WM 2026: EU-Abgeordnete fordern Untersuchung gegen FIFA-Boss Infantino
Die FIFA solle aufklären, ob Infantino an der Entscheidung beteiligt gewesen sei, die Sperre nach der Roten Karte gegen US-Fußballer Folarin Balogun aufzuheben. Und sie solle prüfen, ob Druck der US-Regierung dabei eine Rolle gespielt habe. EU-Abgeordneter: "Rote Linie überschritten" "Eine rote Linie wurde überschritten", teilte der dänische sozialdemokratische EU-Parlamentarier Niels Fuglsang mit. Er gehört zu den drei Initiatoren des Briefes. "Fußball sollte Menschen zusammenbringen und nicht als eine Plattform für politische Begünstigung dienen. Wenn der FIFA-Präsident die Grenzen zwischen Sport und Politik verwischt, wird die Integrität des Spiels dadurch riskiert." Die Frist für Abgeordnete, den Brief zu unterzeichnen, soll am Mittwochabend auslaufen. Aus den Parlamentsbüros hieß es wenige Stunden vor Ablauf, dass es mehr als 55 Unterschriften gebe. In dem Schreiben betonen die EU-Parlamentarier, dass die Fußballverbände nach ihrem Verständnis des Ethik-Kodex der FIFA verpflichtet seien, Funktionäre zur Verantwortung zu ziehen, wenn es Beweise gebe, dass diese die Regel politischer Neutralität brächen. Der Entscheidungsprozess zur Aufhebung der Sperre gegen den US-Stürmer müsse überprüft werden. Trump rief nach Sperre gegen US-Spieler bei FIFA an Balogun war beim 2:0-Erfolg im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina mit Rot vom Platz geflogen und damit für die Achtelfinal-Partie gegen Belgien gesperrt worden. Die FIFA hob die Sperre aber überraschend auf.