Windows 11: Microsoft entrümpelt Suchmenü und reduziert Werbung
Laut dem Unternehmen soll das Suchmenü künftig übersichtlicher werden, unter anderem, indem empfohlene Inhalte und Werbung rausfliegen sollen. Das hat Microsoft am Montag in einem Blogbeitrag angekündigt. Es scheint einer der im Januar angekündigten Schritte zu sein, Windows 11 zu verbessern, wobei das Thema Werbung damals nicht adressiert wurde. Weiterlesen nach der Anzeige Weniger Werbung „Da viele Nutzer mit der Windows-Suchleiste beginnen, haben wir uns zunächst darauf konzentriert, die Ergebnisse zuverlässiger, übersichtlicher und klarer zu gestalten, noch bevor Sie darauf klicken“, heißt es in der Ankündigung. Wie das Unternehmen schreibt, sollen die Optimierungen an der Windows-Suchleiste zunächst für Windows-Insider im „Experimental“-Kanal bereitstehen und „schrittweise über die kontrollierte Funktionseinführung bereitgestellt, sodass sie nicht für alle Insider sofort sichtbar sein werden“, so das Unternehmen. Eine der größten Änderungen ist Microsoft zufolge ein überarbeiteter Such-Startbildschirm, der künftig nur die letzten Suchanfragen anzeigen soll. Derzeit zeigt der Bildschirm neben den gewünschten Informationen zusätzliche, ablenkende Kacheln wie etwa das Bild des Tages, Quizfragen, Trend-Suchanfragen, Spielempfehlungen und mehr. Zudem zeigen die Web-Suchergebnisse künftig zunächst die „relevanteste Antwort“ an, anstatt Überflüssiges wie „verwandte Produkte und Werbeangebote“. Web und Store-Empfehlungen abschaltbar Überdies testet Microsoft weitere Neuerungen für das Suchmenü: So werden Metadaten deutlicher dargestellt. Ferner erscheint eine Vorschau der gewählten Datei im rechten Bereich des Suchmenüs. Auf diese Weise soll sich leichter erkennen lassen, woher das Ergebnis stammt. Das Suchsystem von Windows 11 soll künftig außerdem Ergebnisse aus lokalen Dateien, Apps und Einstellungen priorisieren, die „zuverlässiger“ vor Empfehlungen aus dem Web und dem Microsoft Store angezeigt werden. Zudem sollen Systemelemente wie „Dieser PC“ und „Papierkorb“ leichter zu finden sein. Testerinnen und Tester können Web- und Store-Empfehlungen nun über das Einstellungsmenü vollständig deaktivieren, so Microsoft. Weiterlesen nach der Anzeige Ebenso sagt der Konzern, dass Suchen nach Apps fehlertoleranter sein sollen. Die Suche gehe besser mit Tippfehlern, fehlenden oder überzähligen Buchstaben und unvollständigen Wörtern bei der Suche nach Apps um. Bei einer Suchanfrage wie „utlook“ wird Outlook trotzdem gefunden. Die Suche ist nur ein Teil der geplanten größeren Änderungen an Windows 11, die Microsoft versprochen hat. Unter anderem soll das Betriebssystem weniger mit KI nerven und stressfreiere Updates bieten, ferner soll Windows bis zum Jahresende weniger speicherhungrig sein als bisher.