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Wirtschaftswunder: Das dunkle Geschäftsmodell hinter Nordkoreas Boom

Welt

Seoul, Tokio. Stau in Pjöngjang, Nordkoreaner im Smartphone-Rausch, schneller Taxi-Ruf per App: In der Hauptstadt der abgeschotteten Autokratie scheint die digitale Moderne nicht nur angekommen zu sein, sie floriert regelrecht. Dabei ist die Bevölkerung Nordkoreas bitterarm, Felder werden vielerorts noch mit Ochsen bestellt.

Sechs bargeldlose Zahlungssysteme und 24 Smartphone-Marken habe allein er bei einem geführten Besuch in Pjöngjang im vergangenen Jahr gezählt, sagt Martyn Williams, Experte für Technologie in Nordkorea am US-Thinktank Stimson Center. „All diese Marken werden von verschiedenen Handelsunternehmen geführt, die unbedingt Geld verdienen wollen“ – mit Technik aus China.

Bis zu 500 Dollar müssen Nordkoreaner dafür oft in den Geschäften hinlegen, entweder in Devisen oder mit einem Devisen-Zertifikat der Regierung auf den Tisch legen. Ein Falthandy fand Williams sogar für 2000 Dollar. Das „Wall Street Journal“ nannte Nordkorea kürzlich dennoch die „überraschendste wirtschaftliche Erfolgsgeschichte der Welt“. Doch es bleibt ein Rätsel: Woher haben die Nordkoreaner plötzlich so viel Geld, vor allem in Devisen?

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