DAX +0,44 % 25.818,21 Pkt 18:00:00 MDAX +0,15 % 30.472,32 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -1,22 % 6.131,31 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,34 % 51.770,31 Pkt 21:47:53 S&P 500 -2,12 % 7.580,07 Pkt 21:47:43 Nasdaq -4,19 % 25.437,00 Pkt 22:15:59 Nikkei -2,12 % 63.290,11 Pkt 07:45:03 Gold -3,29 % 3.898,90 USD 21:59:59 Silber -5,59 % 49,28 USD 21:59:59 Brent -1,26 % 113,43 USD 21:59:57 WTI +2,08 % 104,12 USD 21:59:59 Bitcoin +0,12 % 77.294,28 USD 11:07:41 EUR/USD +0,09 % 1,11660 USD 22:29:43 EUR/GBP -0,44 % 0,83320 GBP 22:26:43 EUR/CHF -0,37 % 0,92020 CHF 22:28:43 EUR/JPY -0,14 % 175,816 JPY 22:28:43

Wirtschaftswachstum: Institute erhöhen Konjunkturprognose kräftig - Ifo erwartet 1,4 Prozent für 2026

Wirtschaft

Das Ifo-Institut blickt für 2026 und 2027 deutlich optimistischer auf die deutsche Wirtschaft als zuletzt. Das ⁠Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde in diesem Jahr um 1,4 Prozent steigen und im nächsten ‌um 1,2 Prozent zulegen, teilten die ​Münchner Wirtschaftsforscher am Donnerstag zu ihrer ‌neuen Konjunkturprognose mit. 2028 dürfte es um 0,8 Prozent ​nach oben gehen.

„Deutliche Impulse aus dem Ausland und die Mehrausgaben für Infrastruktur, Klima und Verteidigung in ​Deutschland verhindern stärkere Bremsspuren beim Wachstum durch den Energiepreisschock und das Niedrigwasser auf den Flüssen“, sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. Vor allem für die ​krisengeplagte Industrie zeigten sich Lichtblicke. „Die Erholung der deutschen Wirtschaft setzt sich fort.“

Die Inflationsrate ‌wird demnach in diesem und ⁠im kommenden Jahr ⁠auf 2,8 beziehungsweise 3,0 Prozent steigen. Erst 2028 dürfte sich die ‌Teuerung mit 2,3 Prozent wieder in ​Richtung des Zielwerts von zwei Prozent der Europäischen Zentralbank bewegen. „Die durch Heizöl und Kraftstoff getriebene Inflation wird ​im weiteren ​Prognoseverlauf voraussichtlich sinken“, erklärte Wollmershäuser. „Allerdings dürften vor allem die Verbraucherpreise für Strom und Gas im Winter nochmals steigen.“ Insgesamt ⁠bleibe die Konsumkonjunktur aufgrund der hohen Inflation gedämpft. Im zweiten Quartal war die deutsche Wirtschaft um 0,3 Prozent gewachsen, nach einem Plus von 0,4 Prozent zum Jahresstart ​2026.

Auch andere Institute haben ihre Wachstumsprognosen erhöht:

Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) traut der deutschen Wirtschaft in diesem und im nächsten Jahr die stärksten Wachstumszahlen seit 2022 zu. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte ​um 1,3 Prozent steigen und 2027 dann noch einmal um 1,1 Prozent zulegen, teilten die Essener Ökonomen am Donnerstag mit. Für 2028 erwarten die Regierungsberater, dass es um 0,5 Prozent nach oben geht. „Die deutsche Wirtschaft ist dank der Exporte besser durch das erste Halbjahr gekommen, als zunächst zu erwarten war“, sagte RWI‑Konjunkturchef Torsten Schmidt. Die Erholung sei zwar da, die strukturellen Probleme aber nicht verschwunden. „Hohe Energiepreise, zu viel Bürokratie und schwache ⁠Wettbewerbsfähigkeit bremsen ​Deutschland weiter aus.“

Beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin spricht man vorsichtig von einer „möglichen Trendwende in den kommenden zwei Jahren“. Nach einer starken ersten Jahreshälfte dürfte die deutsche Wirtschaft 2026 um 1,2 Prozent zulegen, hieß es dort. Für 2027 rechnen die Wirtschaftsforscher mit einer Rate von 1,0 Prozent, für 2028 mit 0,7 Prozent.

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