WM 2026: Rauch von Waldbränden verzieht sich - Finale kann bei klarem Wetter stattfinden
Spektakel zum Ende der WM: Zur Abschlussfeier im MetLife-Stadion vor den Toren New Yorks, dem anschließenden Endspiel zwischen Argentinien und Spanien und der Halbzeitshow wurden am Sonntag zahlreiche Stars erwartet. Auch US-Präsident Donald Trump will ins Stadion kommen. Er hatte Kanada kurz zuvor mit neuen Zöllen gedroht, weil Rauch von kanadischen Waldbränden in den Nordosten der USA gezogen war. Die rauchige Luft hatte zwischenzeitlich sogar Zweifel daran aufkommen lassen, dass das WM-Endspiel am Sonntag stattfinden könnte. Der Rauch verschwand am Tag des Finales aber wieder. Der gesundheitsgefährdende Waldbrand-Rauch aus Kanada hatte in den vergangenen Tagen nicht nur New York, sondern auch andere US-Millionenstädte wie Chicago erreicht. Am Freitag gaben die Behörden auch in Washington eine Warnung wegen sehr hoher Feinstaubbelastung aus. In Städten im Mittleren Westen und im Nordosten der USA trugen Menschen Masken, um sich vor dem Rauch zu schützen. In New York verteilten Büchereien und Bahnhöfe sie kostenlos. Die Fußball-Weltmeisterschaft wirft offenbar deutlich mehr Gewinn ab als ursprünglich geplant. Wie die englische Zeitung „The Guardian“ berichtet, geht der Weltverband FIFA nun von Rekordeinnahmen von 15 Milliarden Dollar (rund 13,1 Milliarden Euro) für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko aus. Ursprünglich hatte die FIFA mit Einnahmen in Höhe von 11 Milliarden Dollar gerechnet. Über das Ergebnis soll FIFA-Präsident Gianni Infantino die Mitgliedsverbände am Samstag informiert haben. Als Grund für den deutlichen Gewinnanstieg nannte der „Guardian“ vor allem die hohen Einnahmen beim Hospitality und dem Ticketverkauf. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2022, als die WM in Katar stattfand, hatte die FIFA 5,769 Milliarden US-Dollar eingenommen. Damals nahmen allerdings noch 32 statt nun 48 Mannschaften an dem Turnier teil. Auf dem offiziellen Zweitmarkt reguliert die FIFA die Preise nicht und profitiert bei Verkäufen gleich doppelt. Der Weltverband kassiert pro Ticket eine Gebühr von 15 Prozent vom Verkäufer und vom Käufer. Jürgen Klopp steht unmittelbar vor seinem Amtsantritt als neuer Bundestrainer. Nach Informationen von WELT sind die letzten offenen Punkte geklärt. Auch in der Frage seines Vertrags mit Red Bull soll eine Einigung erzielt worden sein. Demnach traf sich Klopp nach seiner Rückkehr in die USA in New York mit Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff. Zudem informierte die DFB-Spitze die zuständigen Gremien bereits über den Stand der Verhandlungen. Klopp soll einen Vertrag bis zur Weltmeisterschaft 2030 unterschreiben und nach den aktuellen Planungen Ende der Woche in Frankfurt als neuer Bundestrainer vorgestellt werden. Als Co-Trainer sollen Peter Krawietz und Pepijn Lijnders zum DFB wechseln. „Die ducken sich weg. Weil ganz Fußball-Deutschland redet über Klopp. Das haben sie clever gemacht“, sagte der 57-Jährige. „Aber im Endeffekt steht Neuendorf genauso in der Verantwortung. Und da müsste eigentlich auch bei den nächsten Wahlen die Konsequenz gezogen werden.“ Im Werben um Argentiniens WM-Stürmer Julián Álvarez erhöht der FC Barcelona den Druck auf Atlético Madrid. Präsident Joan Laporta erklärte, der Klub habe ein Angebot abgegeben und warte nun auf eine Entscheidung. „Wir stehen mit einem Angebot bereit. Er ist ein Spieler, den unser Trainer haben möchte, und deshalb haben wir Atlético Madrid das Angebot unterbreitet“, sagte Laporta am Rande einer Veranstaltung des spanischen Fußballverbandes in New York. Atlético-Präsident Miguel Ángel Gil hatte einen Verkauf zuletzt erneut ausgeschlossen. Selbst Angebote über 150 oder 200 Millionen Euro würden nicht angenommen. Laporta konterte: „Es gibt so viele Fälle, in denen gesagt wurde, dass ein Spieler niemals zu Barça gehen würde, und am Ende ist er doch gekommen.“ Kurz vor dem WM-Finale hat der Generalsekretär des Europarats, Alain Berset, die Fifa aufgefordert, den Fußball besser vor politischem und finanziellem Einfluss zu schützen. Anlass ist unter anderem die nachträgliche Aufhebung der Roten Karte gegen US-Spieler Folarin Balogun nach einer Intervention von US-Präsident Donald Trump bei Fifa-Chef Gianni Infantino. Berset erklärte, die Fifa müsse bis zur nächsten Weltmeisterschaft „dringend daran arbeiten, die Integrität des Sports zu stärken“. Wenn sich Regeln „zurechtbiegen“ ließen, könne „jedes Ergebnis in Zweifel gezogen werden“. Zudem kritisierte Berset Angriffe auf die Autorität der Schiedsrichter, rassistische Äußerungen gegen Spieler sowie die Ausweitung von Wettmöglichkeiten, die aus seiner Sicht Betrug begünstigen könnten. Michael Olise hat bei der Fußball-WM einen historischen Bestwert aufgestellt. Der Offensivspieler Frankreichs bereitete im Turnier insgesamt sieben Treffer vor und übertraf damit den bisherigen Rekord von Brasiliens Fußball-Legende Pelé, der 1970 auf sechs Torvorlagen gekommen war. Beim 4:6 gegen England im Spiel um Platz drei steuerte der Bayern-Profi zwei Assists bei. Beide Treffer erzielte Kylian Mbappé, der mit seinen WM-Toren Nummer 21 und 22 wieder an Argentiniens Lionel Messi vorbeizog. Ein eigener Treffer blieb Olise verwehrt. In der 81. Minute vergab der 24-Jährige freistehend aus rund elf Metern die Chance auf den zwischenzeitlichen Ausgleich. Die Rauchentwicklung über New York hat die Anreise der mexikanischen Präsidentin Claudia Sheinbaum zum WM-Finale gegen Argentinien und Spanien durcheinandergebracht. Ihr Linienflug von Cancún wurde zunächst verschoben und anschließend gestrichen. In der Nacht zum Sonntag flog die 64-Jährige deshalb kurzfristig mit einer Maschine des mexikanischen Verteidigungsministeriums nach New York. Als Ursache galten die Rauchschwaden über der US-Metropole, die durch die Waldbrände in Kanada entstanden waren. FIFA-Präsident Gianni Infantino musste zuvor ebenfalls seine Reisepläne ändern. Sein Flug zum Spiel um Platz drei fiel wegen heftiger Gewitter und starken Regens aus. Sheinbaum folgt einer Einladung von US-Präsident Donald Trump zum WM-Finale. Auch Kanadas Premierminister Mark Carney wird in East Rutherford erwartet. Wenige Stunden vor dem WM-Finale gegen Spanien hat sich Argentiniens Superstar Lionel Messi mit einer emotionalen Botschaft an seine Mannschaft gewandt. „Egal, was morgen passiert, diese Gruppe hat bereits eine Geschichte geschrieben, die wir nie vergessen werden - eine, die niemand auslöschen kann. AUF GEHT'S ARGENTINIEN“, schrieb der 39-Jährige bei Instagram. Der Weltmeister würdigte dabei vor allem den gemeinsamen Weg seines Teams. „Das Beste an all diesen Jahren waren nicht nur die Titel, sondern die gesamte Reise“, schrieb Messi und bedankte sich bei seinen Mitspielern sowie dem Trainerstab. Argentinien steht am Abend im zweiten WM-Finale in Folge. Nach dem WM-Titel 2022 gewann die Mannschaft zudem 2021 und 2024 die Copa América. Mit dem spektakulären 6:4 im kleinen Finale hat Englands Trainer Thomas Tuchel die Kritik an ihm vorerst gekontert. „Es wäre komplette Zeitverschwendung, wenn wir ihn nicht behalten würden. Ich denke, wir sollten ihn unterstützen“, sagte BBC-Experte und Ex-Nationalspieler Martin Keown nach dem Sieg gegen Frankreich. Tuchel hatte nach dem Aus im Halbfinale gegen Argentinien harsche Kritik von Medien und Experten einstecken müssen. Vor dem Anpfiff des Frankreich-Spiels schallten Buhrufe durch das Stadion von Miami, als Tuchels Foto auf der Anzeigetafel eingeblendet wurde. Heftige Gewitter und starker Regen in New York haben auch die Reisepläne von Fifa-Präsident Gianni Infantino durchkreuzt. „Ich sollte jetzt gerade eigentlich in Miami sein für das Spiel um Platz drei zwischen England und Frankreich“, sagte der Chef des Weltverbands in einem Instagram-Video am Samstagabend (Ortszeit). „Leider haben es uns die Wetterbedingungen hier nicht erlaubt, nach Miami zu fliegen.“ Infantino hatte sich in New York unter anderem für einen gemeinsamen Auftritt mit US-Präsident Donald Trump bei einem Fifa-Empfang am Freitag aufgehalten. Auch Richtung New York wurden wegen der Unwetter zahlreiche Flüge gestrichen. In den sozialen Netzwerken waren Nachrichten von Fans zu lesen, die deswegen um ihren Finalbesuch bangten.