DAX -0,94 % 26.091,33 Pkt 18:00:00 MDAX -1,65 % 31.822,47 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,37 % 6.444,46 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,01 % 53.463,05 Pkt 22:38:37 S&P 500 -0,48 % 7.707,98 Pkt 22:38:31 Nasdaq -1,18 % 26.331,09 Pkt 23:15:59 Nikkei +1,17 % 66.093,97 Pkt 06:37:25 Gold +1,25 % 4.545,30 USD 06:42:19 Silber +2,03 % 67,07 USD 06:41:12 Brent +0,27 % 91,87 USD 06:40:26 WTI -1,44 % 84,59 USD 06:42:17 Bitcoin +0,20 % 69.430,07 USD 06:52:23 EUR/USD +0,87 % 1,16800 USD 06:51:54 EUR/GBP +0,30 % 0,85780 GBP 06:52:24 EUR/CHF -0,66 % 0,93400 CHF 06:52:24 EUR/JPY +0,23 % 185,113 JPY 06:52:20

Wirtschaftsministerium: Händler sollen Erdgasspeicher füllen

Welt

Mit Blick auf niedrige Gasspeicherstände sehen Bundeswirtschaftsministerium und Bundesnetzagentur aktuell die Wirtschaft in der Pflicht. Die Füllung der deutschen Speicher, die derzeit rund zur Hälfte ausgelastet sind, sei "sehr gering", räumte eine Sprecherin des Ministeriums in Berlin ein. "Wir beobachten die Lage genau, auch im geopolitischen Kontext, und fordern die Händler auf, einzuspeichern." Zum Artikel: Leere Gasspeicher: Wie sinnvoll wäre eine nationale Gasreserve? Füllstände deutlich unter Niveau vom Vorjahr Die deutschen ebenso wie die europäischen Füllstände liegen aktuell deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Laut jüngsten Daten des europäischen Verbands der Gasinfrastrukturbetreiber (GIE) lag der Füllstand am 17. August bei 61 Prozent. Vor einem Jahr waren es knapp 74 Prozent. Die deutschen Gasreserven sind deutlich geringer: Hier meldete die GIE für den 17. August einen Füllstand der Speicher von 50 Prozent, nachdem sie vor einem Jahr zu knapp 67 Prozent gefüllt waren. Zum 1. November müssten die deutschen Gasspeicher nach gesetzlichen Vorgaben eigentlich zu jeweils 80 Prozent gefüllt sein, mit einigen festgelegten Ausnahmen. Auf die Frage, ob die Gasversorgung für den Winter gesichert sei, äußerte sich die Sprecherin des Wirtschaftsministeriums nicht klar, sondern appellierte an die Verantwortung der Händler. Das Haus von Ministerin Katherina Reiche (CDU) argumentiert, dass Deutschland inzwischen Gas aus mehreren Quellen beziehe. Aiwanger: "Deutlich an Fahrt aufnehmen" Unterdessen forderte der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) den Bund zum Handeln auf, solange noch Zeit sei. "Wir dürfen beim Gas nicht sehenden Auges in eine Versorgungslücke laufen. Jetzt muss die Einspeicherung deutlich an Fahrt aufnehmen", sagte Aiwanger. Der Bund müsse "jederzeit in der Lage sein, gegenzusteuern, wenn die Einspeicherung nicht schnell genug vorankommt. Wir wollen keine unnötigen Eingriffe in den Markt. Aber wenn sich eine Versorgungslücke abzeichnet, darf der Staat nicht erst reagieren, wenn der Winter vor der Tür steht." Gerade die bayerischen Speicher wiesen derzeit besonders niedrige Füllstände auf, sagte Aiwanger. "Entscheidend ist nicht die deutsche Gesamtsicht. Entscheidend ist, ob das Gas im Winter dort aus dem Speicher kommt, wo es gebraucht wird." Netzagentur-Chef Klaus Müller nimmt ebenfalls die Händler in die Pflicht. "Es ist ausreichend Gas verfügbar. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Gashändler seinen Kunden erklären möchte, dass es im Winter nicht genug Gas gibt, weil er nicht ausreichend vorgesorgt hat", sagte er dem Portal "t-online" (externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt). Warum das Gas momentan so teuer ist Die wegen des Iran-Kriegs blockierte Straße von Hormus erschwert den internationalen Transport von Gas und Öl, was die Preise in die Höhe treibt. Für Händler, die normalerweise im Sommer Gas kaufen, um es in der Heizperiode im Winter zu verkaufen, ist der Einkauf deshalb derzeit wenig attraktiv. Der Preis für europäisches Erdgas stieg am Mittwoch auf das höchste Niveau seit der Anfangsphase des Iran-Kriegs. Der richtungsweisende Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat wurde an der Börse in Amsterdam zu 64,60 Euro je Megawattstunde (MWh) gehandelt. Das ist der höchste Stand seit Mitte März. Deutschlands wichtigster Gaslieferant war lange Russland, der mit Ausbruch des Ukraine-Kriegs aber wegbrach. Im Frühjahr 2022 wurden deshalb auf Betreiben des damaligen Wirtschaftsministers Robert Habeck (Grüne) Füllstandsvorgaben eingeführt, die seither gelockert wurden. Mit Informationen von dpa

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