DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.443,67 USD 07:23:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Wirtschaftskrise: IWF rechnet mit noch schwächerem Wachstum in Deutschland und senkt Prognose

Wirtschaft

Zuletzt hatten eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran sowie das Rahmenabkommen zwischen den beiden Konfliktparteien die Märkte zumindest in Teilen etwas beruhigt. Die Preise kühlten sich von ihren Höchstständen im April etwas ab. Entwarnung gibt es allerdings angesichts der weiteren unsicheren Lage im Nahen Osten nicht. Die USA setzten zudem am Dienstag die zuvor gelockerten Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft. Eine vor gut zwei Wochen erteilte Ausnahmegenehmigung werde wieder zurückgenommen, teilte das US-Finanzministerium mit. Die Ölmärkte reagierten umgehend mit Preisaufschlägen. IWF erwartet hohe Inflation bis 2027 Abgefedert wurde der wirtschaftliche Abschwung unterdessen durch die Entwicklung bei Künstlicher Intelligenz. Fortschritte und die Einführungen von KI-Modellen unterstützten den wirtschaftlichen Aufschwung, hieß es in dem IWF-Bericht. Länder wie Südkorea und Taiwan, die Hardware für KI exportieren, machten dadurch sogar deutliche Wachstumssprünge. Aufgrund der erhöhten Energiepreise kletterte nach IWF-Angaben die weltweite Gesamtinflation im Mai den dritten Monat in Folge. Für das laufende Jahr rechnet die Organisation mittlerweile mit einer Teuerungsrate von 4,7 Prozent – noch im April hatte sie 4,4 Prozent erwartet. Zwar dürfte die Inflation 2027 dann wieder niedriger liegen. Mit 3,9 Prozent liegt sie aber fast doppelt so hoch wie das langfristig ins Auge gefasste Zwei-Prozent-Ziel und zudem 0,2 Prozentpunkte höher als noch im April vom IWF in Aussicht gestellt. Angesichts der hartnäckigen Inflation geht der IWF davon aus, dass die Leitzinsen der Zentralbanken in den USA und der Eurozone vorerst weitgehend stabil bleiben. Aufgrund des anhaltenden Preisdrucks bei einer gleichzeitig nur moderat abgekühlten Wirtschaftsauslastung sei mit einer spürbaren Lockerung der Geldpolitik zur Unterstützung des Wachstums vorerst nicht zu rechnen. Zuletzt hatte die US-Notenbank Federal Reserve den Leitzins bei 3,5 bis 3,75 Prozent belassen. Die Europäische Zentralbank hob hingegen erstmals seit fast drei Jahren den für Banken und Sparer wichtigen Einlagenzins um 0,25 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent an. Straße von Hormus von entscheidender Bedeutung Bei seinen Prognosen geht der IWF davon aus, dass die Wiedereröffnung der Straße von Hormus Mitte Juli beginnt und Schiffe schrittweise wieder durchfahren können. Die Meerenge ist für den globalen Energiehandel von entscheidender Bedeutung. Die Lage dürfte sich nach dieser Annahme bis März 2027 weitgehend auf den Vorkriegszustand eingependelt haben. Zudem würden schwere Engpässe dadurch vermieden, dass Staaten ihre Lagerbestände anzapfen. In einigen Schwellen- und Entwicklungsländern werde das allerdings aufgrund fehlender Vorräte nicht möglich sein, betonte der IWF. Angesichts der jüngsten Eskalation zwischen Washington und Teheran scheinen diese Szenarien unwahrscheinlicher geworden: Das US-Militär hatte in Reaktion auf Attacken gegen Tanker in der Straße von Hormus in der vergangenen Nacht Dutzende Ziele im Iran bombardiert. Zudem setzen die USA Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft. Irans Militär kündigte Medienberichten zufolge eine Reaktion auf die US-Angriffe an. Kurz darauf meldete die Armee des mit Washington verbündeten Golfstaats Kuwait feindlichen Beschuss. Auch in Bahrain heulten am frühen Morgen die Sirenen. Eigentlich hatten die USA und der Iran eine Waffenruhe vereinbart.

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