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Wieder Unwetter in Niedersachsen: Deutscher Wetterdienst warnt

Nation

Stand: 14.07.2026 17:10 Uhr In Niedersachsen kommt es aktuell vor allem im Süden zu Unwettern. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor schweren Gewittern mit heftigem Starkregen und Hagel. Die Warnung gilt laut DWD bis in den frühen Abend unter anderem für Northeim, Salzgitter, Wolfenbüttel, Braunschweig und Peine. Es kann heftiger Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 25 und 40 Litern pro Quadratmetern auftreten. Auch schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 90 Kilometer pro Stunde seien möglich. 1.000 Unwetter-Einsätze im Raum Hannover Montagabend und in der Nacht zu Dienstag hatten Unwetter in Niedersachsen für zahlreiche Schäden gesorgt. Allein in der Stadt und Region Hannover rückte die Feuerwehr bis zum frühen Dienstagmorgen zu rund 1.000 wetterbedingten Einsätzen aus. 2.300 Notrufe seien in diesem Zeitraum eingegangen, zwischenzeitlich seien die Notrufleitungen überlastet gewesen, teilte ein Sprecher mit. Zahlreiche Keller, Aufzugschächte, Tiefgaragen und Straßen waren überflutet, Autos blieben stecken. In Sarstedt war eine Frau durch die Wassermassen in ihrem Keller eingeschlossen. Feuerwehrleute befreiten sie, sie kam ins Krankenhaus. Vollgelaufene Keller, verlorene Kennzeichen Die Feuerwehr Hannover war nach Angaben eines Sprechers mit rund 300 Einsatzkräften pausenlos im Einsatz und arbeitete bis Dienstagmittag noch Einsätze ab. Der Flughafen Langenhagen musste nach Angaben eines Sprechers am Montagabend aus Sicherheitsgründen die Abfertigung für rund eine Stunde einstellen. Als Folge des Unwetters meldet die Polizei Hannover außerdem einen Einsatz wegen verlorener Autokennzeichen: Bis 7 Uhr seien am Dienstag bereits rund 50 Kennzeichen abgegeben worden, die offenbar in den Wassermassen verloren gegangen waren. Laut Polizei gab es zudem außergewöhnlich viele Fehlalarme an Gebäuden - diese seien mutmaßlich durch das Unwetter ausgelöst worden. Hagel beschädigt Dächer und Autos Aus Sarstedt berichtet die Feuerwehr von drei bis vier Zentimeter großen Hagelkörnern, die Überdachungen beschädigt haben. Auch in Heidenau, einem Ortsteil der Samtgemeinde Tostedt (Landkreis Harburg), hat es am Montagabend einen massiven Hagelschauer gegeben, die Feuerwehr spricht von einem "sehr starken lokalen Ereignis". Die großen Hagelkörner zertrümmerten unter anderem die Scheiben von Autos und schlugen Dellen in den Lack. Auch Dutzende Dächer seien beschädigt worden, sagte ein Feuerwehrsprecher. "Ich wohne jetzt 18 Jahre in Heidenau, ich habe so was noch nie erlebt, so ein Chaos", berichtete eine Anwohnerin. Blitzeinschlag beeinträchtigt Bahnverkehr Für Probleme im Bahnverkehr sorgte ein Blitz, der am Dienstagmorgen in ein Stellwerk bei Bad Bevensen einschlug. Auf der Strecke Uelzen - Hamburg gab es am Vormittag Verspätungen, Teilausfälle und Ausfälle, die sich auch auf die Strecke Uelzen - Braunschweig auswirkten, teilt das Eisenbahnunternehmen metronom mit. In Langwedel (Landkreis Verden) geriet eine Scheune in Brand, laut Zeugen nach einem Blitzeinschlag. Fünf Menschen wurden durch Rauchgase leicht verletzt. Auch in Bruchhausen-Vilsen im Landkreis Diepholz schlug ein Blitz in eine Scheune ein und setzte sie in Brand. Bäume stürzen um, Keller unter Wasser Für die Region um Göttingen und Braunschweig meldete die Polizei mehrere umgestürzte Bäume, in Northeim stürzte den Angaben zufolge ein Baum auf ein Gemeindehaus. Im Heidekreis liefen nach Angaben eines Feuerwehrsprechers mehrere Keller voll. Auch Celle meldete Starkregen, mehrere Kellerzugänge und eine Straße standen unter Wasser. In einer Tiefgarage stand das Wasser nach Angaben der Feuerwehr stellenweise bis zu 30 Zentimeter hoch.

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