„Wird Krieg wohl nicht beenden“: Russland will Überreste eines Heiligen an die Front schicken - und wird von der Ukraine verspottet
Die Russisch-Orthodoxe Kirche steht seit Langem hinter Russlands Invasion in der Ukraine. Für Patriarch Kirill ist dieser Angriffskrieg, der offiziell als „militärische Spezialoperation“ bezeichnet wird, eine „heilige Spezialoperation“. Russische Priester weihen Panzer, und wenn in Russland infolge ukrainischer Gegenschläge ein Öllager brennt, kommen sie zur Weihung der Feuerwehrautos vorbei – so geschehen im August 2024.
Nun hat die Kirche offenbar eine neue Gelegenheit aufgetan, die russischen Invasionssoldaten moralisch zu unterstützen.
Heilige Überreste entdeckt – sie werden versandfertig gemacht
Bei Restaurierungsarbeiten in einer Kathedrale im Kreml wurden Überreste des Moskauer Großfürsten Dmitri Donskoi (1350 bis 1389) entdeckt, gab die russische Nachrichtenagentur Tass bekannt. Donskoi ist ein heiliggesprochener Nationalheld. Laut Bericht der britischen Tageszeitung „The Times“ sollen die Reliquien jetzt zu russischen Soldaten an die Front gebracht werden.
Kirche spricht von „vernünftiger Entscheidung“
Das sei eine „vernünftige Entscheidung“, sagte ein Kirchensprecher dem Blatt. Russische Soldaten hätten „das Bedürfnis und den Wunsch, die Reliquien des seligen Fürsten Dmitri Donskoi zu verehren“.
Von den Männern selbst ist dazu keine Reaktion bekannt, dafür aber aus der Ukraine.
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha nutzte die Gelegenheit für einen trockenen, spitzen Kommentar: Die Reliquien an der Front werden „wohl kaum dazu beitragen, den Krieg zu beenden“, schrieb er auf X.