„Wir könnten zu weit gegangen sein“: Trump gibt Fehler im Iran
US-Präsident Donald Trump hat über das Ausschalten iranischer Führungsfiguren angegeben, womöglich zu weit gegangen zu sein. Wie unter anderem die britische Nachrichtenagentur „Middle East Eye“ und die „Jerusalem Post“ berichten, sagte Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung in Ohio: „Wir könnten zu weit gegangen sein, was die Anführer angeht, weil wir nicht mehr wissen, mit wem zur Hölle wir es eigentlich zu tun haben.“
Später habe Trump noch einmal wiederholt: „Ich denke, wir sind zu weit gegangen.“
Damit scheint eingetroffen zu sein, was Trump im März als Befürchtung genannt hatte. Damals hatte er auf die Frage eines Journalisten, wer das Land seiner Meinung nach regieren solle, geantwortet: „Die meisten, die wir im Kopf hatten, sind schon tot.“ Auch die zweite Personalriege sei getötet worden. „Also kommt jetzt, schätze ich, eine dritte Welle. Schon bald werden wir niemanden mehr kennen.“
Laut „Middle East Eye“ soll Trump bei der Veranstaltung in Ohio außerdem gesagt haben: „Niemand will Präsident des Iran sein.“ Potenzielle Kandidaten würden das Amt nicht übernehmen wollen.
Tatsächlich ist ausgerechnet der iranische Präsident Massud Peseschkian bereits seit Juli 2024 im Amt – und damit schon seit gut einem halben Jahr vor Beginn des Iran-Kriegs.
Die USA und Israel führen seit dem 28. Februar Krieg gegen den Iran. Als Grund für die Angriffe nennt Washington die Bedrohung durch das iranische Nuklearprogramm. Nach sieben Monaten Krieg gelten die Fronten heute als verhärtet. Eine diplomatische Lösung ist nicht in Sicht.