WM 2026: Sieg nach Rückstand: Brasilien ringt Japan nieder
Der anfangs enttäuschende Rekordweltmeister fand gegen unbeugsame Japaner in Houston immer besser ins Spiel und zog dank eines ganz späten Joker-Tores von Gabriel Martinelli (90.+5.) letztlich verdient mit 2:1 (0:1) ins Achtelfinale ein. Dort wartet auf die Mannschaft von Trainer Carlo Ancelotti am 5. Juli Norwegen oder die Elfenbeinküste. Ein Bundesliga-Profi brachte die Brasilianer aber vor 68.777 Zuschauern ganz schön ins Zittern. Der Mainzer Kaishu Sano erzielte für Japan nach einem Sololauf sein erstes Länderspieltor (29.), im Stadion der Houston Texans ging bei der Selecao die Angst um. Erst Casemiro (56.) beruhigte mit seinem Kopfballtor die Nerven - und der in der 66. Minute eingewechselte Martinelli führte Brasilien spät in der Nachspielzeit in die nächste Runde. Tschechien trennt sich nach Vorrunden-Aus von Trainer Ancelotti setzte zum ersten Mal in seiner Zeit als Selecao-Coach auf dieselbe Elf wie im Spiel zuvor, Superstar Neymar nahm nach seinem emotionalen Joker-Comeback gegen Schottland (3:0) wieder auf der Bank Platz. Man müsse nun jedes Spiel "wie ein Finale angehen", sagte Vinicius Júnior, der die Südamerikaner mit vier Toren zum Gruppensieg geführt hatte. "Auf geht’s, Brasilien, alle gemeinsam!", schrieb der große Ronaldinho, der gemeinsam mit den 2002er-Weltmeistern Ronaldo und Cafú auf der Tribüne mitfieberte. WM 2026: Brasilien mit gutem Start Das letzte Aufeinandertreffen der beiden ungeschlagenen Teams in der Gruppenphase hatte Japan im Oktober 2025 in einem Testspiel nach 0:2-Rückstand 3:2 gewonnen. Und auch wenn die brasilianische Mannschaft damals eine ganz andere war, könne der viermalige Asienmeister längst "jede Weltklassemannschaft schlagen", sagte Mats Hummels bei "MagentaTV". Er tippte auf den Überraschungssieg. Damit schien er nicht so schlecht zu liegen. Beim stimmungsvollen "Heimspiel" im geschlossenen Houston Stadium begann Brasilien zwar dominant, hatte durch Bruno Guimaraes (2.) und den ehemaligen Bundesligaprofi Matheus Cunha (14.) die ersten Gelegenheiten. Sano hatte zudem Glück, als er Cunha im Sechzehner von den Beinen holte und der italienische Schiedsrichter Maurizio Mariani nicht auf Elfmeter und Gelb-Rot entschied (23.).