WLAN nachts ausschalten: Bürger ahnen drei Vorteile nicht
ruhr24 Service WLAN nachts ausschalten: Bürger ahnen drei Vorteile nicht Von: Linda Mey Uns auf Google folgen Viele lassen den WLAN-Router rund um die Uhr laufen. Kosten- und Sicherheitsgründe sprechen dafür, das Gerät nachts auszuschalten. Dortmund – Fernseher, Beleuchtung, Smartphone – viele Geräte schalten Menschen vor dem Schlafengehen aus. Der WLAN-Router läuft dagegen meist durch – das kostet Geld. Router-Besitzer können durch nächtliches Ausschalten Strom sparen, Hackerangriffe erschweren und Strahlung reduzieren. Nächtliche Pause für WLAN-Router: Maßnahme spart Stromkosten Ein Router verbraucht im Dauerbetrieb zwischen 5 und 20 Watt – je nachdem, welche Funktionen das Gerät hat. Bei 25 Cent pro Kilowattstunde kostet das zwischen 11 und 44 Euro im Jahr, schreibt das Magazin Techbook. Acht Stunden Pause pro Nacht haben dann eine große Wirkung: Sie reduzieren die Stromkosten um etwa ein Drittel. Ein weiterer Grund: Der Router kann durch Hacker zum Sicherheitsrisiko werden. Kriminelle greifen über nicht ausreichend gesicherte Geräte auf Netzwerke und Daten zu. Laut Techbook waren 2018 fast eine Million Telekom-Kunden von einem Hackerangriff durch den Router betroffen. Ist der Router nachts ausgeschaltet, haben Angreifer in dieser Zeit keinen Zugriff. Der dritte Vorteil: die elektromagnetische Strahlung reduzieren. Laut dem Bundesamt für Strahlenschutz gibt es bislang noch keinen wissenschaftlichen Beleg, dass sie Gesundheitsschäden verursacht. Wer dennoch kein Risiko eingehen möchte, kann den Router für ein paar Stunden am Tag ausschalten. Keine Service-News mehr verpassen: Oranger Punkt in der Statusleiste ist ein Warnsignal für Handy-Nutzer WLAN-Signal am Router verstärken: Alufolie kann Reichweite erhöhen Zeitschaltung am Router: Nutzer können WLAN bequem pausieren Am einfachsten ist eine Zeitschaltung. Bei vielen Routern müssen Nutzer dafür die IP-Adresse des Routers im Browser aufrufen. Im WLAN-Menü gibt es die Option „Zeitschaltung“, erklärt Vodafone. Dort lassen sich Start- und Endzeiten für die Pause festlegen – etwa von 23 bis 6 Uhr. Wer unsicher ist, wo sich die Funktion befindet, kann in der Anleitung oder im Internet nachsehen. Die Zeitschaltung hat Vorteile gegenüber dem kompletten Ausschalten. Telefon und Anrufbeantworter funktionieren weiter. Smart-Home-Geräte bleiben verbunden. Automatische Updates laufen wie geplant. Nur das WLAN-Signal pausiert. Einfach Strom sparen: Steckdosenleiste vereinfacht Ausschalten vom WLAN Eine Steckdosenleiste mit Schalter macht das manuelle Ausschalten ebenfalls bequemer. Vor dem Schlafengehen reicht ein Knopfdruck, um den ganzen Router zu deaktivieren. Andere Stromfresser wie Fernseher oder Spielkonsolen lassen sich gleich mit ausschalten – das spart zusätzlich Energie. Wer den Router komplett vom Netz nimmt, sollte vorher prüfen: Welche Geräte hängen am Router? Telefonanschluss, Smart-Home-Systeme und Netzwerkspeicher brauchen oft eine dauerhafte Verbindung. Eine Zeitschaltung für das WLAN ist dann die bessere Wahl.