WM 2026: Argentinische Fans versöhnen sich mit Schweinsteiger und feiern mit ihm den Finaleinzug
Manchmal kann es gesünder und zufriedener machen , zu verzeihen. Manchmal kann Vergebung offensichtlich auch Spaß machen. Bastian Schweinsteiger, 41, sorgte als Nationalspieler bei argentinischen Fußballfans für viel Leid, als ARD-Experte durfte er nun gemeinsam mit ihnen den Finaleinzug feiern. Nach dem Halbfinalsieg gegen England nahmen ihn die hüpfenden Fans in ihre Mitte, ein Video davon teilte Schweinsteiger auf Instagram. »Du hast Argentinien bei Weltmeisterschaften dreimal geschlagen«, schrieb Schweinsteiger. »Und heute feierst du gemeinsam mit Argentinien den Einzug in ein weiteres Finale.« Der 121-malige Nationalspieler hatte im Stadion den 2:1-Sieg Argentiniens gegen England analysiert, ehe er von den Fans abgepasst wurde. Gleich drei Mal stand Schweinsteiger in seiner Karriere bei einem WM-Aus der Argentinier auf dem Platz. Beim Sommermärchen 2006 setzte sich Schweinsteiger mit der Mannschaft des damaligen Teamchefs Jürgen Klinsmann im Viertelfinale nach Elfmeterschießen durch. Vier Jahre später trug er als Vorlagengeber im Viertelfinale in Südafrika zu einem deutlichen 4:0 bei. 2014 folgte dann die Krönung: Im Finale von Maracanã bezwang Deutschland die Argentinier mit 1:0, Schweinsteiger wurde mit seinem Cut unter dem Auge zu einem Symbol des Sieges. Für das Finale gegen Spanien am Sonntag (21 Uhr, Livekommentar auf SPIEGEL.de) müssen die Argentinier jedoch unabhängig von Sieg oder Niederlage wohl auf eine Party mit Schweinsteiger verzichten. Neben Magenta überträgt das ZDF das Spiel. Was schade ist, denn man würde auch gern wissen, ob Schweinsteiger der spanischen Nationalmannschaft die vielen Siege über die DFB-Elf vergeben hat.