Wirbel um Mohamed Salah und Besiktas geht weiter: Wechselt er doch noch in die Türkei?
Besiktas' Sportdirektor Önder Özen wiederholte zunächst die Kritik an Salahs Berater, die zuletzt auch Präsident Serdal Adali geäußert hatte. Demnach soll der Agent des Offensivspielers in den Verhandlungen über eine Unterschrift am Bosporus seine Provisionsansprüche kurzfristig drastisch nach oben geschraubt haben. "Ich kann mir vorstellen, dass ein angesehener Sportler wie Salah davon nichts wusste, aber unser Verein verfolgt eine bestimmte Politik, von der wir nicht abweichen", stellte nun Özen bei HT Spor klar. Provisionen für Spieleragenturen seien gesetzlich geregelt und das zu ignorieren käme einer "illegalen Handlung" gleich, betonte Özen. "Wenn es um Besiktas geht, dann ist es unsere Pflicht, sich nicht in eine solche Situation zu begeben." Vorerst verhandle man daher nicht mehr mit Salah, allerdings ist ein Wechsel des 34-Jährigen zu Besiktas damit noch nicht gänzlich geplatzt. "Das Angebot liegt auf dem Tisch. Sollte eine Antwort auf dieses Angebot eingehen, kann diese geprüft werden, aber es wird kein weiteres geben", sagte Özen. "Sie haben erwähnt, dass sie auch mit anderen Vereinen im Gespräch sind, vielleicht erzielen sie dort ein Ergebnis. Unser letztes Angebot an Salah stellt den Endpunkt dar." Wird Mohamed Salah doch noch das nächste Puzzleteil von Besiktas' Transferoffensive? Salah hat den FC Liverpool zum Ende der abgelaufenen Saison nach neun Jahren verlassen. Lief sein Vertrag eigentlich noch bis 2027, einigten sich beide Parteien auf eine Auflösung, weshalb der Ägypter nun ablösefrei zu haben ist. Neben Klubs aus Saudi-Arabien und den USA soll unter anderem auch Besiktas' Stadtrivale Fenerbahce um Salah buhlen. Getty Images Für Besiktas wäre der Ex-Liverpooler derweil das nächste Puzzleteil einer bemerkenswerten Transferoffensive. Mit Alexander Nübel, der für gut sechs Millionen Euro vom FC Bayern kam, hat man sich einen neuen Top-Torhüter gesichert. Mit Leandro Trossard (für 18 Millionen Euro von Arsenal geholt) könnte Salah theoretisch künftig eine gefürchtete Flügelzange bilden, zudem holte Besiktas mit Salih Özcan (ablösefrei von Borussia Dortmund) einen namhaften Mann für die Sechs. Auch die 30 Millionen Euro schwere Kaufoption, die für den vergangene Saison bereits von Benfica ausgeliehenen Orkun Kökcü gezogen wurde, sollte nicht unerwähnt bleiben. Außerdem installierte Besiktas mit Vincenzo Italiano einen neuen Trainer, der zuletzt sehr erfolgreich beim FC Bologna gearbeitet hat. Die Marschrichtung ist klar: Fünf Jahre nach dem bis dato letzten türkischen Meistertitel 2021 will Besiktas den Stadtrivalen Fenerbahce und allen voran Serienmeister Galatasaray wieder mehr Konkurrenz machen. In den zurückliegenden fünf Spielzeiten war ein dritter Platz 2023 das Höchste der Gefühle, die vergangene Süper-Lig-Saison schloss Besiktas als Vierter ab.