Windows-Zugriff auf iPhone-Zwischenablage: Apple beugt sich der EU
Besitzer eines Windows-PCs können demnächst Inhalte, die auf einem iPhone in die Zwischenablage geschoben wurden, nahtlos übernehmen – und umgekehrt. Die Funktion, die es zwischen iPhone und Mac schon lange gibt, dort als „Universal Clipboard“, wird aufgrund von EU-Interoperabilitätsvorgaben umgesetzt, also vermutlich zunächst nur innerhalb der Europäischen Union verfügbar sein. Weiterlesen nach der Anzeige Verschiedene Wege führen zum Clipboard-Sharing Entsprechende Angaben hat Macrumors in Unterlagen entdeckt, die Apple selbst veröffentlicht hat (beziehungsweise veröffentlichen muss). Laut der Angaben hatte Microsoft dies seit Längerem gefordert. Das Unternehmen will Texte und andere „unterstützte Inhalte“ von iPhone nach Windows und umgekehrt teilen können. Weiterhin wird gewünscht, dass „übliche Produktivitäts-Workflows“ zwischen den Geräten möglich sein sollen, ohne dass eine App nach vorne geholt werden muss, um den Datentransfer zu starten. Schließlich hätte Microsoft gerne, dass der Austausch der Zwischenablage eine „kontinuierlich verfügbare Fähigkeit“ sei. Apps dafür reichen dem Konzern nicht. Apple soll für die Forderung bereits Ende Juni einen „Projektplan“ vorgelegt haben, um den Wunsch nach dem europäischen Gesetz Digital Markets Act (DMA) umzusetzen. Dabei will der iPhone-Hersteller ähnlich vorgehen wie bei den sogenannten Accessory Notifications, die seit iOS 26.5 implementiert werden und beispielsweise Metas Brillen helfen sollen, Daten vom iPhone wiedergeben zu können. Komplexes Vorhaben brauche Zeit, sagt Apple Apple bietet für das Clipboard-Sharing künftig ein „AccessorySetupKit“ an, das dann den Nutzer einmalig fragt, ob die Zwischenablage freigegeben werden solle. Momentan müssen Einfüge-Vorgänge für Apps einzeln bestätigt werden – aus Sicherheitsgründen. Universal Clipboard arbeitet hingegen im Hintergrund. Microsoft will offenbar genau Letzteres haben und hatte sich daher bei Apple beschwert. Die Umsetzung wird allerdings dauern. Apple zufolge bedarf es einer „signifikanten ingenieurstechnischen Leistung“, um das Gewünschte umzusetzen. Daher soll die Freigabe nicht vor Herbst 2027 umgesetzt sein. Dann käme erst eine Betaphase, was bedeutet, dass die Funktion vermutlich mit einem späteren iOS 28 offiziell freigegeben wird. Es ist nicht damit zu rechnen, dass das Feature außerhalb der EU verfügbar gemacht wird, obwohl Apple einige DMA-Funktionen, darunter den eSIM-Transfer zwischen iPhone und Android, weltweit ermöglicht. Weiterlesen nach der Anzeige Empfohlener redaktioneller Inhalt Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen.