Wirtschaft in Venezuela: Jetzt hat Donald Trump das Sagen
Artikelzusammenfassung
Der Sturz Maduros wirkte wie der Trailer für Venezuelas Comeback. Anfang Januar verschleppten US-Spezialeinheiten den Diktator in die USA, Washington installierte Delcy Rodríguez als Übergangsfigur und verkaufte das Ganze als Turnaround-Story für das ölreiche Krisenland – doch acht Monate später dominieren Inflation, Stromausfälle, marode Infrastruktur und die bittere Erkenntnis, dass der versprochene Boom eher PowerPoint als Realität ist. Zwar stiegen Förderung und Exporte, Chevron fährt ein solides Plus ein und einige lokale Dienstleister profitieren, aber große Player wie ExxonMobil oder ConocoPhillips halten Venezuela weiter für „uninvestierbar“, während politische Intransparenz, alte Eliten und dubiose Figuren wie Mauricio Claver-Carone den Liberalisierungsprozess wie einen schlecht moderierten Dealroom aussehen lassen. Besonders explosiv ist, dass milliardenschwere Öleinnahmen über ein vom US-Finanzministerium kontrolliertes Treuhandsystem laufen, dessen Rückflüsse nach Caracas im Nebel verschwinden; Kritiker sprechen deshalb von einem US-Protektorat, Ökonomen verweisen zugleich darauf, dass das Modell die Gelder vor Gläubigern schützt und vor allem Chinas früheren Einfluss zurückdrängen soll. Wie fragil der Staat geblieben ist, zeigte schließlich das verheerende Erdbeben im Juni: Zehntausende Obdachlose, kaum Hilfe, Seuchengefahr – und eine Bevölkerung, die unter dem Slogan „Mehr Waffen als Schaufeln“ erlebt, dass geopolitische Regie, Ölpolitik und Privatisierungsfantasien noch lange keinen funktionierenden Staat ergeben.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.