DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,02 % 64.323,00 USD 08:09:33 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

WM 2026: Argentinien nach Sieg über England wieder im WM-Finale

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Tom Körkemeier Prinz William: Enttäuscht und stolz Der britische Thronfolger Prinz William hat sich nach dem englischen Scheitern mit aufmunternden Sätzen an das Nationalteam gewandt. „Extrem enttäuscht. England, ihr habt alles gegeben, und wir sind alle so stolz auf euch“, schrieb der 44 Jahre alte Präsident des englischen Fußballverbands bei X. William bedankte sich bei allen Beteiligten „auf und neben dem Platz für ein unglaubliches Turnier“. „Der Kampfgeist und der Glaube, den ihr gezeigt habt, haben uns alle inspiriert“, schrieb er. Tom Körkemeier Tuchel in der Kritik Der frühere Bundesligatrainer Tuchel soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge trotz des Scheiterns weiter das Vertrauen des englischen Verbands FA haben. Es werde erwartet, dass der deutsche Coach das Team auch zur Heim-EM 2028 führen werde, schrieb unter anderem die BBC kurz nach der Niederlage. Tuchel werde wahrscheinlich Trainer bleiben, schrieb die „Times“. Tuchel steht nach der Niederlage gegen Argentinien in der Kritik mehrerer Experten. Sie werfen dem früheren Bundesligatrainer vor, nach der 1:0-Führung auf eine zu defensive Taktik gesetzt zu haben. Ex-Stürmer Chris Sutton unterstellte Tuchel eine „Coaching-Katastrophe“. FA-Geschäftsführer Mark Bullingham äußerte sich direkt nach dem Schlusspfiff nicht konkret zur Vertragssituation Tuchels. „Die Spieler und Thomas haben heute alles gegeben und das Team, die Trainer und der Staff hätten nicht härter während des Turniers arbeiten können“, sagte der Funktionär. Tom Körkemeier Argentinien droht Strafe durch die FIFA Schon vor der Partie war das Halbfinal-Duell in Atlanta aufgrund der politischen Vergangenheit mächtig aufgeladen gewesen. Inmitten der Siegesfeier zeigten argentinische Spieler dann ein Plakat mit der Aufschrift „Las Malvinas son argentinas“ („Die Malvinas sind argentinisch“). Mit dem Spruch will Argentinien seine vermeintlichen Besitzansprüche auf die sogenannten Malvinas, wie die Falklandinseln in Argentinien heißen, erklären. Argentinien und Großbritannien hatten 1982 mehr als 70 Tage lang Krieg um die Inseln vor der Küste Argentiniens geführt. Dabei starben rund 1000 Soldaten. Die Inseln sind seit 1833 britisches Überseegebiet. Der Weltverband FIFA verbietet rund um die WM-Spiele, politische Botschaften zu präsentieren. Dem argentinischen Team könnte damit eine Strafe drohen. Argentinische Spieler mit einem Plakat mit der Aufschrift „Las Malvinas son argentinas“ („Die Malvinas sind argentinisch“). IMAGO/Jose Hernandez Angelika Ahrens Argentinien nach Sieg über England wieder im WM-Finale Titelverteidiger Argentinien steht angeführt von Superstar Lionel Messi erneut im Endspiel der Fußball-WM. Die Südamerikaner bezwangen im Halbfinale von Atlanta England unter dem deutschen Trainer Thomas Tuchel mit 2:1 (0:0) und treffen im Kampf um den vierten WM-Titel auf Europameister Spanien. Jeanne Vesper Nach WM-Aus: Ausschreitungen in 183 französischen Städten Nach Frankreichs Niederlage im Halbfinale der Fußball-WM gegen Spanien ist es in zahlreichen Städten zu Gewalt gekommen, ohne dass es aber nach einer Bewertung des Innenministeriums zu schwerwiegenden Vorfällen kam. In 183 Städten, darunter insbesondere in Paris und Lyon, kam es zu Konfrontationen mit der Polizei, wie das Ministerium in Paris mitteilte. 342 Menschen wurden festgenommen, wovon 250 in Polizeigewahrsam kamen. In 688 Fällen wurden Einsatzkräfte mit Feuerwerkskörpern beschossen, 1128 Böller wurden beschlagnahmt. In Grenoble wurde ein 49 Jahre alter Mann von Angreifern verfolgt und in einer Seitenstraße erschossen, berichtete die Zeitung „Le Parisien“ unter Verweis auf die Polizei. Als Hintergrund wird ein Bandenkrieg vermutet. Das Opfer sei bei der Justiz in Zusammenhang mit kriminellen Abrechnungen bekannt gewesen. Das Halbfinalspiel fiel in Frankreich auf den Nationalfeiertag, den 14. Juli, rund um den es traditionell häufig ohnehin zu Ausschreitungen, Sachbeschädigungen und Brandstiftungen kommt. Marc Renner Allen Regeln zum Trotz: Fifa verlängert laut Medienberichten Halbzeitpause im WM-Finale deutlich Die Halbzeitpause im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft soll Medienberichten zufolge wegen einer großen Show länger als die üblichen 15 Minuten dauern. Wie lange die Unterbrechung des Endspiels in East Rutherford bei New York am Sonntag (21.00 Uhr/MagentaTV und ZDF) genau sein wird, darüber gibt unterschiedliche Angaben. So ist von 20, aber auch von bis zu 30 Minuten Pause die Rede. In der Halbzeitshow, die an jene im Super Bowl erinnert, sollen Mega-Prominente wie die Pop-Ikonen Shakira und Madonna sowie der kanadische Superstar Justin Bieber auftreten. Die südkoreanische Band BTS ist ebenfalls dabei – genau wie der nigerianische Musiker Burna Boy, der gemeinsam mit dem venezolanischen Dirigenten Gustavo Dudamel, der Band Coldplay und einem New Yorker Grundschulchor auftritt. Chris Martin von Coldplay: Teil der Halbzeitshow. dpa Regeln besagen eigentlich nur 15-Minuten-Pause Der Fußball-Weltverband Fifa war angefragt. Zu den Berichten unter anderem der BBC und von „The Times“ äußerte er sich zunächst nicht. Von den Regelhütern des International Football Association Board (Ifab) ist eigentlich festgelegt, dass den Spielern eine Halbzeitpause von maximal 15 Minuten zusteht. Demnach darf die Dauer der Pause ausschließlich mit der Erlaubnis des Schiedsrichters geändert werden. Das ZDF und MagentaTV als übertragende Sender in Deutschland haben bereits angekündigt, die Show zu zeigen. Marc Renner Spanien-Sieg bringt beste TV-Quote für WM-Spiel ohne DFB-Team Das erste Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft hat für einen TV-Bestwert gesorgt. Durchschnittlich 12,688 Millionen Menschen sahen im ZDF den 2:0-Sieg der Spanier gegen Frankreich - das waren so viele Zuschauer wie bei keinem anderen Spiel ohne deutsche Beteiligung. Die Partie erreichte nach Angaben der AGF Videoforschung einen Marktanteil von 53,1 Prozent. Das bisher erfolgreichste Spiel der WM war das 7:1 der deutschen Mannschaft in ihrem ersten Spiel gegen Curaçao mit im Schnitt 23,427 Millionen in der ARD. Der Marktanteil hatte bei 70,2 Prozent gelegen. Die Telekom, die die WM ebenfalls überträgt, veröffentlicht für ihren Streamingdienst MagentaTV keine Einschaltquoten zu einzelnen Spielen. Marc Renner Angelika Ahrens Messi in Manndeckung? Tuchels Taktikpläne gegen Argentinien Für die Chance auf das erste englische WM-Finale seit 1966 greift Trainer Thomas Tuchel womöglich in die taktische Mottenkiste. „Ich habe tatsächlich darüber nachgedacht, für ihn auf die gute alte Manndeckung zu setzen“, sagte der 52-Jährige über Argentiniens Superstar Lionel Messi. Die beiden Rivalen treffen heute (21.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in Atlanta im zweiten Halbfinale aufeinander. Im Endspiel wartet Europameister Spanien. Der 39 Jahre alte Messi bringt Tuchel besonders ins Grübeln. „Jeder kennt die Räume, die er mag. Aber er sieht Dinge früher als andere. Dann hat er die zwei Meter, die er für seinen unglaublichen linken Fuß braucht“, sagte Englands Nationaltrainer. Er habe aber einige Muster im Spiel der Argentinier ausgemacht. Messi beim Training: Manndeckung der Engländer gegen den Superstar Aregntiniens? Imago Angelika Ahrens Spanien nach Sieg gegen Frankreich im WM-Finale Spanien hat das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft erreicht. Der Europameister besiegte im Halbfinale in Arlington Frankreich mit 2:0 (1:0) und spielt am Sonntag in East Rutherford gegen den Sieger der Partie England gegen Argentinien um den Titel. Der Europameister hat mit gnadenloser Kontrolle die französischen Offensiv-Künstler gestoppt und erstmals seit seinem Weltmeistertitel vor 16 Jahren wieder ein WM-Endspiel erreicht. Die Spanier um Lamine Yamal setzten sich im Halbfinale verdient mit 2:0 (1:0) durch und stehen als erstes Team im Endspiel von East Rutherford. „Jetzt haben wir diesen letzten Schritt gemacht und wollen diesen Titel holen“, sagte Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente. „Diese Spieler haben es einfach verdient, weil sie Leidenschaft auf den Platz bringen und solidarisch spielen und ein extrem großes Talent haben. Das, was schwer erscheint, haben sie mit Leichtigkeit bewältigt.“ Mikel Oyarzabal in der 22. Minute per Foulelfmeter und Pedro Porro (58.) erzielten vor 70.176 Zuschauern im überraschend nicht ausverkauften Stadion in Arlington die Tore. „Das hätte ich mir nicht erträumen können“, sagte Porro. Man habe das Spiel gegen einen „großartigen Gegner“ beherrscht und freue sich auf das Endspiel am Sonntag. „Da bekomme selbst ich Gänsehaut, wenn ich darüber spreche.“ Die Defensivstärke erwies sich mal wieder als der große Trumpf der Iberer, die im laufenden Turnier erst ein Gegentor zugelassen haben. Ihren Final-Gegner ermitteln Titelverteidiger Argentinien und England mit dem deutschen Trainer Thomas Tuchel an diesem Mittwoch (21.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in Atlanta. Marc Renner 26 WM-Spiele: Deschamps löst Schön als Rekordtrainer ab Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps hat den ehemaligen Bundestrainer Helmut Schön als Rekord-Trainer bei Fußball-Weltmeisterschaften abgelöst. Das Halbfinale gegen Spanien im Dallas-Stadion war Deschamps 26. WM-Spiel als Cheftrainer. Der 57-Jährige übernahm die Bestmarke von Schön – der seinen letzten Einsatz vor 48 Jahren bei der WM 1978 hatte – am Nationalfeiertag der Franzosen. Seit 2012 ist der Ex-Profi als französischer Nationaltrainer im Amt. Nach dieser WM wird er es abgeben – dem Vernehmen nach an Zinédine Zidane. 1998 holte Deschamps den WM-Titel als Spieler, 2018 als Trainer. Lediglich Franz Beckenbauer und Mário Zagallo gelang ebenfalls ein solches Double. Gleich zwei WM-Titel als Coach holte bisher nur Vittorio Pozzo: 1934 und 1938 mit Italien. In Deschamps' 26 WM-Partien ist auch das Gruppenspiel gegen Norwegen mitgerechnet. Der Franzose stand bei dieser Partie allerdings nicht an der Seitenlinie, weil er nach dem Tod seiner Mutter in die Heimat geflogen war. Von der Fifa wird die Begegnung (4:1) dennoch in Deschamps' offizieller WM-Statistik aufgeführt. Marc Renner Von Cruise bis Hudson: Mega-Schlussfeier für XXL-WM Eine Reihe von Weltstars werden bei der Schlussfeier der bislang größten Fußball-Weltmeisterschaft auftreten. Im Met-Life-Stadium in East Rutherford werden am Sonntag (19.30 Uhr/MagentaTV und ZDF) unter anderem die Sängerinnen Laura Pausini und Nicole Scherzinger, Pop-Star Robbie Williams und Youtuber IShowSpeed dabei sein. US-Schauspieler Tom Cruise wird einen Gastauftritt haben. Emmy-, Grammy und Oscar-Gewinnerin Jennifer Hudson wird nach Angaben des Fußball-Weltverbands Fifa die US-Nationalhymne singen. Im Mittelpunkt der anderthalbstündigen Show steht der Rückblick auf die seit dem 11. Juni laufende WM in den USA, Kanada und Mexiko. Auch in der Halbzeitpause Auftritt von Mega-Stars Im Anschluss an die Schlussfeier wird das Finale angepfiffen (21.00 Uhr/MagentaTV und ZDF). In der Halbzeitshow wird der kanadische Popstar Justin Bieber erwartet. Ferner tritt der nigerianische Musiker Burna Boy gemeinsam mit dem venezolanischen Dirigenten Gustavo Dudamel, der Band Coldplay und einem New Yorker Grundschulchor auf, teilte die Hilfsbewegung Global Citizen mit. Global Citizen produziert die Show gemeinsam mit der Fifa und will damit auch Geld für die Unterstützung der Bildung von Kindern weltweit sammeln. Bereits vor ein paar Wochen war angekündigt worden, dass die Pop-Ikonen Shakira und Madonna sowie die südkoreanische Band BTS in der elfminütigen Halbzeitshow dabei sein werden. Es ist das erste Mal, dass es in einem WM-Finale eine Halbzeitshow gibt, ähnlich dem Super Bowl, dem Endspiel der amerikanischen Football-Liga NFL. Dort treten stets Mega-Stars auf. Nicole Scherzinger: Bei der Schlussfeier dabei. dpa Marc Renner Hat Gianni Infantino den IOC-Eid gebrochen? Organisation FairSquare sieht fünf klare Verstöße und reicht Beschwerde ein Die britische Menschenrechtsorganisation FairSquare hat nach eigenen Angaben gegen Fifa-Präsident Gianni Infantino eine Beschwerde beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eingelegt. Sie wirft dem mächtigsten Funktionär des Fußball-Weltverbands vor, wiederholt gegen die IOC-Regeln zur politischen Neutralität verstoßen zu haben. Der Hauptvorwurf: Infantino soll US-Präsident Donald Trump seine politische Unterstützung angeboten haben. Insgesamt gebe es fünf eindeutige Verstöße, für die es auch „überzeugende Beweise“ gebe, teilte FairSquare mit. Hintergrund ist unter anderem die aufgehobene Sperre von US-Stürmer Folarin Balogun, der trotz seiner Roten Karte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina nicht für das Achtelfinale gegen Belgien aussetzen musste. Das hatte für Empörung in der Fußballwelt gesorgt. Der Fifa-Chef soll laut FairSquare aber auch Werbung für eine Fanseite betrieben haben, die mit der Trump-Administration zusammenhängen soll. Dabei sei es um das Sammeln von Daten gegangen. Bei seiner Aufnahme in das IOC habe Infantino einen Eid abgelegt, die Olympische Charta zu achten und den IOC-Ethikkodex uneingeschränkt einzuhalten, hieß es in der Mitteilung von FairSquare. Demnach könne das IOC Mitglieder ausschließen, die nicht entsprechend handeln würden. IOC-Präsidentin Kirsty Coventry hatte bereits in der vergangenen Woche mit Blick auf eine mögliche Beschwerde gesagt, dass man sich dann „natürlich“ damit befassen werde. Marc Renner Psychospielchen oder ehrliche Einschätzung? Frankreichs Deschamps schiebt Spanien Favoritenrolle zu Frankreichs Fußball-Nationaltrainer Didier Deschamps schiebt die Favoritenrolle vor dem WM-Halbfinal-Kracher gegen Spanien munter dem Gegner zu. „Ja, das bestätige ich“, sagte er bei der Presskonferenz laut Übersetzung auf die Frage, ob er bei seiner Meinung bleibe, dass Spanien der große Titelfavorit sei. Deschamps hatte in den vergangenen Wochen mehrfach erklärt, dass er den Europameister bei diesem Turnier am stärksten einschätze. „Spanien ist der Favorit“, sagte er vor der Partie an diesem Dienstag (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Arlington bei Dallas nun erneut. „Sie haben nur ein Tor kassiert in den letzten sechs oder sieben Spielen.“ Es könne ein „spektakuläres Spiel werden mit hoher Qualität in der Offensive und Defensive“, meinte er. Superstar Kylian Mbappé von Real Madrid steht den Franzosen dabei genauso zur Verfügung wie sein Clubkollege Aurélien Tchouaméni, der im Achtel- und Viertelfinale mit Adduktorenproblemen gefehlt hatte. Mbappé sei zu 100 Prozent fit und habe normal trainiert, erklärte Deschamps. Beim 2:0 gegen Marokko war Mbappé zuletzt angeschlagen ausgewechselt worden. Kurz nach dem Spiel ging es ihm nach eigener Aussage aber schon wieder besser. Frankreichs Nationalcoach Didier Deschamps: „Spanien ist der Favorit.“ Imago Marc Renner Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen für England gegen Argentinien Die Polizei in Atlanta verstärkt die Sicherheitsvorkehrungen für das brisante WM-Halbfinale zwischen England und Argentinien. „Zusätzliches Personal und zusätzliche Ressourcen sind bereits im Einsatz und werden auch weiterhin strategisch an und um die Veranstaltungsorte, in den Ausgehvierteln und anderen stark frequentierten Bereichen eingesetzt, um ein sicheres und angenehmes Erlebnis für alle zu gewährleisten“, hieß es laut übereinstimmender Medienberichte in einer Mitteilung der Polizei Atlanta. Nicht der erste Besuch in Atlanta: Englische Fans feiern in einer Bar in der Nähe des Atlanta-Stadions in der Innenstadt nach dem Sieg Englands im Sechzentelfinale gegen Kongo. dpa Laut der argentinischen Zeitung „La Nación“ wurde die Partie als Spiel der höchsten Risikostufe von den Behörden eingeordnet. Die Hotels beider Mannschaften sollen von größeren Polizeiaufgeboten bewacht werden. Zwei Tage vor der Partie kam es demnach auch zu einem Treffen unter anderem mit Vertretern der Fifa, aber auch des FBI und Polizeibehörde von Miami, von wo eine große Schar argentinischer Fans erwartet wird. England und Argentinien spielen am Mittwoch (21.00 Uhr MESZ/MagentaTV und ARD) in Atlanta um den Einzug ins Finale der Fußball-Weltmeisterschaft. Die beiden Nationen trafen zuletzt 2005 in einem Testspiel aufeinander. Brisant ist die Partie nun 40 Jahre nach dem WM-Viertelfinale mit unter anderem mit Diego Maradonas Tor der Hand Gottes beim 2:1-Sieg des späteren Weltmeisters immer noch durch den Falklandkrieg 1982. Damals waren rund 1000 Soldaten ums Leben gekommen. Spieler beider Seiten betonte bereits, dass dies nur ein Fußballspiel sei. Marc Renner Vermarktung ohne Ende: WM-Pokal-Koffer von Luxusmarke wird Teil der Finalshow Der Fußball-Weltverband Fifa wird zum Abschluss seiner Weltmeisterschaft auch einen Trophäenkoffer einer Luxusmarke in seine Finalshow einbeziehen. Die französische Marke Louis Vuitton soll demnach „den offiziellen, speziell angefertigten Trophäenkoffer, der für den Transport und die Präsentation der wohl bekanntesten Trophäe im Sport entwickelt wurde“ präsentieren, wie die Fifa vor den beiden Halbfinals mitteilte. Als offizieller Markenlizenznehmer der WM 2026 präsentiere das Unternehmen zudem eine Kollektion von drei Trophäenkoffern in limitierter Auflage, die vom offiziellen Trophäenkoffer inspiriert seien. Im Netz gab es umgehend Kritik an der Aktion des Weltverbandes, der bei der WM zum Beispiel auch die neu eingeführten Trinkpausen an einen Namenssponsor verkauft hat. Louis Vuitton hat nach Fifa-Angaben bereits in den Jahren 2010, 2014, 2018 und 2022 den Trophäenkoffer für den Gewinner der Weltmeisterschaft präsentiert. Das Endspiel steigt am 19. Juli in East Rutherford nahe New York, nach Angaben von Fifa-Chef Gianni Infantino wird US-Präsident Donald Trump den goldenen Siegerpokal überreichen. In den beiden Halbfinals spielen am Dienstag (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) Europameister Spanien und Vize-Weltmeister Frankreich gegeneinander, ehe am Mittwoch (21.00 Uhr/ARD und MagentaTV) England und Titelverteidiger Argentinien aufeinandertreffen. Das Endspiel wird das 104. und letzte Spiel des XXL-Turniers mit 48 Mannschaften sein. Marc Renner Weniger Zeitschinderei, mehr VAR-Eingriffe: Neue WM-Regeln für Experte Wagner „eine große Gefahr“ DFB-Lehrwart Lutz Wagner sieht bei der Umsetzung der neuen, bei der Weltmeisterschaft angewandten Regeln „eine große Gefahr“. „Der Fußball muss für den Fan verständlich sein. Der, der den Fußball an der Basis spielt, muss wissen: Er spielt den gleichen Fußball wie in der Bundesliga oder bei der WM“, sagte der frühere Bundesliga-Referee in einem Interview bei „sportschau.de“. „Man muss die Änderungen und die Abweichungen so gering wie möglich halten, um dem Fan den Fußball so einheitlich wie möglich zu präsentieren.“ Als positiv bewertet Wagner die Reduzierung des Zeitspiels zum Beispiel durch schnellere Wechsel und dadurch, dass ein Spieler, der sich auf dem Feld behandeln lässt, erst eine Minute nach Verlassen des Platzes zurück darf. Dadurch sollte unterbunden werden, dass Verletzungen vorgetäuscht werden. „Das Verhalten der Spieler hat sich verändert. Die Spieler bleiben nicht mehr so lange liegen und bei Auswechslungen wird sich beeilt. Das hat wirklich gefruchtet“, urteilte Wagner, zeigte aber auch eine Schwierigkeit im Alltagsfußball auf: „Bei der WM geht das wunderbar, aber im Anschluss muss es dann aber auch bis an die Basis umgesetzt werden. Doch was soll der Schiedsrichter in der Kreisliga noch alles tun? Er muss jetzt ständig runterzählen, Countdowns anzeigen, und, und, und.“ Die Belastung für den Schiedsrichter sei dadurch nochmals höher geworden. Von den erweiterten Eingriffsmöglichkeiten des VAR – so bei Gelben Karten und Eckstößen – werde man „nicht alles davon“ im Alltag sehen. „Die Fifa hat gerade beim Videoassistenten einen Großteil dieser Dinge im optionalen Bereich belassen“, erklärte der 63 Jahre alte Regelexperte. „Da müssen dann die Verbände wie der DFB oder die Uefa entscheiden, ob sie das übernehmen oder nicht. Der DFB wird das im Anschluss an die WM umgehend festlegen.“ Lukas Bay Zwei Wochen nach DFB: Auch Schiedsrichter Zwayer bei WM raus Für den deutschen Fußball-Schiedsrichter Felix Zwayer ist die WM nach zwei Einsätzen in der Vorrunde vorzeitig beendet. Der 45 Jahre alte Berliner wird am Finalwochenende kein weiteres Spiel leiten und hat das Schiedsrichter-Quartier in Amerika bereits verlassen, wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) auf Anfrage mitteilte. Zwayer hat bei der Weltmeisterschaft den zweiten Auftritt von Gastgeber USA gegen Australien (2:0) sowie das Duell Demokratische Republik Kongo gegen Usbekistan (3:1) geleitet. Der Deutsche zeigte in beiden Partien eine starke Leistung, fiel aber bei seinem ersten Einsatz in Seattle auch mit einem Krampf in der Nachspielzeit auf. Bislang nicht abgereist ist Bastian Dankert, der sich als Videoschiedsrichter noch Hoffnungen auf einen Einsatz im WM-Finale am Sonntag machen darf. Felix Zwayer: Kein weiterer WM-Einsatz. Reuters Sabrina Frangos Haaland mit Waschbär-Souvenir – Fast 90.000 feiern Norweger Stürmerstar Erling Haaland hat offensichtlich eine Vorliebe für ausgefallene Souvenirs. Bei der WM-Rückkehr der norwegischen Nationalmannschaft stieg der 25-Jährige mit einem ausgestopften Waschbären in der Hand aus dem Flugzeug. „Er ist mir nach Hause gefolgt“, schrieb Haaland auf Instagram. In der Hand hält der Waschbär eine Glasflasche. Norwegen war am Samstag im Viertelfinale in Miami durch ein 1:2 nach Verlängerung gegen England ausgeschieden. Vom Flughafen Gardermoen ging es zum Osloer Schloss, wo die Mannschaft von König Harald, Prinz Haakon und anderen Mitgliedern der Königsfamilie empfangen wurde. Mit der Kleiderordnung nahm man es nicht so genau, einige Spieler kamen in kurzen Hosen. Borussia Dortmunds Julian Ryerson trug Flip-Flops. „Er hat uns zu Hause willkommen geheißen und uns zu unserer Leistung gratuliert“, sagte Kapitän Martin Ödegaard über die Begegnung mit dem 89 Jahre alten König. Zwischen dem Palast und dem Universitätsplatz, einer Entfernung von etwa 450 Metern, hatten sich 88.000 Menschen versammelt, um die Mannschaft zu feiern. Auf dem Schlossplatz zelebrierten Team und Bevölkerung zusammen den mittlerweile weltberühmten Ruder-Jubel. Fans, so weit das Auge reicht: Fast 90.000 kamen auf den Slottsplassen, um die norwegische Fußball-Nationalmannschaft nach der Rückkehr aus den USA zu begrüßen. Sabrina Frangos Spaniens Coach: Das beste Spiel von Yamal kommt noch Geht es nach Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente kommt das beste WM-Spiel von Lamine Yamal erst noch. „Ich habe ihm gesagt, er soll ruhig bleiben und es genießen. Der große Tag von Lamine Yamal kommt noch bei dieser WM. Ich hoffe, es ist morgen - oder im Finale, wenn wir uns qualifizieren“, sagte der 65-Jährige vor dem heutigen Halbfinale gegen Frankreich (21.00 Uhr MESZ/ZDF und Magenta TV). Yamal war zwar schon mehrfach zum besten Spieler einer Partie gewählt worden, steht aber nach sechs Spielen bei nur einem Treffer und keiner Vorlage bei der XXL-WM in den USA, Kanada und Mexiko. Sabrina Frangos Wie mit Maradona: Argentinien im blauen Trikot gegen England Vor dem WM-Halbfinale gegen Argentinien dürfte die Festlegung der Trikotfarben keine guten Erinnerungen bei England wecken. Wie schon im legendären WM-Viertelfinale 1986 als auch im Achtelfinale 1998 spielt Argentinien in den dunkelblauen Auswärtstrikots. Das bestätigte der argentinische Fußball-Verband der dpa. England trifft am Mittwoch (21.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in Atlanta auf den Titelverteidiger. In Mexiko-Stadt hatte Diego Maradona vor 40 Jahren die Führung mit der „Hand Gottes“ erzielt, später legte er mit dem vom Weltverband FIFA zum Jahrhunderttor gekürten 2:0 nach. Am Ende hieß es 2:1. 1998 in Frankreich hatte sich David Beckham zu einer Tätlichkeit hinreißen lassen und die Rote Karte gesehen. Nach der Verlängerung stand es 2:2, Argentinien siegte im Elfmeterschießen. Maradona (re.), Englands Torhüter Peter Shilton: Die legendäre „Hand Gottes“. Imago Marc Renner „Von unerträglichem Rassismus“: Ex-Spanien-Premier sorgt für Eklat Der frühere spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy hat mit einer rassistischen Äußerung vor dem WM-Halbfinale zwischen Spanien und Frankreich für Empörung gesorgt. Der frühere Politiker der konservativen Volkspartei schrieb in einem Beitrag für „El Debate“, dass Frankreich über einen Kader auf höchstem Niveau verfüge. Allerdings stünden keine Franzosen in dem Fußball-Team. Rajoys Beitrag stieß sowohl in Frankreich als auch in Spanien vor der Partie am Dienstag (21.00 Uhr) in Dallas auf scharfe Ablehnung. „Mariano Rajoys Äußerungen über die französische Nationalmannschaft zeugen von unerträglichem Rassismus“, schrieb Frankreichs Fußballverbandspräsident Philippe Diallo bei X. „Sie werfen zudem Fragen nach dem verwerflichen Klima auf, das solchen Gestank erst ermöglicht. Unsere Spieler brauchen keine Staatsbürgerschaftsurkunden von einem ehemaligen spanischen Ministerpräsidenten.“ Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez erklärte bei BFMTV: „Das ist absolut inakzeptabel, das entspricht überhaupt nicht den Werten Frankreichs.“ Der aktuelle spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez verlinkte bei X einen Beitrag mit zahlreichen kritischen Kommentaren zu Rajoy und schrieb selbst: „Manche definieren Zugehörigkeit noch immer über Nachnamen, Geburtsort oder Hautfarbe. Andere von uns definieren sie über ihre tiefe Verbundenheit mit einem Land und ihre Bereitschaft, sich für es einzusetzen. Indem wir Fußball spielen. Indem wir uns um unsere Älteren kümmern. Oder indem wir Unternehmen gründen.“ Spanien gehöre denen, die es lieben. „Nicht denen, die es mit xenophoben Äußerungen beschämen. Frankreich, wir sehen uns im Halbfinale. Möge die beste Mannschaft gewinnen und der Rassismus verlieren.“ Zuletzt hatte die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla de Boccia während der WM den französischen Topstar Kylian Mbappé rassistisch beschimpft. Frankreichs Verband reichte daraufhin Anzeige gegen die Politikerin ein. Marc Renner Fifa weist Spidercam-Gerücht bei England-Tor erneut zurück Der Fußball-Weltverband hat bekräftigt, dass beim Ausgleichstor der Engländer im Viertelfinale der WM gegen Norwegen alles rechtens gewesen sein soll. Die These, dass wackelnde Kamerabilder beweisen könnten, dass der Ball vor dem Treffer das Kabel einer sogenannten Spidercam berührt habe, wies die Fifa zurück. Auf dem Bildmaterial der Spidercam sei „klar zu sehen, dass die Kamera weder wackelt noch sich bewegt“, teilte die Fifa „sportschau.de“ mit. Die Debatten hatten sich an einer Szene nach einem Abschlag von Norwegens Torwart Orjan Nyland entzündet. Der Ball war bei Englands Anthony Gordon gelandet, dieser hatte dann Jude Bellinghams Treffer zum 1:1 vorbereitet. Norwegens Trainer Stale Solbakken hatte gesagt: „Der Ball fiel gerade herunter direkt vor unserer Bank. Ich selbst habe es nicht gesehen, dass das Kabel berührt wurde, aber unsere Bank reagierte sofort. Es ist eigentlich eine klare Sache.“ Die Fifa bestritt jedoch erneut einen Kontakt zu dem Kamerakabel. Und versicherte auch, der Ball habe trotz der Höhe des Abschlags weiter ein konstantes Signal gesendet. „Das Ballsignal, der 'Herzschlag' des Balls, war die gesamte Zeit verfügbar“, erklärte der Weltverband. Hätte der Ball das Kabel berührt, hätte Bellinghams Tor in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zurückgenommen werden müssen. England gewann die Partie mit 2:1 nach Verlängerung und trifft am Mittwoch (21.00 Uhr MESZ/Magenta TV und ARD) in Atlanta im Halbfinale auf Argentinien. Marc Renner Strafrechtsexperte: Uefa könnte Infantino gefährlich werden An Gianni Infantino gibt es gerade in Europa viel Kritik. Dass aber kaum ein Verband etwas unternimmt, moniert der Schweizer Strafrechtsexperte und Ex-Fifa-Reformer Mark Pieth. Dabei hätte die Uefa die Macht dazu, meint er. Insbesondere Europa rief er dazu auf, sich gegen den Fifa-Präsidenten zur Wehr zu setzen. „Im Grunde hat er das System Blatter perfektioniert: mehr noch als Blatter geht es Infantino um Macht und um Geld.“ Es gebe aber Möglichkeiten Infantino zu stürzen, sagte der frühere Vorsitzende der Fifa-Kommission für Governance.

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