DAX -0,08 % 26.297,98 Pkt 09:45:32 MDAX -0,66 % 32.192,55 Pkt 09:45:32 Euro Stoxx 50 +0,08 % 6.540,87 Pkt 09:45:30 Dow Jones +0,17 % 53.975,98 Pkt 22:40:36 S&P 500 +0,56 % 7.753,11 Pkt 22:38:36 Nasdaq +0,98 % 26.605,36 Pkt 23:15:59 Nikkei +2,08 % 66.970,22 Pkt 08:45:03 Gold +1,27 % 4.417,30 USD 09:50:26 Silber -0,73 % 64,63 USD 09:50:12 Brent +2,09 % 89,55 USD 09:50:13 WTI +2,22 % 83,95 USD 09:50:32 Bitcoin +0,15 % 64.004,91 USD 10:00:23 EUR/USD -0,18 % 1,15350 USD 10:00:21 EUR/GBP -0,26 % 0,85440 GBP 10:00:32 EUR/CHF +0,16 % 0,93540 CHF 10:00:32 EUR/JPY +0,71 % 183,767 JPY 10:00:31

Winora, Haibike und Ghost betroffen

Wirtschaft

rosenheim24-de Bayern Insolvenz bei bekannten Fahrradmarken in Bayern – 370 Mitarbeiter betroffen Von: Martina Hunger Uns auf Google folgen Die Krise auf dem Fahrradmarkt trifft mehrere bekannte Marken: Deutsche Gesellschaften der Accell Group haben Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Rund 370 Mitarbeiter sind betroffen – der Geschäftsbetrieb soll weiterlaufen. Sennfeld/Bayern – Mehrere bekannte Namen aus der Fahrradbranche stecken in der Insolvenz. Die Accell Germany GmbH sowie ihre deutschen Tochtergesellschaften Winora Staiger GmbH, Ghost-Bikes GmbH und Engelbert Wiener Bike Parts GmbH haben am Mittwoch (5. August) beim Amtsgericht Schweinfurt Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Zu den bekannten Marken der Gruppe gehören Winora, Haibike und Ghost. Die Unternehmen sollen nun saniert werden. Der Geschäftsbetrieb soll während der Verfahren bestmöglich fortgeführt werden. Ziel ist nach Unternehmensangaben eine Investorenlösung, bei der die deutschen Aktivitäten aus der internationalen Accell Group herausgelöst werden. Auch interessant: Bekannter Münchner Auto-Pionier meldet Insolvenz an: „Bittere Enttäuschung“ Rund 370 Mitarbeiter von Insolvenz betroffen An den Standorten Sennfeld und Waldsassen beschäftigt die deutsche Unternehmensgruppe rund 370 Menschen. Ihre Löhne und Gehälter seien über das Insolvenzgeld bis Ende Oktober 2026 gesichert. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Accell Germany nach eigenen Angaben mehr als 340 Millionen Euro Umsatz. Bei einer Eigenverwaltung bleibt die Geschäftsführung grundsätzlich im Amt und steuert die Sanierung selbst. Als vorläufigen Sachwalter bestellte das Gericht Rechtsanwalt Dr. Stefan Debus, der das Verfahren im Interesse der Gläubiger überwachen soll. Auch interessant: Schlussakkord nach 142 Jahren: Münchner Traditionsgeschäft macht für immer dicht Fahrradboom nach Corona endet in Absatzkrise Als wesentlichen Hintergrund nennt das Unternehmen die Entwicklung auf dem Fahrradmarkt. Nach dem Boom während der Corona-Pandemie seien Nachfrage und Preise deutlich unter Druck geraten. Trotz umfangreicher Restrukturierungen in den Jahren 2024 und 2025 sei keine nachhaltige Sanierung gelungen. Hinzu kommt ein gescheiterter Verkaufsprozess für die gesamte Accell Group. Dieser sei zum Monatswechsel endgültig ohne Erfolg geblieben. In der Folge wurden nach Unternehmensangaben auch in zahlreichen anderen europäischen Ländern Insolvenzanträge für Gesellschaften der Accell Group gestellt. Auch interessant: Nach Insolvenz: Bayerischer Traditionsbetrieb macht Ende 2026 dicht Investoren für Winora, Haibike und Ghost gesucht Nun sollen Investoren gefunden werden, die den deutschen Teil des Konzerns mit seinen etablierten Marken weiterführen. Sanierungsberater Martin Mucha sieht darin eine Möglichkeit, die Unternehmen unter schwierigen Marktbedingungen neu aufzustellen. Ob dies gelingt, hänge allerdings unter anderem von der weiteren Marktentwicklung und der Unterstützung der Beteiligten ab.

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