sagte Strohmann. "Als Bundeskanzler, der in gewisser Weise die alte westdeutsche Bundesrepublik personifiziert, könnte er auf viele Ostdeutsche zugehen und sagen: Ich weiß, wie ihr über uns, wie ihr über mich denkt. Ich möchte euch besser verstehen, und vielleicht könnt ihr dann auch mich besser verstehen." Im Video | Schicksalsschläge prägen das Leben von Merz Player wird geladen Merz steht wegen seines Führungsstils in der Kritik. Neben handwerklichen Fehlern in der Kommunikation werden ihm mangelnde Führungssensibilität vorgehalten, etwa im Umgang mit der Entlassung von Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU). Dessen Bruder Gordon Schnieder ist erst seit Kurzem neuer CDU-Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz und – kaum im Amt – durch Merz’ Personalrochaden mittelbar beschädigt.

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