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WM 2026 im Liveblog: Kap Verden empfangen ihre WM-Helden

Sport

Der Achtelfinal-Kracher zwischen Mitgastgeber Mexiko und England wird wegen der Wetterbedingungen in Mexiko-Stadt vorerst um eine Stunde verschoben. Neue Anstoßzeit ist damit 19.00 Uhr Ortszeit (3 Uhr). "Die Sicherheit aller Beteiligten hat für die FIFA oberste Priorität", hieß es im Live-Ticker des Weltverbandes.

Schon das Sechzehntelfinale gegen Ecuador im ehrwürdigen Aztekenstadion hatte aus Sicherheitsgründen wegen eines Gewitters mit 60 Minuten Verspätung begonnen. Rund eine Dreiviertelstunde vor dem ursprünglichen Anpfiff gegen England gab der Stadionsprecher die Verschiebung bekannt. Am Nachmittag hatte das Gewitter mit heftigem Regen eingesetzt.

Spaniens Trainer Luis de la Fuente erwartet im WM-Achtelfinale gegen Portugal ein Duell zweier Teams mit nahezu gleicher Spielphilosophie. "Es gibt zwar kleine Unterschiede, aber es gibt eine Grundidee, die sehr erkennbar und identifizierbar ist", sagte der 65-Jährige vor dem K.-o.-Spiel im Dallas-Stadion an diesem Montag (21 Uhr live im ZDF).

Beide Teams würden sehr intensiv spielen und sich bei Ballbesitz wohlfühlen. Letztlich gehe es bei diesem Spiel auf Augenhöhe um Details, betonte de la Fuente: "Wir werden sehen, welche Details ausschlaggebend sind."

Der französische Fußballverband (FFF) hat bei der FIFA die Annullierung der Gelben Karte gegen Michael Olise beantragt. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP. Der Bayern-Star war am Samstag im WM-Achtelfinale gegen Paraguay (1:0) in der Nachspielzeit vom usbekischen Schiedsrichter Ilgis Tantaschew (Usbekistan) wegen einer Auseinandersetzung mit Matias Galarza in der Nachspielzeit verwarnt worden.

Die Bilder zeigen allerdings, dass Olise seinen Gegenspieler nicht berührt. Der Münchner legt lediglich seinen Finger vor den Mund, daraufhin sinkt Galarza zu Boden und täuscht einen Schlag vor. Sollte Olise im Viertelfinale gegen Marokko am Donnerstag in Foxborough erneut eine Gelbe Karte sehen, wäre er im Falle eines Halbfinaleinzugs gesperrt. Bradley Barcola und Manu Koné waren gegen Paraguay ebenfalls verwarnt worden.

Der belgische Fußballverband hat "erstaunt" auf die ausgesetzte Sperre für den US-Stürmer Folarin Balogun reagiert und angekündigt, "alle möglichen Optionen" zu prüfen. Die Belgier stützen sich vor allem auf Artikel 66.4 des FIFA-Disziplinarkatalogs, der besagt, dass eine Rote Karte automatisch zu einer Sperre für das nächste Spiel führt, und auf ein vor dem Start der WM verschicktes Rundschreiben, in dem auf diese Regel hingewiesen worden sei.

"Ich wusste nicht, dass der 5. Juli der 1. April ist", sagte Nationalcoach Rudi Garcia zur Causa Balogun, betonte bei der Pressekonferenz aber: "Als Trainer werde ich mich auf mein Team fokussieren." Dass Balogun nun doch spielen dürfe, verändere für ihn "nichts". Die Roten Teufel treffen im Achtelfinale am Dienstag (2 Uhr MESZ) auf das US-Team.

Folarin Balogun steht den USA im Achtelfinale am Montag gegen Belgien doch zur Verfügung. Balogun hatte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina glatt Rot gesehen und erhielt zunächst eine Sperre für ein Spiel. Diese hat die FIFA gemäß Artikel 27 des Disziplinarkatalogs nun auf Bewährung ausgesetzt.

Von einer derartigen Bewährung hatte schon Cristiano Ronaldo profitiert. Im November war er bei einem WM-Qualifikationsspiel gegen Irland vom Platz gestellt worden. Er wurde von der FIFA zunächst für drei Spiele gesperrt, musste aber nur im anschließenden Qualifikations-Duell aussetzen. Die weiteren Spiele wurden für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt.

Die WM-Helden Kap Verdes um Torhüter Vozinha sind bei ihrer Rückkehr aus den USA am Flughafen der Hauptstadt Praia von Tausenden begeisterten Fans empfangen worden. Die Ankunft fiel mit dem 51. Unabhängigkeitstag des Inselstaats, der über 500 Jahre unter portugiesischer Herrschaft stand, zusammen.

Das Team, das bei seiner ersten WM-Teilnahme sensationell die K.o.-Runde erreichte, soll am Sonntag in einer Parade durch die Straßen von Praia gefeiert werden. Anschließend ist ein Empfang mit Präsident und Regierungsmitgliedern geplant.

Brasiliens Star-Sechser Casemiro spielt seit Jahren unter einer falsch geschriebenen Version seines Vornamens. Eigentlich heißt er nämlich Casimiro. Auf seinem Trikot steht jedoch seit Beginn seiner Karriere "Casemiro".

Grund sei ein Fehler seines damaligen Klubs FC São Paulo, so der Nationalspieler. "Ich werde für alle immer Casemiro sein. Das ist alles São Paulos Schuld. Sie haben aus Versehen meinen Namen auf dem Trikot mit 'e' geschrieben", sagte er schon vor einiger Zeit in der italienischen Zeitung "La Repubblica".

Den Schreibfehler habe er später aus Aberglauben nicht mehr korrigieren lassen.

Die FIFA sieht kein Problem darin, dass der ägyptische Trainer Hossam Hassan den Achtelfinaleinzug seines Teams mit einer palästinensischen Flagge bejubelt hat. Das Zeigen der Fahne sei gestattet, weil der palästinensische Fußballverband Mitglied der FIFA ist, teilte der Verband mit.

Hassan war nach dem 4:2 im Elfmeterschießen gegen Australien am Freitag mit einer palästinensischen Fahne auf den Rasen gelaufen. Er widme den Sieg gegen Australien sowohl den Ägyptern als auch den Palästinensern, sagte er. "Mein Herz und meine Seele sind bei ihnen."

Die US-Botschaft in Mexiko-Stadt hat ihre Staatsbürger vor dem Achtelfinale zwischen Mexiko und England zu besonderer Vorsicht aufgerufen. In der Hauptstadt und landesweit werden an Fan-Festen, in Stadien und an öffentlichen Übertragungsorten den Angaben zufolge große Menschenmengen erwartet.

Die US-Botschaft warnte, dass es bei jüngsten Public-Viewing-Veranstaltungen wegen Überfüllung zu Verletzten und Todesfällen gekommen sei.

Mit fünf Toren gehört Norwegens Erling Haaland zu den gefährlichsten Angreifern der WM - doch Brasiliens Abwehrspieler sind vor dem Achtelfinale am Sonntag (22 Uhr / MESZ) auf die Wucht des Ausnahmestürmers vorbereitet. "Jeder weiß, wie er spielt", sagte Trainer Carlo Ancelotti, "ich muss meinen Verteidigern nicht erklären, wie sie gegen ihn vorgehen sollen."

Gerade für die beiden Innenverteidiger der Brasilianer ist Haaland kein Unbekannter. Gabriel, der beim FC Arsenal unter Vertrag steht, bekommt es mit dem Angreifer von Manchester City regelmäßig in der englischen Premier League zu tun. Kapitän Marquinhos von Paris St. Germain traf schon in der Champions League auf Haaland.

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