Witkoff und Kushner: Trumps Unterhändler sollen nach Moskau und Kiew
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Washington/Moskau – Erst reiste Trumps CIA-Chef überraschend nach Moskau, jetzt sollen die nächsten Vertrauten des US-Präsidenten folgen! Die US-Unterhändler Steve Witkoff (69) und Jared Kushner (45) sollen am Wochenende nach Russland und anschließend in die Ukraine reisen. Das berichtete am Freitag zunächst die russische Staatsagentur Tass. Demnach soll es zuerst nach Moskau und danach nach Kiew gehen.
Nach Reuters-Informationen ist die Reise allerdings noch nicht endgültig in trockenen Tüchern. Washington verlangt demnach Sicherheitszusagen von beiden Kriegsparteien. Die USA wollen erreichen, dass die Ukraine während des Aufenthalts der US-Verhandler Moskau nicht angreift und Russland im Gegenzug auf Angriffe auf Kiew verzichtet. Der Plan sieht nach Angaben einer mit den Vorbereitungen vertrauten Quelle weiterhin eine Reise nach Moskau am Samstag und Kiew am Sonntag vor.
Schon der CIA-Chef war in Moskau
Brisant: Es wäre bereits der nächste hochrangige Besuch aus Trumps Machtapparat in Moskau innerhalb weniger Tage. Erst am 25. August war CIA-Direktor John Ratcliffe (60) in die russische Hauptstadt gereist. Es war der erste bekannte Moskau-Besuch eines CIA-Chefs seit der Reise seines Vorgängers William Burns (70) im November 2021 – rund drei Monate vor Russlands Großangriff auf die Ukraine.
Ratcliffe traf während seines Aufenthalts Vertreter der russischen Geheimdienste, darunter den Chef des Auslandsgeheimdienstes SVR, Sergej Naryschkin (71). Mit Kremlchef Wladimir Putin (73) persönlich sprach Ratcliffe nach Angaben Moskaus nicht. Putin sei anschließend aber über die Ergebnisse der Gespräche informiert worden.
Witkoff und Kushner kennen Putin bereits
Jetzt könnten Witkoff und Kushner die diplomatischen Gespräche fortsetzen. Beide gehören zu Trumps wichtigsten Unterhändlern. In Moskau sind sie keine Unbekannten: Bereits im Januar waren Witkoff und Kushner gemeinsam in Russland und führten im Kreml rund vier Stunden lang Gespräche mit Putin. In Kiew waren die beiden seit Beginn des russischen Großangriffs 2022 dagegen noch nicht.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) bestätigte am Donnerstag, dass vorläufige Termine für Gespräche in Moskau und Kiew vereinbart worden seien. Die ukrainische Verhandlungsdelegation stehe in ständigem Kontakt mit der amerikanischen Seite.
Moskau bleibt bei Maximalforderungen
Ein Durchbruch ist allerdings nicht in Sicht. Zwischen Russland und der Ukraine liegen bei den entscheidenden Fragen weiterhin Welten. Kremlsprecher Dmitri Peskow (58) erklärte am Freitag, Putins Position sei „unerschütterlich“. Russland verlangt demnach weiterhin, dass die Ukraine auf einen Nato-Beitritt verzichtet und die von Moskau beanspruchten vier ukrainischen Regionen vollständig abtritt – einschließlich der Gebiete, die Russland bislang gar nicht kontrolliert. Kiew lehnt solche Forderungen ab und betrachtet sie als Kapitulation.