Wintersport: Olympiasiegerin Goggias unklarer Weltcupstart
Ihre Vorbereitung sei durch zwei Virusinfektionen stark beeinträchtigt, erklärte die 31-Jährige. "Ich kann keine Pläne machen", sagte Goggia.
Erste Infektion im September
Bei einem Trainingsaufenthalt in Ushuaia in Argentinien im September hatte die Speed-Spezialistin plötzlich über ungewöhnlich starke Gelenkschmerzen geklagt. Zurück in Italien, wurde anhand von Blutuntersuchungen die Ursache gefunden: Goggia hatte sich nach einem Mückenstich mit dem Chikungunya-Virus infiziert.
Anschließend kam eine weitere Infektion mit dem Parvovirus B19 hinzu. Gerade diese zweite Infektion ist bei Erwachsenen vergleichsweise selten. Sie kann unter anderem neurologische Beschwerden, starke Gelenkschmerzen und ausgeprägte Erschöpfung verursachen.
Goggia: "Akute Phase überstanden"
Eine spezielle Behandlung gebe es nicht, berichtete Goggia italienischen Medien. Sie müsse abwarten, bis ihr Körper die Viren überwunden habe. Die akute Phase sei inzwischen überstanden, vollständig genesen sei sie aber noch nicht. "Ich habe Tage, an denen es mir besser geht, und andere, an denen ich aufstehe und mich völlig am Boden fühle", schilderte Goggia.
Die Erkrankung habe deutliche Spuren hinterlassen. Nun müsse sie ihrem Körper die nötige Zeit zur Erholung geben. Die Abfahrts-Olympiasiegerin von 2018 hatte bei ihren "Heimspielen" im Februar in Cortina d'Ampezzo Bronze in ihrer Spezialdisziplin gewonnen. Außerdem sicherte sie sich den Gesamtsieg im Super-G-Weltcup.
Saisonstart Ende Oktober in Sölden