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Wimbledon: Linda Noskova dominiert Landsfrau und gewinnt das Finale

Sport

TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Am Ziel ihrer Träume! Die Tschechin Linda Noskova (21) ist Wimbledon-Siegerin. Im Finale gegen ihre Landsfrau Karolina Muchova (29) setzt sie sich mit 6:2, 5:7 und 6:3 durch. Mit dabei auf der Tribüne: Prinzessin Kate (44)! Die Ehefrau von Prinz William verfolgte das Finale wie gewohnt aus der ersten Reihe der legendären Royal Box auf dem Centre Court. Seit 2016 ist sie Schirmherrin des All England Lawn Tennis and Croquet Clubs, nachdem sie das Amt von Queen Elizabeth II. übernommen hatte. Und Kate bekommt ein Thriller-Finale zu sehen. Denn auf dem Platz liefert Noskova zunächst eine echte Machtdemonstration ab. Die Weltranglisten-12. pflügt förmlich über den heiligen Rasen und gewinnt den ersten Satz in Windeseile mit 6:2. Beeindruckend: Seit dem Achtelfinale gibt sie bis zum Finale keinen einzigen Satz ab. Auch im zweiten Durchgang scheint alles auf einen glatten Sieg hinauszulaufen. Beim Stand von 5:2 erspielt sich Noskova bei Aufschlag von Muchova ihre ersten Matchbälle. Aus Machtdemonstration wird Thriller! Muchova kämpft, um im Match zu bleiben, holt sich das 3:5 und hat im nachfolgenden Aufschlagspiel von Noskova etliche Breakbälle, weil ihrer jungen Landsfrau der Arm schwer wird. Sie zeigt plötzlich Nerven und gibt ihren Aufschlag ab. Nur noch 5:4, wieder alles in der Reihe. Auf dem Weg zur Bank hält sich Noskova die Ohren zu, um die jubelnde Menge, die natürlich gerne ein längeres Match sehen will, nicht zu hören. Muchova schafft den Ausgleich zum 5:5, wehrt dabei erneut einen Matchball ab. Plötzlich ist das Spiel ein Thriller. Noskova, die 70 Minuten alles im Griff hat, wackelt plötzlich. Der 1. Aufschlag kommt nicht mehr, die Beine werden weich, sie trifft eine falsche Entscheidung nach der nächsten. Muchova macht ein weiteres Break und führt nun sogar mit 6:5. Wahnsinn! Es geht in den 3. Satz, weil Muchova danach locker zum 7:5 ausserviert. Vieles erinnert nun ihre Landsfrau Jana Novotna (†49). Die steht 1993 im Finale gegen Steffi Graf (57). Dort führt sie im 3. Satz mit 4:1 bei eigenem Aufschlag, als von einer Sekunde auf die andere nichts mehr bei ihr geht und sie mit 4:6 gegen die Deutsche verliert. Bei der Siegerehrung weint sie sich an der Schulter der Herzogin von Kent (†92) aus. Erst fünf Jahre später holt sie sich den Wimbledon-Titel. Der 3. Satz gehört dann wieder Noskova. Sie geht mit 3:0 in Führung. Das Momentum ist wieder auf ihrer Seite. Tatsächlich hält sie diesmal das Break und siegt im 3. Satz mit 6:3, mit dem 6. Matchball holt sie sich den Titel. Noskova bekommt für ihren Triumph 3,6 Mio. englische Pfund. Muchova nimmt immerhin die Hälfte mit nach Hause. Irre! Bisher war das Viertelfinale der Australian Open 2024 ihre beste Platzierung bei einem Grand-Slam-Turnier. Muchova stand 2023 immerhin im Finale der French Open gegen die Polin Iga Swiatek.

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