WM 2026 - Lothar Matthäus rechnet mit Julian Nagelsmann ab: "Undenkbar für Führungskraft"
Lothar Matthäus‘ Einschätzung der Ära Julian Nagelsmann als Bundestrainer ist eindeutig.
"Das gesamte Projekt 'Bundestrainer Julian Nagelsmann' ist krachend gescheitert", schrieb Matthäus in einer "Bild"-Kolumne.
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Für ihn hatte die deutsche Mannschaft bei der WM "keine Führung auf dem Platz, keine spielerische Qualität, kein gutes Abwehrverhalten, kein Miteinander". Stattdessen sei das Team ein "reiner Hühnerhaufen" gewesen, was an Nagelsmanns "zu vielen Fehlern" gelegen habe.
Nagelsmanns Kommunikation mit seinen Spielern stieß Matthäus besonders übel auf: "Lieber Nachrichten per WhatsApp als persönliche Gespräche? Eigentlich undenkbar für eine Führungskraft."
Lothar Matthäus: Mit Jürgen Klopp "ein anderer Wind"
Der 65-Jährige bemängelte außerdem, dass Nagelsmann zu selten bei Ligaspielen oder Auftritten der U21 im Stadion gewesen sei und Spieler wie Yann Aurel Bisseck von Inter Mailand oder Kevin Schade vom FC Brentford nicht besucht und sich damit eigener Kaderoptionen beraubt habe.
"Jürgen Klopps Vertrag muss in allen Belangen so klar gestaltet werden, dass es in den nächsten Jahren keine Probleme oder Unruhe geben kann", fordert er: "Ich würde sogar reinschreiben, dass der Bundestrainer eine gewisse Anwesenheitspflicht bei Liga- oder Pokalspielen hat - obwohl das bei Klopp wahrscheinlich gar nicht nötig wäre."
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Auch mit Kritik an den DFB-Verantwortlichen sparte Matthäus nicht. Dass Nagelsmanns Vertrag schon vorzeitig bis 2028 verlängert wurde und Nagelsmann nun eine Abfindung von sieben Millionen Euro kassieren soll, mache "das gesamte WM-Desaster noch teurer, noch krachender", so Matthäus.
Immerhin: In den Nachfolgekandidaten Jürgen Klopp setzt Matthäus große Hoffnungen: "Ich bin sicher, dass Jürgen Klopp das alles besser macht, wenn er Bundestrainer wird." Mit Klopp werde "im deutschen Fußball ein anderer Wind wehen".