Wirbel um KI-Bild: Julia Klöckner erntet für Schulstart-Post heftige Kritik
Wirbel um KI-BildJulia Klöckner erntet für Schulstart-Post heftige Kritik Klöckners Schulstart-Post eskaliert Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat mit einem Post auf Instagram für Kritik gesorgt. Ein mit künstlicher Intelligenz (KI) generiertes Bild zeigt sie umringt von vier Kindern mit Schultüten. Zahlreiche Nutzer kritisierten daraufhin in den Kommentaren, dass die CDU-Politikerin für ihre Beiträge KI benutzt. Kurz darauf wurden die kritischen Kommentare offenbar gelöscht, später wurde die Kommentarfunktion ganz ausgestellt. Lese-Tipp: Deutschlands erster Baumarkt ohne Verkäufer und Kassierer Künstler kritisiert Klöckners Post – und wird blockiert Der Künstler Oliver Schäfer hielt seinen Kommentar mit einem Screenshot fest. Ursprünglich schrieb er unter Klöckners Beitrag: „Ganz ehrlich, Ihre Posts sind ein Schlag ins Gesicht jedes Medienschaffenden in Deutschland. Warum dieser KI-Mist?” Die Bundestagspräsidentin solle entweder einen Grafikdesigner anstellen oder selbst Fotos mit Schulkindern machen. Laut Schäfer blockierte Klöckner ihn darauf auf Instagram. Die Botschaft an Kreativschaffende sei klar: „Eure Arbeit wird durch KI ersetzt und wer das kritisiert, wird stummgeschaltet”, schrieb Schäfer in einem eigenen Post zu der Thematik. Das dürfe man nicht zulassen. Ein weiterer Nutzer stimmt Schäfer zu und kommentiert unter seinem Beitrag: „Hätte sie einen echten Grafiker gefragt, hätte er sie eventuell auch auf fehlende Diversität bei der Komposition hingewiesen.” Unzählige Kinder und Familien würden sich ausgeschlossen fühlen, so der Nutzer. Kritiker-Post sammelt mehr Likes als ihr Schulstart-Gruß Klöckner veröffentlichte das Bild zum Start des neuen Schuljahres in Rheinland-Pfalz. Dort begann am Montag der Unterricht, am heutigen Dienstag startete dann der Unterricht für Erstklässlerinnen und Erstklässler. Der Post enthält einen Hinweis darauf, dass das Bild mit künstlicher Intelligenz erstellt wurde. Zum aktuellen Zeitpunkt (Stand 13 Uhr), zählt Klöckner 259.000 Follower und ihr Beitrag 1313 Gefällt-mir-Angaben. Schäfer, dem rund 6000 Menschen bei Instagram folgen, kommt mit seinem Beitrag bereits auf 22.000 Gefällt-mir-Angaben. Klöckner schlägt Schäfer Treffen vor Nach der Kritik an ihrem KI-Post suchte Julia Klöckner offenbar den Dialog: Das Büro der Bundestagspräsidentin nahm laut Schäfer Kontakt zu ihm auf und schlug einen Austausch über Künstliche Intelligenz und die Lage von Kreativschaffenden vor. Auf RTL-Anfrage teilt das Büro von Julia Klöckner mit: „Der inhaltlichen Diskussion darüber, welche Auswirkungen KI auf bestimmte Berufsbilder hat und was das für deren künftige Arbeit bedeutet, steht Frau Klöckner offen gegenüber. Gleichzeitig ist zu hinterfragen, ob diese wichtige Debatte wirklich sinnvoll anhand eines bewusst überzeichneten und direkt als KI erkennbaren Postings zum Schulanfang in Rheinland-Pfalz geführt werden sollte. Deshalb hat Frau Klöckner Herrn Schäfer ein Gespräch angeboten und ihn eingeladen, um gerade seine Punkte als Künstler zu besprechen. Frau Klöckner würde sich freuen, wenn Herr Schäfer ihr Gesprächsangebot, das in Ruhe und Tiefe am besten bei einem persönlichen Treffen wahrgenommen werden kann, annehmen würde.“ Ob es tatsächlich zu einem Treffen kommt, ist noch offen. Oliver Schäfer kündigte an, er wolle ein persönliches Treffen mit Klöckner erst wahrnehmen, wenn sein Account und die Profile weiterer betroffener Nutzer wieder freigeschaltet seien. Zum Zeitpunkt seiner Stellungnahme sei er nach eigenen Angaben weiterhin auf Klöckners Instagram-Account blockiert gewesen.