Wimbledon: Hurkacz gibt auf! Struff steht im Viertelfinale
Jan-Lennard Struff hat zum ersten Mal das Viertelfinale beim Rasenklassiker in Wimbledon erreicht. Der Warsteiner gewann sein Achtelfinal-Match gegen den Polen Huber Hurkacz, nachdem dieser verletzt aufgeben musste.
Die Partie war beim Stand von 3:6, 6:7 (5:7), 7:6 (7:2), 7:5 und 4:2 aus Sicht des Deutschen vorzeitig beendet. "Dass das Spiel so endet, ist natürlich bitter. Alles Gute für Hubi. Er ist einer der nettesten Spieler auf der Tour", sagte Struff, der sich nur bedingt freuen konnte. In seinem ersten Grand-Slam-Viertelfinale trifft der Routinier am Dienstag (07.07.2026) auf den Titelverteidiger, Top-Favoriten und Weltranglisten-Spitzenreiter Jannik Sinner.
Das Duell zweier starker Aufschläger
Dabei hatte der 36-Jährige erneut gut gespielt. Es war das erwartete Match zweier starker Aufschläger, das zunächst in Richtung des Polen ausschlug. Während Hurkacz im ersten Satz 25 seiner 30 ersten Aufschläge ins Feld ballerte, waren es bei Struff nur 13 von 24. Klare Sache für den 29-Jährigen, der sich gleich zu Beginn des Satzes das Break sicherte und dem Warsteiner keine Chance zum Kontern ließ.
Umgekehrte Vorzeichen dann im zweiten Satz: Nun prügelte Struff die ersten Aufschläge links und rechts ins Feld, dem Polen fehlte die Genauigkeit. Anders als Hurkacz ließ der Warsteiner seine Breakmöglichkeiten aber liegen und verlor dann auch noch den Tiebreak.
Struff darf man nie abschreiben
Wenn man aber eins gelernt hat bei diesem Turnier, dann dass man Jan-Lennard Struff niemals abschreiben sollte. Satz drei ging, natürlich im Tiebreak, an den Deutschen, der weiter an sich glaubte.
Als der vierte Satz in die entscheidende Phase ging, musste Hurkacz den Physio bemühen. Die rechte Seite zwickte, der Pole biss lange die Zähne zusammen. Beim Stande von 5:5 und Vorteil Struff konnte er aber nicht weitermachen und verschwand in die Katakomben.
Hurkacz hat spät ein Einsehen
Hurkacz kam zwar noch einmal zurück auf den Platz, die Verletzung behinderte ihn aber offensichtlich zu sehr. Der 29-Jährige konnte kaum mehr vernünftigen aufschlagen, geschweige denn rennen, und verlor Satz vier sang- und klanglos.
Auch im fünften Satz wurde es nicht wirklich besser. Hurkacz sträubte sich lange gegen das Aus. Als er das Break zum 2:4 kassierte, hatte er aber ein Einsehen mit seinem Körper und gab auf.