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WM 2026: Ferran macht Spanien zum Weltmeister - Messis Argentinien entthront

Sport

In einem über weite Strecken einseitigen Endspiel hatte Spanien zumeist den Ball, scheute aber das letzte Risiko und kam lange Zeit nur zu Abschlüssen aus der Distanz. Ab der 60. Minute erhöhte der Europameister von 2024 den Druck, scheiterte aber immer wieder an Keeper Emiliano Martínez - bis Torres zuschlug. Lionel Messi bleibt im WM-Finale blass Argentinien hingegen hatte bis zur 115. Minute gar keine Schüsse aufs gegnerische Tor. Die "Albiceleste" beschränkte sich aufs Reagieren, stand tief und hoffte auf Umschaltmomente, die sich aber nicht ergaben. So entwickelte sich ein spielerisch entäuschendes, zweikampfintensives, von der Taktik geprägtes Match mit zahlreichen Fehlpässen und Ballverlusten. Lionel Messi war auf argentinischer Seite kein Faktor, der 39-Jährige wirkte über weite Strecken fast teilnahmslos. Spaniens Star Lamine Yamal agierte bemüht. Luis de la Fuente: "Wir waren bereit" "Ich bin stolz auf diese Mannschaft, diese Fußball-Generation und das, was wir geleistet haben. Das Finale war ein positives Beispiel für Teamarbeit", sagte Spaniens Trainer Luis de la Fuente nach dem Finale. "Wir haben gelitten, haben uns aber durchgesetzt. Wir waren bereit für diesen Titel." Siegtorschütze Torres meinte indes: "Du bist immer nervös, wenn du gegen Messi spielst, aber wir haben immer an uns geglaubt." Argentiniens Trainer Lionel Scaloni trug die Niederlage mit Größe. "Spanien war heute überlegen", sagte er: "Es war ein enges Spiel, aber eine gerechte Niederlage." Die erste Torannäherung zeigte Spanien. Yamal spielte einen unfreiwilligen Doppelpass mit Dani Olmo und kam im argentinischen Strafraum halbrechts frei zum Abschluss. Der 19-Jährige scheiterte aber an Keeper Martínez (5.). Da wäre mehr drin gewesen, auch wenn der Schuss des Rechtsaußen noch von Lisandro Martínez abgefälscht wurde. Keine Tore zur Pause - Negativrekord der WM 2026 Das war es aber auch schon fast bis zur Pause. Spanien besaß die Spielkontrolle, schlug aber kein Kapital daraus, Argentinien war komplett passiv. So ging es nach einer enttäuschenden ersten Halbzeit mit nur drei Torschüssen (Negativrekord bei der WM 2026) mit dem torlosen Remis in die Pause. Argentinien blieb sogar komplett ohne Abschluss - das "gelang" bei der WM 2026 zuvor nur Neuseeland, Paraguay, Ghana und Haiti. Halbzeitshow mit Überlänge Nach der Halbzeitshow mit internationalen Topstars wie Madonna, Justin Bieber oder Shakira ging es nach knapp 27 Minuten mit der zweiten Hälfte weiter. Nach einem argentinischen Fehlpass prüfte Álex Baena nach wenigen Sekunden aus 20 Metern Martínez, schoss dem argentinischen Keeper aber direkt in die Arme (46.). Spanische Druckphase in der zweiten Hälfte Spanien agierte nun druckvoller, während von Argentinien weiterhin offensiv nichts kam. Olmos 20-Meter-Schuss in der 63. Minute klärte Martínez zur Ecke (63.). Wenig später köpfte der für Oyarzabal eingewechselte Tores nach einer Flanke von Yamal direkt in die Arme von Martínez (67.). Es blieb beim bekannten Bild: Spanien gegen Martínez. In der 77. Minute schloss der eingewechselte Pedri zu zentral ab und der Keeper war zur Stelle. Ebenso gegen Mikel Merino (78.), der kurz zuvor in die Partie gekommen war, und gegen Aymeric Laporte (81.). Torres schoss in der 87. Minute rechts am argentinischen Tor vorbei, bei der "Albiceleste" fehlten weiterhin Impulse im Angriff. Enzo Fernández fliegt mit der Ampelkarte vom Feld In der Nachspielzeit scheiterte der eingewechselte Nico Williams mit einem Gewaltschuss von halbrechts erneut am starken Martínez (90.+3), wenig später fällte der bereits verwarnte Fernández Spaniens Pau Cubarsi im Mittelfeld und sah von Schiedsrichter Slavko Vincic aus Slowenien zurecht die Gelb-Rote Karte (90.+3). Tief in der Nachspielzeit hatte Spanien durch Yamal noch einmal eine große Freistoßchance. Der 19-Jährige schaufelte den Ball über die Mauer, aber Martínez - wie sollte es anders sein - boxte den Ball noch aus der linken Ecke (90.+). Treffer von Nico Williams zählt nicht Zu Beginn der Verlängerung zeigte Martínez bei einem Kopfball von Williams eine Glanzparade (93.). In der 96. Minute aber zappelte der Ball im argentinischen Tor, Nico Williams hatte getroffen. Referee Vincic pfiff den Treffer aber wegen eines vorangegangenen Foulspiels von Merino an Nicolas Otamendi ab. Die Szene wurde nicht überprüft. Merinos Kopfball strich wenig später hauchdünn rechts am Kasten der "Albiceleste" vorbei (103.), Argentinien verteidigte nun mit allen Spielern. Ferran Torres bricht den Bann Fast unmittelbar nach Beginn der zweiten Hälfte der Verlängerung fiel dann der längst überfällige Treffer. Pedro Porro flankte vom rechten Strafraumeck an den linken Pfosten zu Williams, der im stark auf Torres zurücklegte. Der Angreifer traf aus fünf Metern wuchtig unter die Latte. Es war das goldene Tor zu Spaniens zweitem WM-Titel nach 2010, da ein weiterer Treffer von Torres wegen Abseits zurückgenommen wurde (113.). Argentinien warf in der Schlussphase in Unterzahl alles nach vorne, doch Giuliano Simeone schoss in der Nachspielzeit aus wenigen Metern übers spanische Tor. Spaniens Erfolg war aufgrund des Spielverlaufs mehr als verdient. Argentinien blieb in der Offensive alles schuldig und ist seinen WM-Titel los. Kylian Mbappé gewinnt den "Goldene Schuh" Der "Goldene Schuh" geht Frankreichs Kylian Mbappé. Der Superstar hatte im Spiel um Platz drei gegen England (4:6) vorgelegt und sein Tore-Konto auf zehn Tore aufgestockt. Messi bleibt nach der finalen Partie der WM 2026 mit insgesamt acht Treffern auf Platz zwei der Torschützenliste. Mbappé ist zudem in der ewigen WM-Torjägerliste an Messi vorbeigezogen. Der Kapitän der Équipe Tricolore steht nach dem Turnier bei insgesamt 22 WM-Treffern, Messi hat 21 Tore erzielt. Im Endspiel ging es neben dem Titel auch um ein Rekord-Preisgeld. Sieger Spanien erhält als Prämie 50 Millionen US-Dollar. An Verlierer Argentinien schüttet der Weltverband FIFA noch 33 Millionen US-Dollar aus.

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