Windows Update: Zertifikate laufen 2027 ab - was zu tun ist
Microsoft tauscht im Jahr 2027 Zertifikate aus, mit denen Windows-Geräte die Update-Server prüfen. Wer ein unterstütztes System regelmäßig aktualisiert, muss meist nichts weiter tun. Geräte ohne die nötigen Updates verlieren dagegen den Zugang zu Windows Update.
Microsoft empfiehlt Privatanwendern und Unternehmen, ihre Windows-Geräte rechtzeitig auf den neuesten Stand zu bringen. Hintergrund ist der Ablauf digitaler Zertifikate, über die Windows Update die Verbindung zu den Servern des Dienstes überprüft. Je nach Windows-Version enden sie am 17. Mai oder am 19. Juni 2027.
Kurzfassung (Stichpunkte):
Windows-Update-Zertifikate laufen am 17. Mai bzw. 19. Juni 2027 ab.
Aktuelle, unterstützte Systeme erhalten Ersatz automatisch.
Geräte mit Update-Rückstand verlieren den Zugang zu Windows Update, bis das nötige Update installiert ist.
Nicht unterstützte Windows-Versionen erhalten keine Updates mehr; ein Upgrade wird empfohlen.
WSUS-Geräte sind ausgenommen.
Windows 11 ab 25H2: keine Maßnahmen; 24H2: Update vom September 2025 oder neuer.
Warum die Zertifikate ausgetauscht werden
Windows Update stützt sich auf Zertifikate, um sicherzustellen, dass ein Gerät tatsächlich mit den offiziellen Microsoft-Servern verbunden ist. Wie bei Sicherheitszertifikaten üblich, haben sie ein Ablaufdatum und müssen daher durch neue ersetzt werden. Microsoft nennt diesen Vorgang Zertifikatsrotation. Die neuen Zertifikate werden mit Sicherheitsupdates ausgeliefert.
Fehlen sie auf einem Gerät, kann es nach dem Stichtag keine Updates mehr über Windows Update beziehen. Das betrifft auch Sicherheitspatches.
Wer betroffen ist
Unterstützte Windows-Versionen mit aktuellen Updates: Diese Geräte haben die neuen Zertifikate bereits oder erhalten sie automatisch über die monatlichen Updates. Eine Unterbrechung gibt es nicht.
Unterstützte Versionen mit Update-Rückstand: Diese Geräte verlieren nach dem Ablauf den Zugriff auf Windows Update, bis das erforderliche Sicherheitsupdate installiert ist.
Nicht mehr unterstützte Versionen: Hier erhalten die Geräte keine Updates mehr. Microsoft empfiehlt ein Upgrade auf eine unterstützte Windows-Client- oder -Server-Version.
Geräte mit WSUS: Systeme, die Updates über Windows Server Update Services beziehen, sind von der Änderung ausgenommen.
Welche Updates erforderlich sind
Der benötigte Stand hängt von der Windows-Version ab:
Windows 11 ab Version 25H2: Es sind keine Maßnahmen nötig.
Windows 11 Version 24H2: Erforderlich ist das Sicherheitsupdate vom September 2025 oder ein neueres.
Weitere unterstützte Versionen: Hier wird das Update vom Juli 2026 oder ein späteres benötigt.
Was nach dem Stichtag möglich ist
Unterstützte Systeme, die die Frist verpasst haben, erhalten den Zugriff zurück, sobald das passende Update installiert ist. IT-Administratoren können es aus dem Microsoft Update-Katalog herunterladen oder über ihre Verwaltungswerkzeuge verteilen.
Empfohlenes Vorgehen für IT-Administratoren
Geräte mit älteren oder nicht mehr unterstützten Windows-Versionen identifizieren.
Unterstützte Geräte über die monatlichen Windows-Updates aktuell halten.
Vor Mai und Juni 2027 einen Upgrade-Plan für nicht unterstützte Geräte erstellen.
Vorteile einer frühzeitigen Vorbereitung
Wer seine Geräte jetzt aktualisiert, vermeidet laut Microsoft Unterbrechungen bei Updates und senkt Sicherheits- und Compliance-Risiken. Zudem lassen sich Aufwände kurz vor dem Stichtag reduzieren, und Upgrades, Wartung und Lebenszyklusplanung können aufeinander abgestimmt werden.
Redaktion AllAboutSecurity
Bild: KI-generiert