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Williams-Krise: Selbst Aston Martin jetzt "in einer ganz anderen Liga"

Sport

(Motorsport-Total.com) - Die Williams-Krise setzt sich auch nach dem Ende der Formel-1-Sommerpause fort. "Wir befinden uns ziemlich genau dort, wo wir es erwartet hatten, nämlich weit hinten", resümiert Carlos Sainz nach dem Großen Preis der Niederlande, den Williams auf den letzten beiden Plätzen beendete.

Zwar sind die Positionen 16 und 17 nicht ganz repräsentativ, weil Sainz und Teamkollege Alexander Albon kurz vor Rennende kollidierten. Doch auch ohne den Zwischenfall hätte Williams wieder einmal keine Punkte geholt - zum inzwischen sechsten Mal in Folge.

"Uns fehlt die Pace am Auto", gesteht Teamchef James Vowles und betont: "Wir müssen dafür sorgen, dass wir das Auto effizient und schnell leistungsfähiger machen. Doch das wird erst in einigen Rennen der Fall sein." Denn die "B-Version" des Williams FW48 soll erst in Baku kommen.

Heißt: Die letzten beiden Europarennen in Monza und Madrid muss das Team noch mit dem aktuellen Paket bestreiten. Und laut Sainz wird man so kaum Chancen auf ein Top-10-Ergebnis haben. "Im Moment sind wir nur schneller als Cadillac", stellt der Spanier klar.

Selbst Aston Martin sei durch seine jüngsten Updates in der Hackordnung an Williams vorbeigezogen. "Man hat gesehen, wie schnell die Astons im Rennen waren. Sie spielen jetzt in einer ganz anderen Liga. Deshalb konnten wir nicht mit ihnen mithalten", so Sainz.

"Eigentlich konnten wir mit niemandem mithalten", stellt er klar und betont gleichzeitig, dass das auch keine Überraschung gewesen sei. "Wenn man sich die letzten fünf Rennen ansieht, dann ist das genau die Position, in der wir in den letzten fünf Rennen waren", so Sainz.

Zandvoort war für Williams also kein negativer Ausreißer, sondern lediglich eine Fortsetzung der Krise, die bereits vor der Sommerpause begonnen hatte. Zum bislang letzten Mal punktete Williams beim Monaco-Grand-Prix Anfang Juni. Das ist mittlerweile fast drei Monate her.

Immerhin: Das nächste Rennen findet in Monza statt, und der Kurs dort war für Williams "immer eine gute Strecke", erinnert sich Albon. Tatsächlich fuhrt man dort seit 2021 in jedem Jahr in die Punkte. "Wir haben die beste Antriebseinheit im Starterfeld, das sollte uns helfen", so Albon.

"Aber ich rechne nicht mit Punkten", stellt er auch klar. Denn selbst auf vergleichsweise guten Strecken für das Auto sind im aktuellen Williams unter normalen Umständen wohl keine Top-10-Resultate möglich.

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