„Wie weit wird Putin gehen?“: Trump-Vertraute schlägt Atom-Alarm
Startseite Politik „Wie weit wird Putin gehen?“: Trump-Vertraute schlägt Atom-Alarm Von: Lukas Richter Uns auf Google folgen MAGA-Aktivistin Laura Loomer warnt nach ihrer Ukraine-Reise vor Putins Eskalation. Washington – Eine enge Verbündete von US-Präsident Donald Trump rechnet überraschend mit Russland ab. Die rechte Aktivistin Laura Loomer zeigte sich entsetzt über Berichte, die eine kirchliche Segnung russischer Atomwaffen melden. „Wie weit wird Putin gehen?“, schrieb sie am Donnerstag (6. August) auf X und warnte vor einer weiteren Eskalation des Krieges. Content-Partnerschaft Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de. Loomer bezog sich auf einen Artikel der britischen Zeitung The Times. Demnach segnete das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Kirill, russische Atomwaffen. Das nukleare Arsenal bezeichnete er als „Schutzschild für das Vaterland“. Der Ton markiert einen deutlichen Bruch mit Loomers früheren Aussagen. Noch vor wenigen Monaten hatte sie wenig Interesse am Schicksal der Ukraine gezeigt und amerikanische Politiker, die Kiew unterstützten, als Verräter bezeichnet. Nach einer Reise in das angegriffene Land änderte sie jedoch ihre Haltung grundlegend, wie die US-Zeitung Washington Examiner berichtet. Ukraine-Reise verändert Loomers Haltung Loomer erlebte während ihres Besuchs im Juli erstmals selbst einen Luftalarm. Dadurch habe sie verstanden, womit die Menschen in der Ukraine seit dem russischen Angriff täglich leben müssten. Sie erklärte später, russische Propaganda habe ihre frühere Sicht auf den Krieg geprägt. „Alles, was man mir über die Ukraine erzählt hatte, war eine Lüge“, sagte Loomer am Mittwoch im rechtskonservativen Podcast „Dangerous Liberty“. Sie habe jahrelang geglaubt, die Ukraine sei ein von Nationalsozialisten beherrschtes Land. Auch die russische Begründung, das Nachbarland müsse „entnazifiziert“ werden, habe sie übernommen. Bei ihrer Reise sprach Loomer nach eigener Darstellung mit ukrainischen Regierungsvertretern und Soldaten. Sie besuchte zudem Archive und beschäftigte sich mit russischen Desinformationskampagnen. Danach sei ihr klar geworden, „wie falsch ich lag und wie falsch viele Konservative heute noch bei der Ukraine liegen“. Die Aktivistin räumte ein, früher öffentlich erklärt zu haben, ihr sei gleichgültig, ob der russische Präsident Wladimir Putin die Ukraine übernehme. Auch das Schicksal des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj habe sie nicht interessiert. Damals habe sie vor allem die hohen amerikanischen Ausgaben für Kiew kritisiert. Bruch mit Teilen des MAGA-Lagers Loomers Kurswechsel stößt in ihrem bisherigen politischen Umfeld auf Widerstand. Nach ihren Angaben griffen sie unter anderem der frühere Trump-Berater Roger Stone, der Verschwörungsideologe Alex Jones und der frühere Fox-Moderator Tucker Carlson wegen ihrer neuen Position an. Trotzdem bleibt Loomer bei ihrer Kritik an Moskau. Sollte Russland die Ukraine vollständig erobern, drohten ihrer Ansicht nach weitere Angriffe in Europa. Die Unterstützung Kiews sei deshalb nicht nur eine parteipolitische Frage, sondern betreffe auch die nationale Sicherheit der USA. Loomers Kontakt zu Trump Loomer gilt als enge Verbündete von US-Präsident Donald Trump. Sie tritt regelmäßig in dessen Anwesen Mar-a-Lago auf und begleitet politische Veranstaltungen. Zugleich verbreitete sie in der Vergangenheit zahlreiche Verschwörungstheorien. Sie bezeichnet sich selbst als investigative Journalistin und fiel zuletzt verstärkt mit islamkritischen Aussagen auf.