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WM 2026: Offizieller Protest bei der FIFA - Ägypten wittert Betrug gegen Argentinien

Sport

Hossam Hassan witterte die große Messi-Verschwörung. Anders konnte sich Ägyptens Nationaltrainer diese für ihn himmelschreiende Ungerechtigkeit nicht erklären. "Vielleicht wollte man den Weltmeister im Wettbewerb behalten. Vielleicht wollte man, dass Messi weiter im Rennen bleibt", schimpfte Hassan bei BeIN Sports nach dem bitteren 2:3 (1:0) im WM-Achtelfinale gegen Argentinien: "Das war ein manipuliertes Spiel und die ganze Welt hat es gesehen." Das fulminante Comeback des Titelverteidigers, der in der Schlussviertelstunde durch die Tore von Cristian Romero (79.), Lionel Messi (83.) und Enzo Fernández (90.+2) einen 0:2-Rückstand in einen Sieg verwandelte, hatte für Ägypten einen überaus faden Beigeschmack. Aus Sicht der Nordafrikaner wurde ihnen ein historischer Abend vom französischen Schiedsrichter Francois Letexier verdorben. Argentinischer Druck auf den Referee? "Der Schiedsrichter war unfair und hat die Mühen einer ganzen Nation zunichte gemacht. Der Pokal wird Argentinien geschenkt", wütete Mostafa Ziko, dessen erstes Tor (58.) "aus welchen Gründen auch immer" aberkannt worden war, wie Hassan meinte. Der einzige Streitfall war dies nicht. Vor allem die spielentscheidende Szene versetzte den 59 Jahre alten Coach in Rage: "Ein Elfmeter für uns ist nicht einmal vom VAR gecheckt worden." Nach Ansicht der Ägypter habe es vor dem Siegtor durch Fernández ein Foul an Hamdy Fathy im argentinischen Strafraum gegeben - und das sahen durchaus auch Unbeteiligte so. Moral und Messi: So marschiert Argentinien Richtung Titel "Man sieht, wie am Trikot gezogen wird", sagte etwa Patrick Ittrich bei "MagentaTV", "für mich ist das ein Strafstoß." Der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter hatte überhaupt ein gewisses Ungleichgewicht wahrgenommen: "Alle strittigen Entscheidungen sind gegen Ägypten getroffen worden. Die negativen Emotionen sind nachvollziehbar." Hassan sah die Argentinier als Ursache, sie hätten "Druck auf den Schiedsrichter ausgeübt", behauptete er und betonte, man habe ihn im Vorfeld "abgelehnt". Verbandspräsident Hany Abo Rida reichte zudem offenbar eine formelle Beschwerde gegen das Schiedsrichterteam ein, das berichtete unter anderem die spanische Zeitung "AS". Die Forderungen: Eine Prüfung der Entscheidungen - und keine weiteren Einsätze für Letexier.

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