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Windenergie soll großes Rechenzentrum in Dummerstorf versorgen

Wirtschaft

Stand: 27.08.2026 14:31 Uhr

In Dummerstorf bei Rostock soll ein großes Rechenzentrum für den weltweiten Datenverkehr gebaut werden. Das hat der Investor, die Schwarz-Gruppe aus Baden-Württemberg, nun offiziell bestätigt.

Die Gemeinde Dummerstorf (Landkreis Rostock) wird Standort für ein Großrechenzentrum. Die Schwarz-Gruppe, die für ihre Handelsketten Lidl und Kaufland bekannt ist, will dafür mindestens 5,6 Milliarden investieren. Das haben das Unternehmen und die Landesregierung am Donnerstag in Schwerin nun offiziell bekannt gegeben. Die Pläne sehen vor, bis 2033 ein Datacenter mit einer Kapazität von 240 Megawatt aufzubauen. "Wir wollen, dass digitale Souveränität, digitale Wertschöpfung wieder in Deutschland und Europa stattfindet", sagte der Chef der Schwarz-Gruppe, Gerd Chrzanowski. In Brandenburg baut Schwarz bereits ein ähnlich großes Rechenzentrum. Die Investitionskosten belaufen sich dort auf elf Milliarden Euro.

Potenzial für zweite Ausbaustufe

Zum Standort Dummerstorf betonte Chrzanowski, dass auch dort ein zweistelliger Milliardenbetrag als Investition im Raum stehe. "Der Standort zeichnet sich dadurch aus, dass wir hier die Kapazität haben, ein sehr, sehr großes Rechenzentrum zu bauen", sagte er. Bis 2045 könne es in einer zweiten Ausbaustufe auf eine Anschlussleistung von bis zu einem Gigawatt vergrößert werden.

120 Arbeitsplätze im Rechenzentrum

Der Investor will 120 Jobs schaffen. Für die Bauphase wird mit etlichen regionalen Aufträgen für die Bauwirtschaft und das Handwerk gerechnet. Ein geschlossener Kühlkreislauf soll den Wasserbedarf des Rechenzentrums in Grenzen halten, Abwärme soll für die Stadtwerke Rostock genutzt werden. Schwesig sagte, die Anlage sei ein Impuls für die heimische Wirtschaft. Außerdem finde grüner Strom aus Windkraftanlagen dauerhaft einen Großabnehmer.

Investor mit Sitz in Baden-Württemberg

Die Schwarz-Gruppe als Investor mit ihrem Hauptsitz in Baden-Württemberg ist mit über 600.000 Mitarbeitern weltweit insbesondere für ihre Handelsketten bekannt, seit Jahren aber auch als IT-Dienstleister unterwegs. Diese bietet Leistungen wie Cloud-Dienste und Cybersicherheit an. In den Rechenzentren stehen große Server und Computer, in denen Daten gespeichert, verarbeitet und verteilt werden. Sie sind für Unternehmen wichtig, die dort ihre Firmendaten speichern, aber auch für ganz normale Bürger. Jedes Mal, wenn jemand ein Video auf seinem Handy anschaut oder etwa eine Mail schickt, läuft der Datenverkehr über ein solches Rechenzentrum. In Dummerstorf sollen die Kapazitäten zunächst einmal für den Bedarf der Schwarz-Gruppe selbst genutzt werden.

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