Wimbledon - Zverev heute im Viertelfinale gegen Angstgegner Fritz
Stand: 08.07.2026 08:10 Uhr Der Hamburger Tennis-Profi Alexander Zverev hat im Achtelfinale von Wimbledon im "Nachsitzen" mit 6:4, 7:5, 3:6, 7:6 (8:6) gegen den Tschechen Jiri Lehecka gewonnen. Heute trifft er auf seinen Angstgegner Taylor Fritz. Lange Zeit zum Durchschnaufen bleibt Zverev nicht nach seinem Sieg gegen Lehecka, der erst mit Verspätung am Dienstag feststand. Bereits heute Nachmittag steht der Hamburger wieder auf dem Platz - zum ersten Mal als Viertelfinalist von Wimbledon. "Wer hätte gedacht, dass ich nur zwölf Jahre brauchen würde, um hier so weit zu kommen", sagte Zverev augenzwinkernd und blickte sogleich Richtung Finale: "Natürlich möchte ich hier noch drei Matches bestreiten." Sieben Niederlagen in Serie gegen Fritz Zunächst wartet aber heute niemand Geringerer als sein Angstgegner Fritz. Der US-amerikanische Weltranglistensiebte hatte sich am Montag nach einer starken Vorstellung in nur 1:38 Stunden Spielzeit 7:6 (7:1), 6:4, 6:3 gegen den Kasachen Alexander Bublik durchgesetzt. Wenn ich so spiele, wie ich es die letzten zwei, drei Monate getan habe, dann sehe ich gute Chancen. Alexander Zverev mit Blick auf das Match gegen Taylor Fritz Der 28 Jahre alte Fritz hat die jüngsten sieben direkten Duelle gegen Zverev allesamt gewonnen. Unter anderem 2024 im Achtelfinale von Wimbledon und zuletzt auch im Halbfinale in Halle/Westfalen. Doch Zverev hat durch seinen Sieg bei den French Open in Paris und seine bisherigen Leistungen im Südwesten Londons reichlich Selbstvertrauen getankt. "Wenn ich die Vorhand nicht 76 Meilen pro Stunde schlage, sondern mit 84 Meilen pro Stunde schlage, der Aufschlag mit 133 Meilen pro Stunde kommt, die Rückhand mit 80 Meilen pro Stunde, werde ich das Match gewinnen", kündigte der Hamburger an. Kleiner Wackler beim Sieg gegen Lehecka Dafür muss er sich jedoch besser und konzentrierter präsentieren als in einigen Phasen am Dienstag. Nachdem sein Match gegen Lehecka am Montagabend wegen der Sperrstunde in Wimbledon beim Stand von 6:4, 7:5, 3:3 um 23 Uhr Londoner Zeit unterbrochen worden war, erwischte Zverev einen echten Kaltstart bei hohen Temperaturen auf dem Centre Court. Lehecka gelang beim Stand von 4:3 sein erstes Break im Match, anschließend sicherte er sich Satz Nummer drei. Der dritte Matchball sitzt Auch zu Beginn des vierten Durchgangs wackelte Zverev kurz bei eigenem Aufschlag, verhinderte aber ein weiteres Break seines Gegners. Doch in Bestform spielte der Hamburger weiterhin nicht. Er wirkte etwas kraftlos und ihm unterliefen zahlreiche einfache Fehler. Trotzdem blieb er im Spiel – es ging in den Tiebreak. Dort vergab der Weltranglisten-Dritte zunächst zwei Matchbälle, ehe er seine dritte Chance nutzte und über den Sieg jubeln durfte. Und über die Aussicht, auch beim berühmtesten Tennis-Turnier der Welt Großes erreichen zu können.