DAX +0,15 % 25.410,84 Pkt 18:00:00 MDAX +0,67 % 30.287,68 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.116,23 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,96 % 52.361,58 Pkt 21:43:41 S&P 500 +0,17 % 7.676,77 Pkt 21:43:43 Nasdaq +0,62 % 26.169,38 Pkt 22:04:56 Nikkei -0,80 % 62.189,65 Pkt 07:45:03 Gold +0,57 % 4.030,90 USD 21:54:50 Silber +0,12 % 54,02 USD 21:53:55 Brent -1,34 % 110,20 USD 21:50:53 WTI -1,88 % 101,33 USD 21:54:53 Bitcoin -0,28 % 79.802,10 USD 22:04:55 EUR/USD -0,37 % 1,11790 USD 22:04:46 EUR/GBP +0,02 % 0,83730 GBP 22:04:52 EUR/CHF +0,48 % 0,92440 CHF 22:04:46 EUR/JPY +0,16 % 175,880 JPY 22:05:00

Winterreifen in der Dimension 245

Wirtschaft

Wenn die kalte Jahreszeit kommt, stellt sich die alte Frage: Machen es die Pneus noch eine Saison? Wer nach der Dimension 245/45 R 19 sucht – typisch für Oberklasse-Modelle wie Audi A6, BMW 5er, Mercedes E-Klasse oder Volvo V90 –, wird von Online-Angeboten geradezu erschlagen. Neben etablierten Premiummarken wetteifern zahlreiche No-Name-Gummis in dem Segment. Angesichts ohnehin saftiger Preise für 19-Zöller sitzt das Geld oft nicht locker. Ob sich das Sparen lohnt, verrät ein Blick auf das Profil leider nicht.

AUTO BILD filterte zunächst konsequent. Im Qualifying mussten 50 Modelle zum Härtetest im Bremstest antreten und dabei zeigen, wie sie auf nasser und schneebedeckter Piste performen. Diese Bremswerte wurden anschließend addiert. Nur die 20 besten Bremser schafften es anschließend in den Volltest, dessen Ergebnisse wir Ihnen hier vorstellen!

Das Wichtigste in Kürze

Continental WinterContact TS 870 P und Michelin Pilot Alpin 5 teilen sich den Testsieg mit der Note 1,3 (sehr gut). Continental glänzt als starker Allrounder mit Bestwerten bei Nässe, Michelin dominiert im Schnee und überzeugt mit einer Rekord-Laufleistung.

Das Testfeld teilt sich stark auf: Wer Sicherheit sucht, greift zur etablierten Premiumfraktion um Conti, Michelin, Pirelli und Hankook. Sparsame Alternativen wie Kumho, Barum oder Kleber bieten ein gutes Niveau, während günstige Reifen ab dem elften Platz massive Sicherheitsrisiken offenbaren.

Wirtschaftlichkeit zahlt sich aus: Hohe Laufleistungen von über 55.000 Kilometern bei Top-Marken wie Michelin, Goodyear und Hankook sowie optimierter Rollwiderstand relativieren den höheren Anschaffungspreis über die Lebensdauer deutlich.

Testsieger:Continental TS 870 P 102 V

Als einer von zwei Testsiegern sichert sich der Continental WinterContact TS 870 P mit der Gesamtnote 1,3 den Spitzenplatz und präsentiert sich als exzellenter Allrounder ohne Schwächen. Vor allem auf nasser Piste glänzt der Pneu mit kurzen Bremswegen von 53,0 Metern, starker Fahrdynamik und enormen Aquaplaning-Reserven. Auch im Schnee liefert er dank solider Traktion und sicherem Handling eine überzeugende Vorstellung ab.

Trockene Straßen meistert der Continental ebenfalls mit einer 1,3 und stellt das beste Handling im gesamten Testfeld. Einziger Wermutstropfen bleibt das Kostenkapitel. Trotz der guten Note 1,6 trüben der stolze Anschaffungspreis von 1000 Euro sowie eine etwas geringere Laufleistung von 48.800 Kilometern das Gesamtbild. Auch der Rollwiderstand von 8,20 kg/t fällt im Vergleich zur Konkurrenz höher aus, was zu einem weniger optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis führt.

Testsieger:Michelin Pilot Alpin 5

Mit der Gesamtnote 1,3 fährt der Michelin Pilot Alpin 5 gemeinsam mit der Konkurrenz ganz nach oben aufs Treppchen und trumpft vor allem im Schnee auf. Mit einer glatten 1,2 in der Winterwertung gehört er beim Handling, im Slalom und bei der Traktion zur absoluten Elite. Auch auf nasser Piste überzeugt der Franzose mit soliden Aquaplaning-Reserven und hohem Sicherheitsniveau. Während er im Trockenen präzises, stabiles Fahrverhalten mit kurzen Bremswegen paart.

Im Kostenkapitel sichert sich der Michelin ebenfalls eine starke 1,2. Angetrieben von der mit 56.500 Kilometern im Test höchsten prognostizierten Laufleistung und einem vorbildlichen Verschleiß. Als kleiner Wermutstropfen bleiben der mit 1030 Euro saftige Anschaffungspreis sowie leichte Schwächen beim Kurven-Aquaplaning, wo andere Modelle vereinzelt noch etwas mehr Sicherheit bieten.

So testen wir:Hier mussten sich die Pneus beweisen

Nach dem Qualifying auf dem Contidrom in Wietze fing die Arbeit für die Top 20 erst richtig an: Bei den Nässe- und Trockendurchläufen fühlten wir den Kandidaten in Sachen Bremsweg, Handling, Kreisbahn und Aquaplaning-Sicherheit kompromisslos auf den Zahn.Weil es nur wenige geeignete Orte für solche Tests gibt, nutzen wir hier die Einrichtungen von Herstellern, in diesem Fall von Continental. Ganz wichtig aber: die Tests selbst machen ausschließlich unsere unabhängigen Experten!

Für das echte Kontrastprogramm ging die Reise anschließend ins schwedische Arvidsjaur. Auf perfekt präparierten Schnee- und Eisstrecken mussten die Pneus bei Traktion, Verzögerung, Slalom und dynamischem Handling Farbe bekennen. Als verlässliche Testwagen kamen aktuelle BMW 5er zum Einsatz – ausgerüstet mit hochpräziser Messtechnik, um selbst die feinsten Nuancen zwischen den Profilen exakt herauszuarbeiten.

Zu guter Letzt ging es an den Geldbeutel: Im Kostenkapitel ermittelten Experten auf dem Trommelprüfstand den Abrieb unter kontrollierten Laborbedingungen, um eine verlässliche Laufleistungsprognose zu erstellen. Zusammen mit dem gemessenen Rollwiderstand ergab sich so ein lückenloses Bild der Gesamtwirtschaftlichkeit.

Die Testergebnisse im Detail

Das Angebot an Winterreifen in der Dimension 245/45 R 19 ist riesig und unübersichtlich. Um nicht im Nebel zu stochern, haben wir den Markt sortiert: 50 aktuelle Profile mussten zunächst in der Brems-Qualifikation antreten. Dabei entscheidet die Summe aus Nass- und Schneebremsweg über Leben und Tod – oder zumindest über „Glück gehabt“ und Unfall. Nur die besten 20 ziehen in den Haupttest ein. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen, lange bevor der eigentliche Messmarathon beginnt.

Wer hat es geschafft? Die Premiumliga wird von Bridgestone, Continental, Goodyear, Hankook, Michelin, Pirelli und Vredestein angeführt. Neu im Ring ist die vierte Generation des Hankook Winter i*cept evo 4. In der gehobenen Mittelklasse spielen Kumho und Maxxis mit. Dazu gesellen sich zahlreiche Zweitmarken der großen Player. Etwa Barum, Matador, Semperit und Viking (Continental), BF-Goodrich und Kleber (Michelin),Firestone und Lassa (Bridgestone) sowie GT Radial (Giti). Komplettiert wird das Feld von Petlas und Giti selbst, ergänzt um bewährte Weiterentwicklungen mit dem obligatorischen Plus im Namen.

Tests auf Schnee

Auf winterlichem Geläuf trumpft der Krisalp HP3 der Michelin-Zweitmarke Kleber mächtig auf und schlägt über alle Disziplinen sogar den teuren Premium-Bruder Pilot Alpin 5. Die Konzernschwester BF-Goodrich hält ebenso Schritt wie Vredestein. Mit Noten von 1,5 oder besser folgen Barum, Conti, Firestone,Goodyear, Hankook und Viking im Gleichklang aus Erst- und Zweitmarken. Selbst der außer Wertung mitgeschleifte Billigreifen schlägt sich im Schnee noch beachtlich.

Tests bei Nässe

Das Nässekapitel entscheidet der Continental WinterContact TS 870 P für sich – solide und ohne Patzer, auch wenn er in keiner Einzeldisziplin extrem heraussticht. Dicht auf den Fersen folgt Pirelli mit dem kürzesten Bremsweg und bärenstarken Rundenzeiten auf dem bewässerten Handlingkurs. Generell blamiert sich hier keines der etablierten Fabrikate. Ganz anders der Billigkandidat: Neben indiskutablen Bremswegen fällt er in sämtlichen Nässepürfungen gefährlich weit zurück.

Tests auf trockener Fahrbahn

Beim Bremsen auf Asphalt setzt sich der vergleichsweise günstige Kumho WinterCraft WP52+ an die Spitze. Während beim Handling das Spitzentrio aus Continental, Pirelli und Hankook das Tempo vorgibt. Den Gesamtsieg im Trockenkapitel sichert sich knapp Pirelli vor dem notenbestzten Verfolgertrio Conti, Hankook und Michelin. Der parallel getestete Sommerreifen führt unterdessen vor Augen, wie wichtig der rechtzeitige Wechsel nach der kalten Jahreszeit ist.

Die Kosten

Ein vermeintliches Schnelligkeits-Schnäppchen wie der Viking für rund 620 Euro relativiert sich schnell im Betrieb. Wer extrem sparsam fahren will, schaut auf den Verschleiß: Hier glänzen Maxxis, GT Radial und Petlas. Da Spitzen-Laufleistungen von über 55.000 Kilometern bei Michelin, Goodyear und Hankook regelmäßige Montage- und Entsorgungskosten sparen, gewichten wir diesen Punkt besonders hoch. Zusammen mit einem niedrigen Rollwiderstand zur Energieressourcenschonung holen sich am Ende Goodyear und Hankook den verdienten Sieg im Kostenkapitel.

Fazit:Klare Sieger und gelungene Spar-Alternativen

Das Reifenangebot mag auf den ersten Blick unübersichtlich wirken, doch an der Spitze stehen letztlich die bekannten Platzhirsche. Continental und Michelin teilen sich mit identischer Gesamtnote den Testsieg. Dicht gefolgt von den ebenfalls als „vorbildlich“ eingestuften Profilen von Hankook und Pirelli.

Wer beim Kauf den Geldbeutel schonen will, findet in der Riege der mit „gut“ bewerteten Reifen – darunter Kumho, Barum oder Kleber – gelungene Alternativen. Vorsicht ist allerdings ab Rang elf geboten. Jedes Profil ab diesem Platz leistet sich mindestens einen spürbaren Patzer in einer sicherheitsrelevanten Disziplin.

FAQ:Fragen und Antworten zu Winterreifen

Welche Winterreifen haben den Test 2024 in 245/45 R 19 gewonnen?

Der Continental WinterContact TS 870 P und der Michelin Pilot Alpin 5 teilen sich mit der Note 1,3 den Testsieg. Beide überzeugen mit herausragenden Sicherheitseigenschaften, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte: Conti glänzt besonders bei Nässe und Handling, Michelin beeindruckt mit Rekord-Laufleistung und Top-Performance auf Schnee.

Ist ein günstiger Reifen in 245/45 R 19 eine sichere Wahl?

Das kommt auf das Profil an. Gute Zweitmarken und Aufsteiger wie Kleber, Barum oder Kumho bieten ein sehr solides Sicherheitsniveau zum fairen Preis. Vorsicht ist jedoch bei unbekannten No-Name-Reifen geboten: Im Test zeigten billige Importe teils gefährliche Schwächen bei Bremswegen und Nässe-Grip.

Was hat es mit den sogenannten „Fünflingen“ im Test auf sich?

Bei der Brems-Qualifikation stellte sich heraus, dass fünf scheinbar verschiedene Billigmarken (Imperial, Minerva,Rotalla, Tracmax und Tristar) absolut baugleich waren. Sie stammten aus demselben Werk, wiesen dieselbe Gummihärte auf und fielen mit extrem schlechten Leistungen durch.

Lohnt sich der höhere Kaufpreis von Premium-Reifen langfristig?

Ja, in vielen Fällen absolut. Premium-Hersteller wie Michelin, Goodyear oder Hankook bieten extrem hohe Laufleistungen von über 55.000 Kilometern und einen geringen Rollwiderstand. Dadurch sparen Sie Kraftstoff und müssen seltener neue Reifen montieren lassen, was den höheren Anschaffungspreis über die Lebensdauer deutlich relativiert.

Auf welchen Autos wird die Reifengröße 245/45 R 19 gefahren?

Diese Dimension ist ein typisches Format für die obere Mittelklasse und Oberklasse. Dazu gehören beliebte Modelle wie der BMW 5er, Audi A6, die Mercedes E-Klasse oder der Volvo V90

Klassenbester auf Nässe sicheres Fahren auf Schnee und trockener Straße Schnee-Champion mit Spitzenleistung Hält besonders lange Teuerster Reifen Aquaplaning in Kurven nicht optimal

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