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Wladimir Putin könnte Nato bald mit Angriff auf Bündnisland testen

Welt

US-Geheimdienste gehen offenbar davon aus, dass der russische Präsident Wladimir Putin in den kommenden Jahren ein Bündnisland der Nato angreifen könnte. Das berichteten das »Wall Street Journal« und der Sender CNN übereinstimmend. Sie berufen sich dabei auf neue US-Geheimdienstberichte, deren Inhalte ihnen US-Beamte beziehungsweise mit den Berichten vertraute Quellen geschildert hätten. Mögliche Szenarien reichen demnach von einer Cyberattacke bis zu einem klein angelegten Eindringen in ein Nato-Land. Damit solle die Entschlossenheit der Nato getestet werden. Nach Informationen des »Wall Street Journal« waren die USA zuvor davon ausgegangen, dass Putin kein Nato-Land provozieren wolle, während er noch Krieg gegen die Ukraine führe. Diese Einschätzung habe sich jedoch dieses Jahr geändert, zitierte die Zeitung US-Beamte. Ziel eines möglichen Angriffs Putins auf ein Nato-Land während des andauernden Ukrainekriegs wäre demnach eine Spaltung des Bündnisses. Russischer Angriff womöglich bis 2029 Die Zeitung nannte auch das Entsenden von Soldaten in nicht gekennzeichneten Uniformen zur Besetzung von Gebieten als ein mögliches Szenario. Die Wahrscheinlichkeit für das Extremszenario – ein Eindringen in ein Gebiet der Nato-Ostflanke – sei gering, steige aber mit fortschreitender Zeit, schrieb sie über die Befunde der Geheimdienstberichte. Der geschätzte Zeitrahmen für jegliche mögliche Angriffe reicht demnach von diesem Herbst bis 2029. Nach Informationen von CNN ist es am wahrscheinlichsten, dass ein wie auch immer gearteter Angriff baltische Staaten oder Polen ins Visier nehmen würde. Litauens Regierung hatte jüngst mitgeteilt, dass dem eigenen Militärgeheimdienst Informationen vorlägen, wonach Russland Angriffe auf kritische Infrastruktur in den baltischen Staaten unter Einsatz ukrainischer Drohnen erwägen könnte. Den Angriff auf die Ukraine 2022 sagten US-Geheimdienste ebenso voraus, ohne dass die Verbündeten in Europa diese Aussagen vor Ausbruch des Krieges richtig ernst nahmen. Das »Wall Street Journal« schreibt unter Berufung auf mit Geheimdienstberichten vertraute US-Beamte, dass die Drohne mit Sprengstoff wahrscheinlich der russischen Regierung gehöre. CNN zitiert einen US-Verteidigungsbeamten in Europa mit der Aussage, die USA seien zum Schluss gekommen, dass die Drohne von einem russischen Geheimdienst sei.

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