WM 2026: DFB-Chef: „Können nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“
Marc Renner Neuer Spiderman-Film: Lionel Messi spielt in Werbeclip mit Am 29. Juli kommt der neue Spiderman-Film in die Kinos. Nun sorgt ein Werbespot für Aufsehen. Darin spielt Argentiniens Superstar mit. Fußball-Star Lionel Messi auf luftigen Abwegen: Der Argentinier spielt in einem Werbespot für den neuen Spiderman-Film mit. Der Kapitän des Weltmeisters und der Hauptdarsteller Tom Holland sind in einem Clip zum Film „Spider-Man: Brand New Day“ zu sehen, der am 29. Juli in die Kinos kommt. Der 39-jährige Messi spielt darin sich selbst, wie er mit einem Handy in der Hand in ein New Yorker Café kommt, um Spiderman zu suchen. Die Filmfigur Peter Parker (Holland) verschwindet – sichtlich überwältigt vom prominenten Besuch, kurz in einem Nebenzimmer –, kommt als Superheld zurück und springt dann mit Messi durch eine Hochhausschlucht. Marc Renner Teuerster WM-Transfer: Portugals Ramos von Paris zu Milan Eine Fußball-WM ist immer auch eine Wechselbörse. Der bislang teuerste Transfer des Turniers ist jetzt offiziell. Es geht um knapp 75 Millionen Euro. Der bislang teuerste Transfer während der Fußball-WM ist perfekt. Portugals Stürmer Gonçalo Ramos wechselt für eine Ablösesumme von knapp 75 Millionen Euro vom Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain zum italienischen Club AC Mailand. Das gaben beide Clubs zwei Tage vor Portugals WM-Sechzehntelfinale gegen Kroatien (Freitag, 1.00 Uhr MESZ/Magenta TV) bekannt. Gonçalo Ramos (Portugal) gestikuliert: Portugals Stürmer wechselt von Paris Saint-Germain zu AC Mailand dpa Weitere WM-Transfers jenseits der 50-Millionen-Euro-Grenze waren bislang die Verpflichtungen des Spaniers Marc Cucurella (zu Real Madrid) und des Niederländers Jan Paul van Hecke (zu Tottenham Hotspur). Kurz vor Turnierbeginn war bereits der englische Nationalspieler Anthony Gordon für rund 80 Millionen von Newcastle United zum FC Barcelona gewechselt. Marc Renner DFB-Entscheidung über Nagelsmann-Zukunft erst nach Rückkehr – „Können nach derartigem Tiefschlag nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“ Der Deutsche Fußball-Bund hat am Tag nach dem WM-Ausscheiden der Fußball-Nationalmannschaft noch keine Entscheidung über die Zukunft von Julian Nagelsmann als Bundestrainer verkündet. DFB-Präsident Bernd Neuendorf kündigte in einer Mitteilung eine Aufarbeitung in den kommenden Tagen an, man könne nicht zur Tagesordnung übergehen. Nach der bitteren Niederlage gegen Paraguay und dem Ausscheiden bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko habe ich gestern noch länger mit Bundestrainer Julian Nagelsmann und der sportlichen Leitung um Andreas Rettig und Rudi Völler zusammengesessen. Wir sind alle sehr enttäuscht. Wir sind uns einig, dass das Abschneiden bei der WM nicht unseren Ansprüchen genügt. In den kommenden Tagen werden wir gemeinsam und in Ruhe die Gründe erörtern, weshalb die Mannschaft ihr vorhandenes Potenzial nicht hat abrufen können und ihren eigenen und den Erwartungen Fußball-Deutschlands nicht gerecht geworden ist. Wir können und wollen nach einem derartigen Tiefschlag mit Blick auf die anstehenden Aufgaben nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Wir müssen darüber sprechen, was die Gründe waren für dieses erneute frühe Ausscheiden bei einer Fußball-Weltmeisterschaft, das uns alle zutiefst bewegt. Was ich auch sagen möchte, ist, dass wir natürlich ausdrücklich den Fans danken, die die Reise hier auf sich genommen haben in den USA und Kanada, die uns herausragend unterstützt haben. Ich habe das persönlich erleben dürfen: so viel Rückhalt hier in den USA und Kanada selbst, aber auch zu Hause. Mit gigantischen Einschaltquoten, mit Fans, wo wir gespürt haben, wo der Rückhalt da ist - auf den Straßen, in den Kneipen. Wir sind alle sehr enttäuscht, dass unsere gemeinsame Reise so früh zu Ende gegangen ist. Erklärung von DFB-Präsident Bernd Neuendorf zur Bundestraner-Frage im Wortlaut DFB-Präsident Bernd Neuendorf dpa Marc Renner Nächstes Offensiv-Ass der Brasilianer verletzt Brasiliens Nationalteam beklagt bei der Fußball-WM den nächsten verletzten Offensivstar. Spielmacher Lucas Paquetá hat beim hart erkämpften 2:1-Sieg im Sechzehntelfinale gegen Japan eine Muskelverletzung an der Rückseite des linken Oberschenkels erlitten, wie der Verband mitteilte. Der 28-Jährige werde ein intensives Behandlungsprogramm absolvieren, hieß es. Er war bei der Partie in Houston am Montag zur Pause ausgewechselt worden. Ob Paquetá bis zum Achtelfinale der Brasilianer am Sonntag in East Rutherford schon wieder zur Verfügung steht, ist offen. Zur Verletzung von Offensiv-Ass Raphinha hatte sich der Verband zuletzt ähnlich geäußert. Der 29-Jährige war im zweiten Gruppenspiel ebenfalls mit einer Oberschenkelblessur vom Platz gegangen und fällt seitdem aus. Zu Turnierbeginn hatte der Rekordweltmeister schon auf den mittlerweile wieder fitten Altstar Neymar verzichten müssen. Lucas Paquetá (Mitte) verlässt im Spiel gegen Japan das Spielfeld. dpa Marc Renner Letztes Team-Meeting im WM-Camp vor individueller Abreise – Noch kein DFB-Statement zu Nagelsmann Nach einer letzten kurzen Nacht im WM-Camp in Winston-Salem laufen beim Deutschen Fußball-Bund die Vorbereitungen auf die Heimreise. Am heutigen Vormittag Ortszeit sollte es noch ein Abschlussmeeting der Nationalspieler und des Stabes ums Team im Teamhotel The Graylyn Estate geben. Eine geschlossene Abreise aus North Carolina wird es im Anschluss nicht geben. Die Akteure um Kapitän Joshua Kimmich sollen im Laufe des Tages individuell ihre Heimreise antreten. Nach dem 3:4 im Elfmeterschießen gegen Paraguay in Foxborough hat die Verbandsführung um Präsident Bernd Neuendorf bislang noch nicht auf die Ankündigung von Julian Nagelsmann reagiert, als Chefcoach weitermachen zu wollen. „Ich stehe bereit, wenn man das möchte. Und wenn man das nicht möchte, muss man das sagen“, hatte Nagelsmann nach dem verpassten Einzug ins Achtelfinale noch am Spielort gesagt. Der Vertrag des 38-Jährigen läuft noch bis nach der Europameisterschaft 2028, für die sich das DFB-Team aber erst noch qualifizieren muss. Er bereite die EM und auch die im September beginnende neue Nations-League-Runde „gerne“ vor, wenn der DFB das wolle. Marc Renner Erster Rücktritt nach Paraguay-Pleite: Neuer beendet endgültig Karriere in der Nationalmannschaft Nur vier Spiele nach seiner Rückkehr soll für Manuel Neuer nun endgültig Schluss sein im Trikot der deutschen Nationalmannschaft. Nach dem WM-Aus bestätigt der Keeper seinen zweiten Rücktritt. Manuel Neuer hat nach dem bitteren WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft sein endgültiges Karriereende im DFB-Trikot bestätigt. Im „Sportschau“-Interview antwortete der Nationaltorhüter auf die Frage, ob das Sechzehntelfinale gegen Paraguay sein letztes Länderspiel gewesen sei, knapp mit „Ja“. Bereits nach der EM 2024 hatte der inzwischen 40-Jährige seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt. Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte Neuer jedoch vor der WM 2026 wieder als Nummer eins zurückgeholt. Die Entscheidung hatte im Vorfeld des Turniers vor allem aufgrund der kurzfristigen Degradierung von Oliver Baumann für Diskussionen gesorgt. Bei MagentaTV sagte Neuer auf die Frage, ob er nach seiner Rückkehr die „Power“ für einen weiteren Neustart im DFB-Team hätte: „Nein, das ist extrem bitter, so aufzuhören“. Manuel Neuer: Trauriger Abschied aus der DFB-Auswahl. Imago Marc Renner Kritik-Lawine nach Deutschlands WM-Aus: „Offensichtlich ist es der Trainer“ Fassungslosigkeit, Ruf nach personellen Konsequenzen und immer wieder der Name Jürgen Klopp: Die dritte heftige WM-Blamage in Serie hat einen entsetzten Aufschrei der Fußball-Experten ausgelöst. Es kann und darf kein ‚Weiter so‘ nach dem Desaster gegen das arg limitierte Paraguay im WM-Sechzehntelfinale geben, lautet die einhellige Meinung. „Es schreit nach Konsequenzen“, sagte Magenta-TV-Experte Hummels nach dem 3:4 im Elfmeterschießen von Foxborough gegen die Südamerikaner. Schon die Heim-EM unter dem nun arg kritisierten Bundestrainer Julian Nagelsmann sei besser dargestellt worden, als sie seiner Meinung nach war. 2024 war Deutschland im Viertelfinale unglücklich am späteren Europameister Spanien gescheitert. „Deswegen muss das ein Thema sein, sowohl glaube ich vom Bundestrainer selbst aus als auch vom Verband“, forderte Hummels und sprach auch von Konsequenzen für den einen oder anderen Spieler, die ein „eventuell neuer Bundestrainer“ zu treffen habe. Der Druck auf Nagelsmann dürfte nun immens werden. Schnell nach Spielschluss forderte nicht nur „Bild“: „Jetzt muss Klopp kommen.“ Natürlich wurde der frühere Coach von Borussia Dortmund und dem FC Liverpool in seiner Funktion als WM-Experte für MagentaTV darauf angesprochen. „Ich verstehe, dass jetzt mein Name ins Spiel kommt. Aber es ist nicht der richtige Zeitpunkt, darüber zu sprechen“, sagte der 59-Jährige. Julian Nagelsmann: Abgang nach dem WM-Aus in eine ungewisse Zukunft. Reuters Der dürfte aber kommen. Denn die Kritik an Nagelsmann droht zu einer Lawine zu werden. Gewohnt deutlich wurde der frühere Nationalspieler Hamann. „Offensichtlich ist es der Trainer. Es ist der Job eines Trainers, die Jungs zusammenzubekommen. Das ist ein Typ, der selten Spiele schaut“, meinte Hamann beim irischen Sender RTÉ Sport. „In der Bundesliga guckt er vielleicht ein, zwei Spiele im Monat.“ In anderen Ligen sei er gar nicht präsent. Die WM-Vorbereitung von Nagelsmann sei mangelhaft gewesen. „Bei der Club-WM, wo in den Stadien gespielt wurde, hättest du die Umstände hier erfahren“, sagte Hamann und verwies auf die Nationaltrainer Roberto Martinez (Portugal), Thomas Tuchel (England) und Didier Deschamps (Frankreich), die alle im Sommer 2025 in die USA gefahren seien. „Wer war nicht da? Unser Trainer“, sagte Hamann und fällte ein vernichtendes persönliches Urteil: „Deswegen habe ich keine Sympathien für ihn.“ Marc Renner Marc Renner Merz kontert Spott nach WM-Aus: „Stehen zusammen“ Inmitten spöttischer Reaktionen über einen sehr lobenden X-Post nach dem WM-Scheitern der Fußball-Nationalmannschaft hat Bundeskanzler Friedrich Merz die Kritik gekontert. „Erfolge feiern wir gemeinsam. Und in der Niederlage stehen wir zusammen. Das macht uns stark. Wer den Adler auf der Brust trägt, hat unseren Rückhalt verdient und nicht unseren Spott“, schrieb der CDU-Politiker in einem weiteren Beitrag beim Kurznachrichtendienst. Rund elf Stunden zuvor hatte Merz dem DFB-Team trotz der überraschenden Niederlage gegen Außenseiter Paraguay schon in der ersten K.-o.-Runde Lob gezollt und Mut zugesprochen. Diese Reaktion löste allerdings verbreitet Kopfschütteln aus. Viele User fragten, welches Spiel der Kanzler gesehen habe. Die Wortkombination „Welches Spiel“ trendete rasch auf X. Auch die politische Konkurrenz reagierte mit Spott. „Ich weiß gar nicht, was schlimmer war. Das Spiel oder diese Analyse“, schrieb etwa die FDP-Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Andere Politiker verbanden ihre Reaktion mit bekannten Kritikpunkten an der Politik der Merz-Regierung. Sevim Dagdelen vom Bundesvorstand des BSW diagnostizierte auf X „Realitätsverlust auf Kanzlerniveau. Genau wie bei seiner Politik.“ Marc Renner Nach Deutschlands WM-Aus: Ändern die TV-Sender jetzt ihre Pläne? Durch das Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Nordamerika verlieren die TV-Sender ihren Quotengaranten. Wie wirkt sich das auf das weitere Programm von ARD und ZDF aus? Es werde „leider kein Achtelfinale mit deutscher Beteiligung in der ARD geben“, schrieb der TV-Sender. „Darüber hinaus ändert sich in den Planungen aber nichts Grundlegendes, die Sendezeiten werden entsprechend den Spielen, die in der ARD übertragen werden, festgelegt.“ Beim ZDF hieß es: „Für die bisherige Programmplanung gibt es keine Änderungen. Wir zeigen alles wie geplant, nur leider ohne deutsche Mannschaft.“ Die Verteilung des Achtelfinales erfolgt in Abstimmung mit der Telekom nach Abschluss der laufenden K.o.-Runde. Mit dem Fehlen der deutschen Mannschaft dürfte nach den Erfahrungen der jüngsten Turniere die WM-Begeisterung des Publikums sinken. Die vier Spiele der DFB-Auswahl waren bisher auch die vier Partien mit den meisten TV-Zuschauern. Durchschnittlich 17,57 Millionen Menschen sahen in der Nacht vom Montag zum Dienstag das Aus der DFB-Mannschaft im Elfmeterschießen im ZDF. Die Übertragung im Zweiten kam nach Angaben der AGF Videoforschung auf einen Marktanteil von 74,5 Prozent. Marc Renner Frühes WM-Aus kostet DFB viele Millionen Euro Der Deutsche Fußball-Bund verpasst durch das überraschend frühe Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der WM viele Millionen Euro. Für das Erreichen der ersten K.-o.-Runde erhält der DFB vom Weltverband Fifa elf Millionen US-Dollar (9,66 Millionen Euro). Das Achtelfinale hätte vier weitere Millionen Dollar gebracht, nochmal vier wären für das Viertelfinale drauf gekommen. Der künftige Weltmeister wird mit 50 Millionen US-Dollar Prämie finanziell entlohnt, für den unterlegenen Finalisten gibt es 33 Millionen. Schon durch Russland und Katar erhebliche Einbußen Schon vor dem Turnierstart hatte sich die finanzielle Herausforderung für die Verbände abgezeichnet. DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig hatte schon vor dem Beginn gesagt, dass es für eine europäische Nation ohne Halbfinaleinzug schwer werde, „wirtschaftlich schwarze Zahlen zu schreiben“. Durch das Vorrundenaus 2018 in Russland und 2022 in Katar erlitt der deutsche Verband bereits erhebliche finanzielle Einbußen. Für den WM-Sieg 2014 hatte die Nationalmannschaft 35 Millionen Dollar für den DFB eingespielt, damals rund 25,7 Millionen Euro. Insgesamt werden von der Fifa bei dieser WM 871 statt 727 Millionen US-Dollar an die 48 Teams ausgeschüttet. Fix planen konnte jeder Teilnehmer – also auch der DFB – mit 10 Millionen US-Dollar Startgeld und 2,5 Millionen Dollar für Vorbereitungskosten. Für die Fifa ist das Turnier dennoch äußerst lukrativ. Die erwarteten Einnahmen für das gesamte WM-Jahr 2026 betragen 8,91 Milliarden US-Dollar (7,65 Mrd. Euro). Lukas Bay Matthäus kritisiert Familienpräsenz bei WM Nach dem WM-Aus der Nationalmannschaft hat Rekordnationalspieler Lothar Matthäus die Familien im Teamumfeld beim Turnier als Störfaktor ausgemacht. „Es gab viele Themen, die vielleicht wichtiger waren, als das auf dem Fußballplatz“, sagte Matthäus der „Bild“ und äußerte Zweifel an der Einbindung von Angehörigen. „Frauen, Familien, alles war dabei“, betonte der 65-Jährige „Ich weiß nicht, warum man jetzt schon von Anfang an die ganzen Familien dabei haben muss.“ Nach seiner Einschätzung wären dadurch auch Reisemöglichkeiten und Hotelbuchungen Thema in der Mannschaft gewesen. „Der eine war dann sauer auf den anderen, weil bei einem die Mama mitfliegen durfte und bei dem anderen durfte die Frau mitfliegen und die Kinder. Die anderen mussten dann mit der Linienmaschine fliegen“, erklärte Matthäus. Lukas Bay „Blamage“ und „Desaster“: Klinsmann rechnet mit DFB-Team ab Der frühere Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat deutliche Worte für das WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale gegen Paraguay gefunden. „Die Art und Weise, wie wir heute Abend ausgeschieden sind, ist verheerend, ist eine Blamage, ist etwas, womit niemand, wirklich niemand gerechnet hat“, sagte Klinsmann in einem Interview bei ESPN. Das Ergebnis stürze den deutschen Fußball in ein „riesiges Loch“. Alles müsse nun auf den Prüfstand gestellt werden, betonte der 61-Jährige. „Alles, von oben bis unten, muss hinterfragt und diskutiert werden. Natürlich wird es Konsequenzen geben, was auch immer diese Konsequenzen sein mögen.“ Die Mannschaft habe „schlampig“ gespielt und sei „nicht energisch, nicht entschlossen und nicht aggressiv genug“ gewesen. Die Art und Weise des Ausscheidens sei „äußerst enttäuschend“, betonte Klinsmann. Tom Körkemeier Paraguay erklärt Feiertag nach WM-Sieg gegen Deutschland Paraguays Präsident hat am Dienstag einen nationalen Feiertag ausgerufen, nachdem die Nationalmannschaft mit dem bislang größten Überraschungserfolg der FIFA-Weltmeisterschaft den viermaligen Weltmeister Deutschland im Elfmeterschießen ausgeschaltet hat. „Paraguay gibt niemals auf! Feiertag, verdammt!!“, schrieb Santiago Peña kurz nach dem Sieg am Montagabend auf X. Die Regierung bestätigte den kurzfristig ausgerufenen Feiertag später in einer Mitteilung. Der dramatische Erfolg löste im südamerikanischen Binnenstaat mit rund sechs Millionen Einwohnern landesweite Feiern aus. In der Hauptstadt Asunción strömten jubelnde Menschen auf die Straßen. Lukas Bay Gescheiterte Nationalmannschaft zurück im WM-Quartier Tief in der Nacht ist die Fußball-Nationalmannschaft ein letztes Mal in ihrem WM-Quartier in Winston-Salem angekommen. Das Charterflugzeug landete nach dem 3:4 im Elfmeterschießen gegen Paraguay in der ersten K.-o.-Runde in Foxborough auf dem kleinen Stadtflughafen Smith Reynolds Airport in North Carolina. Julian Nagelsmann verließ als einer der ersten den Flieger und ging mit seinem Rollkoffer über das Flugfeld. Der Bundestrainer hatte einen Rücktritt trotz des viel zu frühen Ausscheidens ausgeschlossen. Mit der DFB-Elf waren auch Verbandspräsident Bernd Neuendorf, Sportdirektor Rudi Völler und Geschäftsführer Andreas Rettig nach Winston-Salem zurückgekehrt. Lukas Bay Niederlande scheitert an Marokko Nach Deutschland ist mit den Niederlanden die nächste europäische Top-Nation bei der Fußball-WM früh gescheitert. Das Oranje-Team musste sich im Sechzehntelfinale Marokko mit 2:3 (1:1, 1:1, 0:0) im Elfmeterschießen geschlagen geben und schied damit wie die DFB-Elf frühzeitig aus. Vor 51.243 Zuschauern im mexikanischen Monterrey verwandelte Ismael Saibari den entscheidenden Elfmeter für die Nordafrikaner. Dabei waren die Niederlande fast schon weiter. Ausgerechnet Cody Gakpo hatte die Elftal in Führung gebracht. Der Angreifer vom FC Liverpool traf in der 72. Minute. Als alles danach aussah, dass Gakpo in dieser für ihn persönlich so schwierigen Phase zum Matchwinner wurde, gelang Marokko noch der Ausgleich. Zu Beginn der Nachspielzeit köpfte Issa Diop das 1:1 und rettete die Afrika-Meister in die Verlängerung. Sabrina Frangos Das war die WM-Nacht: DFB-Elf raus, Nagelsmann will bleiben Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft fährt bei der WM schon nach der ersten K.-o.-Runde nach Hause, der angezählte Julian Nagelsmann will dennoch Bundestrainer bleiben. Der 38-Jährige erklärte nach dem 3:4 gegen Paraguay im Elfmeterschießen noch im Stadion von Foxborough seine Bereitschaft, im Amt zu bleiben. „Ich möchte es weitermachen. Ich stehe bereit, wenn man das möchte“, sagte Nagelsmann bei MagentaTV. Sein Vertrag mit dem DFB läuft noch bis nach der EM 2028. Kapitän Kimmich nach WM-Aus: Kein Rücktritt beim DFB Nationalmannschaftskapitän Joshua Kimmich hat nach der dritten enttäuschenden Weltmeisterschaft in Serie einen Rücktritt ausgeschlossen. „Ich werde immer die Power haben für einen neuen Anlauf. Was ich niemals tun werde ist: aufgeben“, sagte der 31 Jahre alte Fußball-Profi bei Magenta TV nach dem völlig unerwarteten Ausscheiden im Sechzehntelfinale gegen Paraguay. Wie schon nach dem Aus in der Gruppenphase in Katar bei der vorausgehenden WM fand der Bayern-Profi deutliche und reflektierte Worte. Es sei „schon so, dass man hier antritt und Deutschland stolz machen will“, sagte Kimmich. Als Kind erinnere er sich an Finals oder Halbfinals für das DFB-Team. Das wolle man auch der aktuellen Generation geben. Klopp zur Bundestrainer-Frage: „Nicht der Moment“ Jürgen Klopp wehrt sich nach dem enttäuschenden deutschen WM-Aus gegen eine Bundestrainer-Debatte um seine Person. „Ich verstehe, dass mein Name genannt wird. Aber es ist nicht der Moment. Es gibt dazu nichts zu sagen“, sagte die Trainer-Ikone bei MagentaTV. Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte direkt nach dem Spiel betont, er stehe weiter zur Verfügung. Die Entscheidung liegt nach dem Scheitern im Sechzehntelfinale gegen Paraguay nun beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). Der Vertrag von Nagelsmann läuft noch bis 2028. „Vollskandal“: Aberkanntes DFB-Tor sorgt für Ärger Das aberkannte Tor von Jonathan Tah im Sechzehntelfinale der Fußball-WM gegen Paraguay zum 2:1 wegen eines angeblichen Foulspiels sorgt für Ärger und Diskussionen. „Das ist nicht nur ein Skandal, das ist ein Vollskandal“, sagte Nagelsmann im ZDF: „Das ist nicht mal ansatzweise ein Foulspiel.“ Bei MagentaTV hatte er die Entscheidung zuvor als „Witz“ bezeichnet. Was war passiert? Nach einer Ecke köpfte Tah Deutschland zur 2:1-Führung. Doch dann griff der VAR, um den es bei der WM bislang relativ wenig Ärger gab, wegen eines angeblichen Stoßes von Waldemar Anton gegen Paraguays Keeper Orlando Gill ein. Nachdem der Unparteiische Jalal Jayed aus Marokko einen Hinweis aufs Ohr bekommen und sich die Aktion noch einmal am Monitor angesehen hatte, entschied er auf Foulspiel. Paraguay-Keeper über DFB-Schützen: „Jedes Detail analysiert“ Orlando Gill entschärfte zunächst die Elfmeter von Kai Havertz und Nick Woltemade - und brachte schließlich Jonathan Tah so aus dem Konzept, dass dieser den Ball weit über das Tor in den Abendhimmel von Massachusetts jagte. Mit insgesamt drei vereitelten Strafstößen avancierte Paraguays Torhüter im Sechzehntelfinale der Fußball-WM zum großen Deutschland-Schreck. Auf die Frage, ob der Erfolg reine Intuition oder akribische Vorbereitung gewesen sei, erklärte der 26-Jährige der Zeitung „ABC“ nach dem 4:3 im Elfmeterschießen gegen Deutschland: „Ich habe jeden Spieler, jeden Aspekt, jedes Detail analysiert, und Gott sei Dank konnte ich zwei Elfmeter halten, was für die Qualifikation entscheidend war.“ Angelika Ahrens Nagelsmann will nach frühem WM-Aus Bundestrainer bleiben Julian Nagelsmann will trotz des frühen WM-Ausscheidens der deutschen Fußball-Nationalmannschaft Bundestrainer bleiben. Der 38-Jährige kündigte nach der Niederlage im Elfmeterschießen gegen Paraguay im Sechzehntelfinale an, seinen bis nach der EM-Endrunde 2028 gültigen Vertrag mit dem Deutschen Fußball-Bund erfüllen zu wollen. Angelika Ahrens DFB-Team scheitert bei WM an Paraguay Die Elfmeter-Lotterie endete im nächsten WM-Debakel. Fußball-Deutschland liegt nach den Fehlschüssen von Jonathan Tah, Nick Woltemade und Kai Havertz wieder gedemütigt am Boden – und Julian Nagelsmann ist als Bundestrainer gescheitert. Nach einem lange viel zu ideenlosen und dann glücklosen Auftritt hat sich die Nationalmannschaft den Defensivexperten aus Paraguay im Nervenkrimi geschlagen geben müssen. Das erste WM-K.o.-Spiel seit den goldenen Tagen von Rio 2014 bleibt vorerst das letzte. Wie 2018 und 2022 fliegt die DFB-Elf nach dem 3:4 im Elfmeterschießen als Verlierer nach Hause, wenn die besten 16 Mannschaften der Welt um den Titel spielen. Havertz (54. Minute) hatte mit seinem dritten WM-Treffer die Paraguay-Führung von Julio Enciso (42.) vor 63.945 Zuschauern noch ausgleichen können. Doch der Siegtreffer wollte weder in der regulären Spielzeit noch in der Verlängerung gelingen. Ein Tor von Tah (102.) wurde vom VAR einkassiert. Eine sehr diskutable Entscheidung. Die erste Niederlage im Elfmeterschießen in der deutschen WM-Geschichte war der finale Nackenschlag. Zur tragischen Figur wurde neben den Fehlschützen wieder einmal Joshua Kimmich. Der Kapitän ackerte und rannte, aber muss nun auch bei seiner dritten WM lange vor dem Finale in den Urlaub gehen. Von der XXL-WM wird das 7:1 zum Auftakt in schöner Erinnerung bleiben – gegen Curaçao. Keinen anderen Gegner konnte man dominieren. Die bittere Wahrheit: In dieser Verfassung wäre die DFB-Elf gegen wirkliche Titelkandidaten wie Frankreich, Argentinien oder Spanien wohl chancenlos gewesen. Sabrina Frangos Aberkanntes DFB-Tor gegen Paraguay sorgt für Ärger Das aberkannte Tor von Jonathan Tah im Sechzehntelfinale der Fußball-WM gegen Paraguay zum 2:1 wegen eines angeblichen Foulspiels sorgt für Diskussionen. „Für mich ist das keine klare Fehlentscheidung vom Schiedsrichter“, sagte MagentaTV-Experte Patrick Ittrich über den Eingriff der Video-Schiedsrichterin nach der Aktion in der ersten Hälfte der Verlängerung. Was war passiert? Nach einer Ecke köpfte Tah Deutschland zur 2:1-Führung. Doch dann griff der VAR, um den es bei der WM bislang relativ wenig Ärger gab, wegen eines angeblichen Stoßes von Waldemar Anton gegen Paraguays Keeper Orlando Gill ein. Nachdem der Unparteiische Jalal Jayed aus Marokko einen Hinweis aufs Ohr bekommen und sich die Aktion noch einmal angesehen hatte, entschied er zügig auf Foulspiel. Angelika Ahrens Nagelsmann bringt Top-Joker Undav erstmals in der Startelf Julian Nagelsmann nimmt zum Start in die K.o.-Phase eine Umstellung in der Offensive der deutschen Fußball-Nationalmannschaft vor. Der Bundestrainer lässt im vierten WM-Spiel den bislang dreifachen Torschützen Deniz Undav am Abend in Foxborough gegen Paraguay erstmals beginnen. Für den Stuttgarter muss Jamal Musiala auf die Bank. Nathaniel Brown kehrt nach seinen Adduktorenproblemen wie erwartet auf die linke Verteidigerposition zurück. Der Frankfurter ersetzt David Raum, der beim 1:2 gegen Ecuador zum Abschluss der Gruppenphase keine gute Leistung geboten hatte. Kapitän Joshua Kimmich bleibt rechter Verteidiger, im defensiven Mittelfeld laufen wieder Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha auf. In der Offensive sollen Kai Havertz, Florian Wirtz und Leroy Sané zusammen mit Undav für Tore sorgen. Angelika Ahrens Vor WM-Spiel: Polizisten begrüßen Norwegen mit „Viking Row“ Mit ihrer kollektiven Ruder-Einlage haben die Norweger bei der Fußball-WM auch die Amerikaner angesteckt. Als die Nationalmannschaft um Stürmerstar Erling Haaland für das K.-o.-Spiel am Dienstag (19.00 Uhr/ARD und MagentaTV) im Dallas-Stadion gegen die Elfenbeinküste in Texas landete, wurde sie von Beamten des Flughafens auf dem Rollfeld-Boden sitzend und im Einklang rudernd empfangen. „Texas hat den roten Teppich für Norwegen ausgerollt“, schrieb Fox News in einem Post mit dem entsprechenden Video dazu. „Ich habe es nicht gesehen. Ich saß auf der falschen Seite des Flugzeugs, aber das ist schon eine surreale Sache“, sagte Norwegens Trainer Stale Solbakken bei der Pressekonferenz und ergänzte angesichts des Hypes scherzhaft: „Na ja, ich nehme an, der Erfinder des Ruderns hat es sich patentieren lassen – hoffe ich zumindest.“ Angelika Ahrens Brasilien entgeht WM-Schmach: Last-Minute-Sieg gegen Japan Der Rekordweltmeister hat ein schmachvolles Aus schon in der ersten K.-o.-Runde dieser Fußball-WM gerade noch abgewendet. Der in der 66. Minute eingewechselte Martinelli traf im Sechzehntelfinale gegen Japan in der fünften Minute der Nachspielzeit zum 2:1 (0:1)-Endstand. In den vergangenen gut drei Jahrzehnten hatte Brasilien immer mindestens das Viertelfinale erreicht. Vor dem Arsenal-Profi hatte Casemiro (56. Minute) in Houston nach einer deutlichen Leistungssteigerung zum Ausgleich getroffen. Der fünfmalige Weltmeister trifft nun am Sonntag auf den Sieger der Partie Norwegen gegen die Elfenbeinküste. Japan tritt dagegen wieder einmal vorzeitig die Heimreise an. Der Mainzer Bundesliga-Profi Kaishu Sano (29.) hatte Japan zunächst in Führung gebracht und vom erstmaligen Einzug in ein zweites K.-o.-Spiel bei einer WM träumen lassen. „Wir wollten von Anfang an Druck machen, wir wollten gewinnen. Wir haben dann einen Gegentreffer kassiert, haben aber nicht die Geduld verloren, einfach weitergespielt. Ich denke, der Sieg war verdient“, sagte Brasiliens Coach Carlo Ancelotti, der den späten Siegtreffer fast schon stoisch zur Kenntnis nahm. Lara Dehari Nach frühem WM-Aus: Tschechiens Trainer ist Job los Wenige Tage nach dem enttäuschenden Vorrunden-Aus bei der Weltmeisterschaft ist Miroslav Koubek seinen Job als Nationaltrainer Tschechiens los. Beide Seiten hätten sich auf ein Ende der Zusammenarbeit verständigt, teilte der tschechische Fußball-Verband mit. Nach dem WM-Misserfolg habe er sich dazu entschieden, seinen Rücktritt anzubieten, sagte Koubek laut Verbands-Pressemitteilung. In dieser erhob der 74-Jährige auch schwere Vorwürfe gegenüber der heimischen Presse: „Zu meiner Entscheidung hat auch die Medienkampagne beigetragen, die auf einer Reihe von Halbwahrheiten und Erfindungen gegen meine Person beruhte.“